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vom 19.12.2016, aktuelle Version,

Jakobsleiter (Pflanze)

Jakobsleiter

Polemonium boreale in Spitzbergen

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Sperrkrautgewächse (Polemoniaceae)
Gattung: Jakobsleiter
Wissenschaftlicher Name
Polemonium
L.

Die Jakobsleitern (Polemonium, benannt nach der biblischen Jakobsleiter), auch Himmelsleiter oder Sperrkraut genannt, ist eine Gattung aus der Familie der Sperrkrautgewächse (Polemoniaceae), die rund 20 bis 30 Arten umfasst. Sie ist die namengebende Gattung der Familie der Polemoniaceae sowie der Unterfamilie der Polemonioideae.

Beschreibung

Jakobsleitern sind meist ausdauernde, selten einjährige, krautige Pflanzen. Ausdauernde Arten wachsen aus Rhizomen. Die sprossbürtigen Blätter sind wechselständig und gefiedert zusammengesetzt. Die Behaarung kann drüsig oder nichtdrüsig sein.

Die meist endständigen Blütenstände sind Rispen oder Köpfchen. Der Kelch und die Krone sind radiärsymmetrisch, alle Kelchzipfel sind von gleicher Form und Größe, die Krone ist flach ausgebreitet, radförmig oder trichterförmig.

Die Staubblätter setzen sämtlich auf gleicher Höhe im unteren Teil der Kronröhre an, die behaarten Staubfäden sind von gleicher Länge. Die Staubbeutel sind ebenso wie der Griffel eingeschlossen bis herausstehend, der Pollen mit 30 bis 100 Aperturen pantoaperturat.

Die Kapselfrüchte öffnen sich längs der Fächer, je Fach enthalten sie ein bis zwölf eiförmige bis elliptische Samen. Die Chromosomenzahl beträgt 2n=18.

Verbreitung

Die Gattung findet sich in Nordamerika und Eurasien in Wäldern, Buschland und an gemäßigt-feuchten Standorten.

Systematik

Polemonium caeruleum
Polemonium californicum
Polemonium pulcherrimum

Die Gattung umfasst rund 20 bis 30 Arten, darunter:

  • Polemonium antarcticum Griseb.
  • Polemonium boreale Adams; sie kommt im äußersten Norden Europas (Norwegen, Spitzbergen, Jan Mayen), Nordamerikas (Alaska, Kanada, Grönland) und Asiens (Sibirien bis Kamtschatka) vor[1]
  • Polemonium brandegeei (A. Gray) Greene
  • Polemonium caeruleum L.; sie kommt in Europa, Asien und Nordamerika vor; mit mehreren Unterarten, darunter:
    • Polemonium caeruleum subsp. caeruleum
    • Polemonium caeruleum subsp. himalayanum (Baker) H. Hara
    • Polemonium caeruleum subsp. villosum (Rudolph ex Georgi) Brand (Syn.: Polemonium acutiflorum Willd. ex Roem. & Schult.; Polemonium racemosum Kitam.)
    • Polemonium caeruleum subsp. yezoense (Miyabe & Kudô) H. Hara (Syn.: Polemonium yezoense (Miyabe & Kudô) Kitam.)
  • Polemonium californicum Eastw.; sie kommt in Idaho, Oregon, Washington und Kalifornien vor[1]
  • Polemonium carneum A. Gray
  • Polemonium caucasicum N. Busch
  • Polemonium chartaceum H. Mason; sie kommt nur in Kalifornien vor[1]
  • Polemonium chinense (Brand) Brand
  • Polemonium confertum A. Gray
  • Polemonium cuspidatum
  • Polemonium delicatum Rydb.
  • Polemonium elegans Greene; sie kommt nur in British Columbia und in Washington vor[1]
  • Polemonium eximium Greene
  • Polemonium foliosissimum A. Gray; sie kommt in den USA vor[1]
  • Polemonium grandiflorum Benth.
  • Polemonium hultenii Hara
  • Polemonium hyperboreum Tolm.
  • Polemonium longii Fernald
  • Polemonium macranthum Klokov
  • Polemonium mellitum (A. Gray) A. Nelson
  • Polemonium mexicanum Cerv. ex Lag.
  • Polemonium micranthum Benth. (Syn.: Polemonium gayanum Brand); sie kommt im westlichen Nordamerika, in Argentinien und in Chile vor[1]
  • Polemonium nevadense Wherry
  • Polemonium occidentale Greene; sie kommt in Kanada und in den USA vor[1]
  • Polemonium pauciflorum S. Watson
  • Polemonium pectinatum Greene; sie kommt nur in den USA (Washington) vor[1]
  • Polemonium pilosum (Greenm.) G. N. Jones
  • Polemonium pulcherrimum Hook.; sie kommt nur in Kanada und in den USA vor[1]
  • Polemonium reptans L.; sie kommt nur in den USA vor[1]
  • Polemonium sumushanense G. H. Liu & Ma
  • Polemonium vanbruntiae Britton; sie kommt nur im Nordosten der USA vor[1]
  • Polemonium viscosum Nutt.

Literatur

  • D.H. Wilken : Polemoniaceae. In: Klaus Kubitzki (Hrsg.): The Families and Genera of Vascular Plants – Volume VI – Flowering Plants – Dicotyledons – Celastrales, Oxalidales, Rosales, Cornales, Ericales, 2004, S. 300-312, ISBN 978-3-540-06512-8

Belege

  1. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 Polemoniaceae im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 24. Januar 2014
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