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vom 26.05.2017, aktuelle Version,

Johannes Krisch

Johannes Krisch (Premiere von Vielleicht in einem anderen Leben, 2011)

Johannes Krisch (* 1966 in Wien) ist ein österreichischer Schauspieler.

Leben und Wirken

Seit 1989 ist er Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. Er stand dort unter anderem in der österreichischen Erstaufführung von Sergi Belbels Die Zeit der Plancks auf der Bühne, zurzeit spielt er in Martin Kušejs Ottokar-Inszenierung den Milota von Rosenberg, außerdem ist er in Franzobels Wir wollen den Messias jetzt oder die beschleunigte Familie, und in Die Macht der Gewohnheit von Thomas Bernhard zu sehen.

Er arbeitet mit Regisseuren wie Claus Peymann, Jürgen Flimm, Hans Neuenfels, Ruth Berghaus, Leander Haussmann, Karlheinz Hackl, Paulus Manker und Philip Tiedemann zusammen. Krisch spielt weiters bei den Salzburger Festspielen und am Landestheater Liechtenstein. Ebenso steht er auch oft vor der Kamera für diverse Fernsehproduktionen. In Thomas Brezinas neuer Spielshow Drachenschatz verkörpert er den bösen Zauberer Merlox, der den Kandidaten Fallen stellt.

Im Mai 2003 brachte er mit Andy Radovan und seiner Band seine erste CD unter dem Titel Mirrors heraus, die Songverarbeitungen des von ihm verehrten Lou Reed und dessen Band The Velvet Underground enthält.

2008 spielte er die Hauptrolle in Götz Spielmanns Oscar nominierten Filmdrama Revanche. Im selben Jahr wird er für seine Darstellung in Freier Fall für den Nestroy-Theaterpreis als Beste Nebenrolle nominiert.

2010 spielte er die Rolle des Paul Schremser in Peter Patzaks Kottan ermittelt: Rien ne va plus. Im selben Jahr wirkte er in Elisabeth Scharangs Vielleicht in einem anderen Leben mit.

Beim Grazer Filmfestival Diagonale im März 2011 wurde er für seine Darstellungen in Die Vaterlosen, Vielleicht in einem anderen Leben und Kottan ermittelt: rien ne va plus mit dem Schauspielpreis ausgezeichnet.[1] Beim Österreichischen Filmpreis 2016 wurde er in der Kategorie Beste männliche Hauptrolle für Jack ausgezeichnet.[2] 2017 wurde ihm der Große Schauspielpreis der Diagonale zuerkannt.[3]

Krisch hat drei Söhne und eine Tochter.

Filmografie (Auswahl)

Krisch bei der Österreich ­premiere von 360 (2012)
  Commons: Johannes Krisch  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Diagonale: Diagonale-Schauspielpreis 2011
  2. Österreichischer Filmpreis: 13 Auszeichnungen für sechs Kinofilme mit ORF-Beteiligung. APA-Meldung vom 20. Jänner 2016, abgerufen am 20. Jänner 2016.
  3. derStandard.at: Diagonale 2017: Großer Schauspielpreis geht an Johannes Krisch. Artikel vom 24. Februar 2017, abgerufen am 24. Februar 2017.