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vom 06.12.2016, aktuelle Version,

Johann Kronbichler

Johann Kronbichler (* 1949 in Bruneck) ist ein Kunsthistoriker, Museumsdirektor und Dozent für Christliche Kunst.

Leben

Johann Kronbichler besuchte das Bischöfliches Knabenseminar Vinzentium in Brixen und das Klassische Lyzeum in Bruneck. Nach der Matura studierte er von 1970 bis 1976 Kunstgeschichte und Geschichte an der Universität Innsbruck und an der Universität Wien. Er wurde 1977 mit einer Dissertation über Michelangelo Unterberger zum Doktor der Philosophie promoviert.[1]

Von 1977 bis 1980 arbeitete er in der Denkmalpflege am Landeskonservatoriat in Innsbruck. Von 1980 bis 1993 war er als Diözesankonservator und Leiter des Diözesanmuseums in St. Pölten beschäftigt, bevor er von 1994 bis 2001 Direktor des Dommuseums zu Salzburg wurde. Ab 2001 bekleidete er die Ämter des Diözesankonservators und des Leiters des Diözesanmuseums in St. Pölten. Ferner amtierte er als Vorsitzender des Diözesankunstrates der Diözese St. Pölten. 2002 wurde er Dozent für Christliche Kunst an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten. Seit 2008 ist er Direktor des Diözesanmuseums der Hofburg in Brixen und wurde somit Nachfolger von Leo Andergassen.

Johann Kronbichler beschäftigt sich intensiv mit der Sakralkunst verschiedener Epochen und speziell der österreichische Barockmalerei.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • mit Alfred Sammer, Ferdinand Gutschi: Michelangelo Unterberger in seiner Wiener Zeit. Archiv der Akademie der Bildenden Künste, Wien 1992.
  • mit Manfred Koller, Christiane Pilshofer: Josef Adam Mölk (1714–1794). Sein Werk in Niederösterreich und Wien. St. Pölten 1994, ISBN 3-900884-05-6.
  • Erbe und Auftrag. Das Institut der Englischen Fräulein in St. Pölten 1706–2006. St. Pölten 2006, ISBN 3-901863-25-7.
  • Hofburg Brixen. Von der Residenz zum Museum. Schnell & Steiner, Regensburg 2010, ISBN 978-3-795-42307-0.

Einzelnachweise

  1. Dissertation von Johann Kronbichler (Universität Wien, 1976)