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vom 04.09.2016, aktuelle Version,

Hochroth Verlag

Stand des Hochroth Verlags beim Lyrikmarkt in Berlin 2014

Der Verlag hochroth wurde Ende 2008 von Marco Beckendorf gegründet und zählt zur Gruppe der Independent Verlage. Hauptsitz des Verlages waren bis 2011 Perleberg und Berlin, inzwischen gliedert sich der Verlag in Dependancen in Berlin, Budapest, Leipzig, Paris, Riga und Wien.

Verlagsphilosophie

Der Verlag versteht sich als Modellprojekt zur alternativen Verlagsszene. Da in den letzten Jahren viele wichtige Lyrikreihen größerer Verlage eingestellt wurden, will er alternative Arten des Publizierens ausprobieren und weitere Verlagsinitiativen anregen. Im Gegensatz zur verbreiteten Tendenz, Gedichte online zu veröffentlichen, setzt hochroth also in klassischer Weise auf „Bücher zum Anfassen“[1]. Der Verlag geht dabei neue Wege in der Produktion und im Vertrieb. So werden die Bücher in einer Mischung aus handgemachter und professioneller Fertigung hergestellt und weitgehend über den Direktvertrieb (Bücherstände, Bauchladen) verkauft. Die Auflagen werden flexibel der Nachfrage angepasst, die einzelnen Bände erhalten deshalb eine laufende Nummer.[2]

Programm

Schwerpunkte des Verlagsprogramms sind zeitgenössische Lyrik, Übersetzungen fremdsprachiger Lyrik und in Vergessenheit geratene Dichter.

Von hochroth veröffentlichte Autoren:

Christine Anlauff, Sandra Beasley, Rolf Bossert, Nora Bossong, Adelbert von Chamisso, Kyriakos Charalambidis, Sven-André Dreyer, Albert Ehrenstein, Iwan Goll, Benoît Gréan, Adrian Grima, Konstantin Hanack, Christian Hawkey, Emmy Ball-Hennings, Jakob van Hoddis, Hans Holländer, Helmut Krausser, Georg Kulka, Thomas Kunst, Liao Yiwu, Alfred Lichtenstein, Maik Lippert, Otto Nebel, Gerhard Ortinau, Pier Paolo Pasolini, Boris Preckwitz, Ivo Sachs, Nelly Sachs, Ulrike Almut Sandig, Mayra Santos-Febres, Joachim Sartorius, Valeri Scherstjanoi, Sabine Scho, Arthur Schopenhauer, Ulf Stolterfoht, Friedrich Wilhelm Wagner, Richard Wagner, Ernest Wichner, William Butler Yeats, Valentino Zeichen

Lesung in der Buchhandlung der Lyrikverlage 2014

Sonstiges

Der hochroth Verlag organisierte im September 2011 das 6. Perleberger Bücherfest[3] [4]. Außerdem arbeitete er mit verschiedenen Literaturinstituten wie der Literaturwerkstatt Berlin[5] sowie dem Literaturhaus Berlin[6] zusammen. Zur Leipziger Buchmesse 2012 wurde von hochroth erstmals die Buchhandlung der Lyrikverlage initiiert, ein periodisches gemeinnütziges Projekt, mit dem Verlage gefördert werden sollen, die sich für die Publikation von Lyrik einsetzen.[7]

Einzelnachweise

  1. http://www.tagesspiegel.de/kultur/kurz-und-kritisch/1854158.html
  2. http://www.goldmag.de/2009/11/die-kleinen-schwarzen_hochrth-verlag/
  3. http://www.perlenkabinett.de/2011/neues-buecherfest-in-perleberg
  4. http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12170941/61469/
  5. http://nightoutatberlin.jaxblog.de/post/Poesia-flamenca-beim-11-Poesiefestival-2010-Mittelmeer-Und-auf-den-heic39fen-Steinen-.aspx
  6. http://lyrikzeitung.com/2009/10/01/6-%E2%80%9Ewho-is-me-%E2%80%93-poete-delle-ceneri%E2%80%9C/
  7. http://www.leipziger-buchmesse.de/media/buecherbriefe/35_buecherbrief_web.pdf 35_buecherbrief_web.pdf