Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Ihre Botschaft geht vollkommen anonym nur an das Administrator Team. Danke fürs Mitmachen, das zur Verbesserung des Systems oder der Inhalte beitragen kann. ACHTUNG: Wir können an Sie nur eine Antwort senden, wenn Sie ihre Mail Adresse mitschicken, die wir sonst nicht kennen!
unbekannter Gast
vom 19.06.2024, aktuelle Version,

Jüdischer Friedhof Baden

Jüdischer Friedhof in Baden in Niederösterreich

Der Jüdische Friedhof Baden befindet sich an der Halsriegelstraße südlich vom Stadtpfarrfriedhof Baden in der Stadtgemeinde Baden im Bezirk Baden in Niederösterreich. Der Jüdische Friedhof steht unter Denkmalschutz.

Geschichte

Der 1873 errichtete Jüdische Friedhof wurde in Folge mehrfach erweitert. Beerdigt wurden Juden aus den Gerichtsbezirken Baden und Pottenstein, dem Ort Gumpoldskirchen sowie Personen jüdischen Glaubens, welche während des Kuraufenthaltes in Baden bzw. Bad Vöslau und weiters in der Lungenheilanstalt in Alland verstorben sind. 1904/1906 wurde nach den Plänen des Architekten Wilhelm Stiassny eine Zeremonienhalle erbaut. Das Bauwerk im Jugendstil wurde im Zuge der Novemberpogrome 1938 in der Nacht vom 9. zum 10. November von Badener Bürgern gesprengt.[1][2]

Zu den auf den Friedhof bestatteten Personen gehört unter anderem die französisch-Schweizer Schriftstellerin und Friedensaktivistin Irma Schweitzer.[3]

In der Zeit von 2017 bis 2021 fand eine umfangreiche Sanierung des Friedhofs in mehreren Teilschritten statt, die vom Fonds zur Instandsetzung der jüdischen Friedhöfe in Österreich und dem Land Niederösterreich gefördert wurde. Unter anderem wurden das Friedhofswärterhaus und die Umfassungsmauern saniert und die schief stehenden und umgefallenen Grabsteine wieder aufgerichtet.[4][5]

Architektur

Der Friedhof wurde mehrmals bis zur Größe von 12.500 m² erweitert. Ein Seitentrakt der Zeremonienhalle, in dem sich auch die Wohnung des Friedhofswärters befand, ist heute noch erhalten.[1]

Siehe auch

Commons: Jüdischer Friedhof, Baden  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Thomas Eliser Schärf: Chewra Kadischa Baden bei Wien (Memento vom 1. August 2017 im Internet Archive). In: juedischegemeinde-baden.at, abgerufen am 31. Juli 2017.
  2. Im Zentrum die Stadt. In: jewishhistorybaden.com, abgerufen am 1. August 2017.
  3. Jacques Kaspar: † Irma Schweitzer-Meyer. In: Badener Neujahrsblätter. Band 44, 1969, S. 91–92 (e-periodica.ch).
  4. Sabine Daxberger: Neuer Glanz für letzte, jüdische Ruhe. In: noe.orf.at. 28. Juli 2021, abgerufen am 18. Februar 2023.
  5. Jüdischer Friedhof Baden nach Sanierung übergeben. In: www.nationalfonds.org. 21. Juni 2022, abgerufen am 18. Februar 2023.

License Information of Images on page#

Image DescriptionCreditArtistLicense NameFile
Jüdischer Friedhof in Baden, Niederösterreich. Eigenes Werk Andreas Stiasny ( talk )
CC BY-SA 3.0 at
Datei:Baden jüdischer Friedhof 2.jpg
The Wikimedia Commons logo, SVG version. Original created by Reidab ( PNG version ) SVG version was created by Grunt and cleaned up by 3247 . Re-creation with SVG geometry features by Pumbaa , using a proper partial circle and SVG geometry features. (Former versions used to be slightly warped.) Reidab , Grunt , 3247 , Pumbaa
CC BY-SA 3.0
Datei:Commons-logo.svg
Der Davidstern , Symbol des jüdischen Glaubens und jüdischen Volkes. Eigenes Werk Zscout370
Public domain
Datei:Star of David.svg