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vom 14.10.2016, aktuelle Version,

Gschnaidt

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Gschnaidt (Ehemalige Gemeinde)
Ortschaft
Historisches Wappen von Gschnaidt
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Katastralgemeinde Gschnaidt
Gschnaidt (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Graz-Umgebung (GU), Steiermark
Gerichtsbezirk Graz-West
Koordinaten 47° 8′ 12″ N, 15° 11′ 8″ Of1
Höhe 769 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 327 (1. Jänner 2016)
Gebäudestand 164 (2001f1)
Fläche d. KG 29,96 km²
Postleitzahlenf0 8103, 8113, 8114, 8153f1
Vorwahl +43/3124 (Gratkorn)
Statistische Kennzeichnung
Gemeindekennziffer 60664
Ortschaftskennziffer 14941
Katastralgemeinde-Nummer 63225
Zählsprengel/ -bezirk Gschnaidt (60664 009)

Das ehemalige Gemeindegebiet im Bezirk Graz-Umgebung
Eigenständige Gemeinde bis Ende 2014
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; GIS-Stmk

Gschnaidt ist eine ehemalige Gemeinde mit 341 Einwohnern (Stand: 31. Oktober 2013)[1] in der Steiermark im Nordwesten des Bezirks Graz-Umgebung.

Im Rahmen der steiermärkischen Gemeindestrukturreform wurde sie 2015 mit den Gemeinden Judendorf-Straßengel, Eisbach und Gratwein zusammengeschlossen,[2] die neue Gemeinde führt den Namen Marktgemeinde Gratwein-Straßengel. Grundlage dafür ist das Steiermärkische Gemeindestrukturreformgesetz - StGsrG.[3] Eine Beschwerde, die von der Gemeinde gegen die Zusammenlegung beim Verfassungsgerichtshof eingebracht wurde, war nicht erfolgreich.[4]

Geografie

Geografische Lage

Gschnaidt liegt ca. 25 km nordwestlich der Landeshauptstadt Graz im Stübinggraben, einem Seitental des Murtales. Die höchsten Erhebungen im Gemeindegebiet sind der Heiggerkogel (1.098 m) und der Pleschkogel (1.061 m).

Gliederung

Die ehemalige Gemeinde bestand aus je einer einzigen gleichnamigen Katastralgemeinde bzw. Ortschaft. Der Hauptort ist der Wallfahrtsort Sankt Pankrazen, ein Kirchweiler auf einem Bergrücken, sonst gibt es noch:

  • den Weiler Kornberg,
  • die zerstreuten Häuser Krienz, Plesch, Sankt Pankrazen (Umgebung), Stiwollgraben, Stübinggraben,
  • und zahlreiche Einzellagen (Abraham, Ambros, Enzianhof, Fuchs, Grabenfödl, Grabenwarter, Hasi, Hidner, Höfer, Kalbacher, Kesselmeixner, Klein-Lückanderl, Knoblacher, Kogler, Kohlbauer, Kreuzwirt, Lenzbauer, Lück, Marxbauer, Moises, Pagger, Platzl, Pleschwirt, Ponkratzbauer, Prettenthaler, Rattich, Riemer, Saupart, Steinklauber, Thurner, Wolf am Egg, Zuri),

eine für die Gegend typische Siedlungssituation.

Eingemeindungen

Im Zuge der steirischen Gemeindestrukturreform wurde die Gemeinde Gschnaidt 2015 mit den Gemeinden Gratwein, Eisbach und Judendorf-Straßengel fusioniert.[5]

Ehemalige Nachbargemeinden

Geistthal (Bez. Voitsberg) Übelbach Großstübing
Eisbach
Södingberg (Bez. Voitsberg) Stiwoll

Geschichte

Bevölkerungsentwicklung

Bevölkerungs-
entwicklung
Jahr Einw.
1869 818
1880 681
1890 688
1900 701
1910 674
1923 610
1934 636
1939 617
1951 585
1961 487
1971 443
1981 410
1991 370
2001 400
2013 341

siehe Tabelle rechts

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Gschnaidt liegt abseits der Hauptverkehrsstraßen. Der nächstgelegene Autobahnanschluss zur Pyhrn Autobahn A 9 ist die Anschlussstelle Deutschfeistritz (165) in etwa 19 km Entfernung. Dort besteht ebenfalls Zugang zur Grazer Straße B 67, was in der gleichen Entfernung auch über Gratkorn möglich ist.

Ein Bahnhof befindet sich weder im Ort noch in Ortsnähe. Der nächstgelegene Bahnanschluss besteht mit dem Bahnhof Gratwein-Gratkorn zur Österreichischen Südbahn in circa 15 km Entfernung.

Der Flughafen Graz ist circa 35 km entfernt.

Politik

Gemeinderat

Der letzte Gemeinderat bestand aus neun Mitgliedern und setzte sich seit der Gemeinderatswahl 2010 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

  • 6 Bürgerliste für Gschnaidt – stellte Bürgermeister und Vizebürgermeister
  • 3 ÖVP – stellt den Gemeindekassier

Der letzte Bürgermeister war seit 2005 Max Höfer (Bürgerliste), Vizebürgermeister war Hubert Perstaller (Bürgerliste, zuvor SPÖ)

Wappen

Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. Juni 1992. Wegen der Gemeindezusammenlegung verloren diese mit 1. Jänner 2015 ihre offizielle Gültigkeit.
Blasonierung (Wappenbeschreibung):

„Im erhöht und erniedrigt durch Zinnenschnitte geteilten silbernen Schnitt im grünen Mittelfeld eine silberne Votivgabe in Form eines stehenden Rindes, im Schildhaupt von drei glatt abgeschnittenen dreiblättrigen, im Schildfuß von zwei glatt abgeschnittenen vierblättrigen roten Buchenzweigen begleitet.“ [6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  Commons: Gschnaidt  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Land Steiermark: Endgültiger Bevölkerungsstand am 31.10.2013 (Excel-Datei, 85 KB; abgerufen am 2. Mai 2015)
  2. Steiermärkische Gemeindestrukturreform.
  3. § 3 Abs. 3 Z 3 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark (Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014. Nr. 31, Jahrgang 2014. ZDB-ID 705127-x. S. 3.
  4. Erkenntnis des VfGH vom 25. November 2014, G 121/2014.
  5. Das Land Steiermark: Die neue Gemeindestruktur der Steiermark. Abgerufen am 9. November 2013.
  6. Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 42/43, 1992/93, S. 48