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vom 22.12.2017, aktuelle Version,

Harald Kainz

Harald Kainz (* 5. August 1958 in Graz) ist ein österreichischer Ingenieur und Hochschullehrer.[1] Seit dem 1. Oktober 2011 ist er Rektor der TU Graz und folgte in dieser Funktion Hans Sünkel nach.

Leben

Harald Kainz wurde am 5. August 1958 als Sohn des leitenden Gendarmeriebeamten Josef Kainz und der Volksschuldirektorin Margareta Kainz in Graz geboren.[2] Nach dem Besuch der Volksschule seiner Mutter in St. Radegund von 1964 bis 1968 und der Matura 1976 an einem Grazer Gymnasium (2. BG und BRG Lichtenfelsgasse) leistete er 1976/1977 seinen Präsenzdienst (Reserveoffizier).[3]

Kainz studierte von 1977 bis 1983 Bauingenieurwesen und von 1980 bis 1985 Wirtschaftsingenieurwesen an der Technischen Universität Graz.[1] Von 1982 bis 1984 arbeitete er als Studienassistent und von 1984 bis 1990 als Universitätsassistent am Institut für Siedlungswasserwirtschaft und Landschaftswasserbau.[4] Seine Promotion zum Doktor der technischen Wissenschaften legte er 1990 ab, seine Dissertation hatte das Thema "Auswirkungen von Stoßbelastungen auf den Feststoffhaushalt einer Belebungsanlage".[2]

Zwischen 1991 und 2000 arbeitete er in leitenden Positionen in verschiedenen Ingenieurbüros; von 1991 bis 1993 war er im Ingenieurbüro Regierungsbaumeister Schlegel GmbH, München, tätig (Planung von Kläranlagen und Kanalisationsnetzen, z.B. die Kläranlagen Friedrichshafen, Ingolstadt und München) und von 1993 bis 2000 als Geschäftsführer der Umwelttechnik Wien GmbH (Planung, Bauaufsicht und Projektmanagement von Großprojekten im Bereich der Abwasser- und Abfallwirtschaft, u.a. Hauptkläranlage Wien, Kläranlagen Zagreb und Budapest, Sonderabfallverbrennungsanlage Wien-Simmering, Entwässerung Flughafen Wien).[2][4]

Im Jahr 2000 kehrte er als Universitätsprofessor und Institutsvorstand für Siedlungswasserwirtschaft und Landschaftswasserbau an die TU Graz zurück. Die Schwerpunkte seiner Forschung umfassten die betriebliche Optimierung und Rehabilitation von Wasserinfrastruktur, die Niederschlags- und Mischwasserbewirtschaftung sowie hydraulisch bestimmte Bauwerke in der Abwasserwirtschaft.[3]

Von 2004 bis 2007 war er Dekan der Fakultät für Bauingenieurwissenschaften. Von 2007 bis 2011 war er Vizerektor für Infrastruktur und Informations- und Kommunikationstechnologien der Technischen Universität. Seit dem 1. Oktober 2011 ist er Rektor der Universität und folgte damit Hans Sünkel nach.[5] Im Frühling 2014 wurde für eine zweite Funktionsperiode bis September 2019 wiedergewählt.[2]

Kainz ist seit 1984 verheiratet (mit der Ärztin Dr. med. Andrea Kainz, geb. Pszywyj) und Vater zweier Töchter (Theresa, * 1986, und Johanna, * 1988).[1][2]

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Harald Kainz ist neuer Rektor der TU Graz. In: Kleine Zeitung. www.kleinezeitung.at, 11. April 2011, abgerufen am 22. November 2011 (deutsch).
  2. 1 2 3 4 5 Kainz, Harald. In: Austria Forum. 9. März 2017, abgerufen am 20. Dezember 2017.
  3. 1 2 Harald Kainz: Curriculum Vitae: Harald Kainz. 2011, abgerufen am 20. Dezember 2017.
  4. 1 2 Lebensläufe der Referentinnen und Referenten gemäß Programmverlauf. Hochschulombudsmann, Juli 2014, abgerufen am 20. Dezember 2017.
  5. 1 2 Harald KAINZ. www.uniko.ac.at, abgerufen am 22. November 2011 (deutsch).
  6. TU-Rektor Harald Kainz erhält Ehrendoktorwürde der Uni Budapest. In: Kleine Zeitung. www.kleinezeitung.at, 6. Juni 2015, abgerufen am 22. Juni 2015 (deutsch).
  7. Jörg Feuck: Unermüdlicher Beziehungsmanager: TU ehrt den Rektor der TU Graz als Motor der strategischen Partnerschaft. Technische Universität Darmstadt, 13. Juli 2017, abgerufen am 20. Dezember 2017.