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vom 01.06.2016, aktuelle Version,

Helmut Berger-Tuna

Helmut Berger-Tuna (* 7. Mai 1942 in Wien; † 30. September 2009) war ein österreichischer Opern-, Operetten-, Lied- und Konzertsänger (Bass).

Leben

Helmut Berger-Tuna erlernte zunächst im elterlichen Betrieb den Beruf des Elektrotechnikers. Zugleich studierte er in seiner Geburtsstadt Gesang und Operndarstellung an der Musikakademie. Später erhielt er Gesangsunterricht (bei Franz Schuch-Tovini). 1969 debütierte er am Landestheater Linzals Lodovico in Otello. Drei Jahre später ging er als festes Ensemblemitglied an das Opernhaus von Graz. Von 1977 bis 2007 war er Ensemblemitglied der Staatsoper Stuttgart, wo er 1985 zum Kammersänger ernannt wurde. Gastspiele führten ihn an die Opernbühnen von Wien, Frankfurt a. M., Karlsruhe, Barcelona, Dresden, Mailand, Hamburg, Oslo, Berlin, Paris, London, Los Angeles, Seattle, Tokyo, etc., den Salzburger- (UA: „Baal“ von F. Cerha 1981), Bregenzer-Festspielen, sowie den Seefestspielen Mörbisch. Sein Repertoire umfasste ca. 90 Rollen des Bassfaches, u.a. Leporello („Don Giovanni“), Osmin („Die Entführung aus dem Serail“), Kezal („Die verkaufte Braut“), Doktor Bartolo/Don Basilio („Der Barbier von Sevilla“), Don Magnifico („La Cenerentola“), Daland („Der fliegende Holländer“), Fafner/Fasolt/Hunding („Der Ring des Nibelungen“), König Heinrich („Lohengrin“), Landgraf Hermann („Tannhäuser“), Pogner („Die Meistersingen von Nürnberg“).

Große Erfolge feierte er mit seiner Paraderolle des Ochs auf Lerchenau in Richard Strauss' Oper „Der Rosenkavalier“, die er 207 mal sang.

Der Künstler sang auch gerne Operetten. 1998 und 2000 war er Gast bei den Seefestspielen Mörbisch.

Helmut Berger-Tuna war auch ein gefragter Lied- und Konzertsänger. Er hielt Meisterkurse an der Anton Bruckner Privatuniversität und gestaltete mehrere Benefiz-Galaabende. Der Künstler starb an den Folgen eines Herzversagens.

Diskografie (Auswahl)

  • Dantons Tod Label: Orfeo 1983
  • La Fanciulla del West Label RCA Victor 1992
  • Feuersnot Label: ArtsMusic 1999
  • Feuersnot Label: Ponto Recordings 2005

Video (Auswahl)

  • Der Zigeunerbaron, Label: Vidioland 2007
  • Simplicius, Simblicissimus Label Arthaus 2007
  • Der Vogelhändler, Label: Vidioland 2008

Literatur

  • Karl. J. Kutsch/Leo Riemens: Großes Sängerlexikon. Erster Band: A-L, Bern/Stuttgart 1987, S. 230–231