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vom 13.04.2019, aktuelle Version,

Josef Haberfelner

Josef Haberfelner (* 2. Juli 1830 in Lunz am See; † 28. Februar 1913 ebenda) war ein österreichischer Bergwerksverwalter, der auch auf den Gebieten der Geologie, Mineralogie und Entomologie tätig war.

Leben

Haberfelner arbeitete zunächst als Hammerschmied in Lunz, später als Bergmann in Eisenerz und Beamter der Radwerke in Vordernberg, Eisenerz und Leoben. Von 1872 bis 1902 war er Bergverwalter (Betriebsleiter) im Kohlenbergbau in Lunz.

Er lehrte seit 1859 interimistisch an der Steigerschule in Leoben Mineralogie und Geologie. 1864 wurde er für seine Verdienste um die Geologie des Erzberges zum Korrespondenten der k. k. Geologischen Reichsanstalt ernannt[1].

Haberfelner sammelte in den Lunzer Schichten sowie in der Grauwackenzone Fossilien. Darunter waren erste silur-devonische Orthoceren und Trilobiten bei Eisenerz. Außerdem sammelte er fossile Pflanzen.

Haberfelner ist der Großvater des Geologen Erich Haberfelner (1902–1962).

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Entomologische Mittheilungen. (Col.). In: Societas entomologica. Organ für den internationalen Entomologen-Verein 3, 1888, S. 4–5
  • Ueber entomologische Zuchthäuser. In: Deutsche Entomologische Zeitschrift 1889, S. 389–394
  • Ueber Insekten-Wanderungen von und in die Alpen. In: Societas entomologica. Organ für den internationalen Entomologen-Verein. 4, 1889, S. 40–41
  • Resultate aus meinen Zuchthäusern. Die fünf Monochamus-Arten des Oetschergebietes in Nieder-Oesterreich. In: Societas entomologica. Organ für den internationalen Entomologen-Verein 6, 1891, S. 26–27
  • Ueber Erzgänge am Cinque-Valle bei Roncegno in Südtirol (Aus einem Schreiben an Herrn Oberbergrath Dr. G. Stache). In: Verhandlungen der Geologischen Bundesanstalt 1892, S. 318 online (PDF; 248 kB)
  • Die Trias in den Alpen mit ihren kohlenführenden Lunzer Schichten und deren bergmännische Bedeutung. Verlag R. Radinger, Scheibbs 1902

Literatur

  • J. G.: Bergverwalter Josef Haberfelner †. In: Mitteilungen der Geologischen Gesellschaft. 6, S. 166–167, PDF (243 kB) auf ZOBODAT.at.
  • G. Geyer: Josef Haberfelner †. In: Verhandlungen der Geologischen Reichsanstalt. 108 A, 1913, S. 108–109, PDF (310 kB) auf ZOBODAT.at.
  • Edmund Reitter: Notizen. In: Wiener Entomologische Zeitung. 32, 1913, S. 186 (Digitalisat).
  • H. Paris: Josef Haberfelner †. In: Oesterreichische Zeitschrift für Berg- und Hüttenwesen. 61, 1913, S. 363–364.
  • Elisabeth Kraus-Kassegg: Josef Haberfelner, Meister der Steine, ein Lebensbild. 1971. 2. Auflage, Österreichischer Agrarverlag, Klosterneuburg 1998, ISBN 3-7040-1446-X.
  • Helmuth Zapfe: Index Palaeontologicorum Austriae (= Catalogus fossilium Austriae Heft 15). Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1971, S. 41, PDF (401 kB) auf ZOBODAT.at.
  • Birgitt Achauer: Die Lunzer-Flora-Sammlung des Stiftes Seitenstetten. Eine Lehrsammlung von Josef Haberfelner. In: Berichte der Geologischen Bundesanstalt. 103, 2013, S. 7–14 (mit Bild) (PDF).

Einzelnachweise

  1. Birgitt Achauer: Die Lunzer-Flora-Sammlung des Stiftes Seitenstetten. Eine Lehrsammlung von Josef Haberfelner. In: Berichte der Geologischen Bundesanstalt 103, 2013, S. 7.