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vom 05.11.2018, aktuelle Version,

Getzner Textil

Getzner Textil AG
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1818
Sitz Bludenz
Leitung Josef Lampert
Rolf Gottmann
Wolfgang Kunze
Alexander Hofstadler
Mitarbeiterzahl 740 [1]
Umsatz 200 Mio € (2015)[2]
Branche Herstellung von Bekleidungsdamasten, Modestoffen und technischen Textilien
Website www.getzner.at

Die Getzner Textil AG ist ein international tätiger, österreichischer Textilhersteller mit Hauptsitz in Bludenz. Getzner Textil ist mit etwa 740 Mitarbeitern (2015)[1] der größte Arbeitgeber in der Bezirkshauptstadt Bludenz und zählt zu den größten Unternehmen des Bundeslands Vorarlberg sowie zu den größten Buntwebern der Welt.

Getzner produziert derzeit in fünf Webereien mit 630 Webmaschinen, drei Ausrüst- und einem Färbereibetrieb jährlich etwa 59 Millionen Quadratmeter Gewebe, womit ein Umsatz von rund 265 Millionen Euro erwirtschaftet wird (2015).[1][2]

Turbinenanlage des 1897 eröffneten Mengbachwerks in Nenzing (1909)
Großbrand des fünfstöckigen Fabrikgebäudes der Getzner, Mutter & Cie. in Feldkirch (1902)
Webmaschine bei Getzner Textil AG in Bludenz (2013)

Geschichte

Das Unternehmen wurde im Jahr 1818 unter dem Firmennamen Getzner, Mutter & Cie von Christian Getzner, Franz Xaver Mutter und Andreas Gassner gegründet.

Ein Jahr später eröffnete das Unternehmen in Feldkirch die erste Rotfärberei Westösterreichs sowie die erste Maschinenspinnerei des Unternehmens. Im Jahr 1820 beschäftigte das Unternehmen bereits rund 3000 Heimarbeiterinnen für die Spinnerei und Weberei im Raum Bludenz und den angrenzenden Tälern. 1827 wurde der heutige Standort in der Bleichestraße 1 in Bludenz begründet, als das Unternehmen die dortige städtische Bleiche übernahm.

Getzner in Bludenz und Bürs war, wie viele Textilbetriebe der damaligen Zeit, auch ein Pionier der regionalen elektrischen Energiegewinnung und Energieversorgung. Die ursprünglich mechanische Energieumwandlung wurde bei Getzner zum Ende des 19. Jahrhunderts auf Wasserkraftanlagen zur elektrischen Energiegewinnung umgestellt und es wurden neue Elektrizitätswerke gebaut. Als erstes Elektrizitätswerk der Getzner-Unternehmen ging 1897 das Mengbachwerk in Nenzing in Betrieb.
Bis etwa 1980 konnte der gesamte Stromverbrauch des Getzner-Konzerns durch eigene Energiegewinnung abgedeckt werden.[3] Die Energiegewinnung erfolgte in mehreren Kraftwerken:

  • Alvierwerk I
  • Alvierwerk II
  • Klarenbrunn Oberstufe
  • Klarenbrunn Unterstufe
  • Bleiche, Mengbachwerk
  • Obere Spinnerei
  • Untere Spinnerei

Diese sind heute teilweise nicht mehr in Betrieb.

1902 wurde bei einem Großbrand das fünfstöckige Fabrikgebäudes der Getzner, Mutter & Cie. am Leonhardsplatz in Feldkirch vernichtet und nicht wieder aufgebaut.

Nach ausgedehnten internationalen Geschäftstätigkeiten des Unternehmens wurde im Jahr 1980 der textile Bereich des Unternehmens in die heute noch bestehende Aktiengesellschaft der Getzner Textil AG ausgelagert.

Tochterunternehmen

Die Getzner Textil AG verfügt über folgende Tochterunternehmen:

Produktion

Die Getzner Textil AG zählt zu den weltweit führenden Herstellern von hochwertigen Bekleidungsdamasten (Afrika-Damast) sowie Modestoffen für Hemden und Blusen. Corporate Fashion sowie technische Textilien ergänzen das Produktsortiment.

Galerie

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Über uns im Webauftritt von Getzner Textil. Abgerufen am 26. April 2016.
  2. 1 2 Getzner Textil meldet Rekordumsatz. Artikel auf Österreichischer Rundfunk vorarlberg.ORF.at vom 15. Februar 2016.
  3. Gemäß Webseite Getzner, Mutter & Cie, abgefragt am 27. Oktober 2013.