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vom 03.07.2016, aktuelle Version,

Horst Lamnek

Horst Lamnek (* 1977 in Wien) ist ein österreichischer Lied-, Konzert-, Oratorien-, Operetten- und Opernsänger in der Stimmlage Bassbariton.

Leben und Wirken

Horst Lamnek besuchte das Sigmund-Freud-Gymnasium in Wien und machte danach den Zivildienst. Ab 1996 studierte er an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Sologesang bei Leopold Spitzer, Lied und Oratorium bei Charles Spencer und Musikdramatische Darstellung bei Reto Nickler und Ivan Parík. 2004 schloss er seine künstlerische Ausbildung mit Auszeichnung in Musikdramatischer Darstellung sowie in Lied und Oratorium ab. Als Sänger belegte er Meisterkurse bei Brigitte Fassbaender, Reri Grist, Nicolai Gedda, Olaf Bär, Horst Günter und Dietrich Fischer-Dieskau.

Bereits während seines Studiums sang Horst Lamnek Figaro in Figaros Hochzeit, Giove in La Calisto, Vater in Hänsel und Gretel, Gefängnisdirektor Frank in der Fledermaus und Kagler in Wiener Blut. Erste Engagements führten ihn als Sänger nach Meran, Salzburg, Mödling, Hainsdorf und an das Theater Regensburg. In der Saison 2003/2004 war er am Internationalen Opernstudio Zürich engagiert, wo er als Indianer in Die verkaufte Braut am Opernhaus Zürich debütierte.

Von 2004 bis 2006 gehörte Horst Lamnek zum Ensemble am Theater Ulm. Hier sang er u. a. Hidraot in Armide, Leporello in Giovanni, Don Magnifico in Cenerentola, Don Alfonso in Così und Fürst Ypsheim in Wiener Blut.

Seit 2006 ist er freischaffend tätig und gastierte seitdem an den Opernhäusern in Bonn, Essen, Hagen, Regensburg, Wiesbaden, Leipzig und am Landestheater Linz. Seit 2008 ist Horst Lamnek regelmäßiger Gast an der Komischen Oper Berlin als Leander in Die Liebe zu den drei Orangen, als Bill in Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny, als Erdal in Mikropolis (von C. Jost) und Frank in Die Fledermaus.

Horst Lamnek ist auch ein gefragter Lied- und Konzertsänger. Zu seinem Repertoire gehören Werke von Franz Schubert, Hans Pfitzner, Johannes Brahms, Robert Schumann, Igor Stravinsky, Hugo Wolf, Samuel Barber, Wolfgang Fortner, Frank Martin und Anton von Webern. 2003 führte er anlässlich des 100. Todestages von Hugo Wolf mit Tania Oppel (Sopran), Eva-Maria Riedl (Mezzosopran) und Charles Spencer (Klavier) das Italienische Liederbuch in Brezice (SLO) und Erba (I) auf. In Konzerten singt er mit Ensembles wie der Deutschen Kammerphilharmonie oder dem Stuttgarter Kammerorchester u. a. in Berlin (Philharmonie), Hamburg (Laeiszhalle), Bremen (Die Glocke), Madrid (Auditorio Nacional), Wien (Festwochen) oder Grafenegg (Musikfestival).

Auszeichnungen

  • 1999 Bayreuth-Stipendium vom Richard-Wagner-Verband
  • 2001 Sonderpreis im Gradus-Ad-Parnassum-Wettbewerb in Innsbruck
  • 2003 Preisträger beim Internationalen Ada-Sari-Wettbewerb der Vokalkunst in Nowy Sącz in Polen
  • 2004 Würdigungspreis der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien