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vom 19.04.2020, aktuelle Version,

Johann Ignaz von Felbiger

Johann Ignaz Felbiger (aus der Allgemeinen deutschen Bibliothek, 19.  Band, 1773)

Johann Ignaz von Felbiger (* 6. Januar 1724 in Glogau, Herzogtum Glogau; † 17. Mai 1788 in Pressburg) war ein in der Habsburgermonarchie aktiver Bildungsreformer. Er befasste sich während seiner Zeit als Abt des Augustiner-Chorherrenstiftes Sagan mit Schulproblemen, da die vom Stift geführten katholischen Schulen der Konkurrenz der evangelischen Schulen unterlegen waren.

Leben

Er studierte die pädagogische Literatur seiner Zeit und besuchte die Berliner Realschule Johann Julius Heckers, eine zu jener Zeit als vorbildlich geltende Schule, zur Studie der verwendeten Methoden.

Felbiger hielt sich an die westeuropäischen Grundmodelle des 18. Jahrhunderts – den Grundgedanken dieser Modelle verhalf er auch in Österreich zum Durchbruch. 1774 verfasste er für Maria Theresia die „Allgemeine Schulordnung für die deutschen Normal-, Haupt- und Trivialschulen“.[1] Ferner machte er sich um die Ausgangsschrift an deutschen Schulen in den k.k. Ländern verdient. Die Grundlagen der Schulordnung blieben auch für die Maßnahmen Josephs II. maßgeblich, obwohl der Kaiser eigene Vorstellungen von den Methoden zur Sicherung des Ausbaus des Primarschulwesens hatte, die zunehmend in Konkurrenz zu Felbigers Vorstellungen traten. Die Enthebung Felbigers erfolgte daher 1781 im Zuge einer Umorganisation der Schulbehörden. Felbiger wurde auf die Propstei Pressburg abgeschoben, wo er 1788 starb.

Seit 1766 war er Ehrenmitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Im Jahr 1894 wurde in Penzing (Wien) (14. Bezirk) die Felbigergasse nach ihm benannt.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Siehe dazu Näheres im Artikel Bildungssystem in Österreich