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vom 14.04.2017, aktuelle Version,

Heinz Brantl

Heinz Brantl (* 27. März 1924 in Graz; † 13. Juni 1977 in Wien) war ein sozialdemokratischer österreichischer Journalist.

Heinz Brantl war 1946 bis 1954 beim steirischen Tagblatt „Neue Zeit“ (SPÖ) in Graz tätig, 1958–1961 gab er die qualitätvolle parteinahe Wochenzeitung „Heute“ heraus, die aber parteiinternen Intrigen zum Opfer fiel.

Im ORF, der staatlichen österreichischen Rundfunkanstalt, gründete, leitete und moderierte Brantl das zeitkritische Fernsehmagazin „Horizonte“. Mitgründer war Alfred Payrleitner. 1967 wurde die Sendung so beworben: Ausblicke, Erkundungen, Auskünfte. Das zeitkritische Magazin mit aktuellen Auslandsberichten und polemischen Österreich-Reportagen. Redaktion und Präsentation: Dr. Heinz Brantl.[1] Gerald Szyszkowitz merkte in einem Text über kritischen Journalismus in Österreich an, Heinz Brantl, der Einzige, der genau an der Nahtstelle von Politik und Wirtschaft im ORF recherchiert, habe seine Sendung „Horizonte“ sehr schnell verloren.[2]

1966 wurde Brantl mit dem Dr.-Karl-Renner-Publizistikpreis ausgezeichnet.

Brantl war auch Manager mehrerer erfolgreicher Wahlkämpfe Bruno Kreiskys. Er galt als Vertreter einer modernen, liberalen Linie der Sozialdemokratie und als intellektueller Hoffnungsträger.

Ab 1963 war Brantl nebenberuflich Chefredakteur von „Wien aktuell“, einer damals vom Fremdenverkehrsverband für Wien für das Ausland herausgegebenen Vierteljahreszeitschrift. (Der Titel wurde später vom Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien als Monatszeitschrift weitergeführt.)

Brantl schied durch Selbstmord aus dem Leben.

Buchpublikation

  • Moderne Gesellschaft - Moderner Sozialismus.Wien o.J.(1958)

Einzelnachweise

  1. Dokumentation deutschsprachiger Fernsehprogramme vom 18. Juli 1967
  2. Text auf der Website des Autors

Literatur