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vom 11.11.2016, aktuelle Version,

Josef Daimer

Josef Daimer (* 30. Juli 1845[1] in Sand in Taufers, Südtirol; † 24. Juli 1909 ebenda) war Gemeindearzt seines Heimatortes und ein Pionier des Alpinismus im Tauferer Ahrntal.

Leben

Als begeisterter Bergsteiger begründete er 1873 die Sektion Taufers des damaligen Österreichischen Alpenvereins; es handelte sich um die fünfte Sektion Tirols.

Er ließ Wanderwege und Schützhütten erbauen und schrieb den ersten Gebietsführer des Tauferer Ahrntales. Am 4. September 1874 gelang ihm zusammen mit seinem Bruder Karl und geführt von Bergführer Stephan Kirchler die Erstbesteigung der 3253 m hohen III. Hornspitze am Hauptkamm der Zillertaler Alpen.

Insbesondere die Errichtung der Chemnitzer Hütte (auch Nevesjochhütte) im Jahr 1895 – durch die Sektion Chemnitz des Deutschen Alpenvereins – ging auf seine Initiative und Tatkraft zurück. Sie befindet sich am Nevesjoch auf 2419 m am Übergang zwischen Lappach im Mühlwalder Tal und Weißenbach im Weißenbachtal.

Für seine Verdienste wurde Daimer zum kaiserlichen Hofrat ernannt. Eine der Hauptstraßen von Sand in Taufers ist nach ihm benannt. Am 24. Juli 2009 wurde im Gedenken an seinen 100. Todestag am Naturparkhaus von Sand in Taufers eine Gedenktafel enthüllt.

In Innsbruck wurde er Mitglied der schlagenden Studentenverbindung Akademischer Gesangsverein.[2]

Veröffentlichungen

  • Meteorologische Beobachtungen der Alpenvereins-Stationen im Jahre 1879. In: Zeitschrift des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins 1880, S. 47-64.
  • (mit Rudolf Seyerlen) Die Rieserferner-Gruppe. In: wie vor, S. 381-427.
  • (mit dems.) Die Zillerthaler Gebirgsgruppe. In: ebd. 1882, S. 371-413.
  • Handbuch der österreichischen Sanitäts-Gesetze und Verordnungen, 2 Bde., Leipzig 1896–1898. Digitalisierte Ausgabe der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf

Literatur

  • Ingrid Beikircher: Dr. Josef Daimer (1845–1909) und die Alpingeschichte des Tauferer Ahrntales. Festschrift, Sand in Taufers 2009.

Einzelnachweise

  1. Südtirol: www.alpenverein.it/de/geschichte-der-sektion-1862-1900-36_143179.html, accessdate: 11. November 2016
  2. Albin Kulhanek: Chronik des AGV Innsbruck 1863–1906. Innsbruck 2003, S. 43.