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vom 08.09.2016, aktuelle Version,

Josef Krames

Josef Leopold Krames (* 7. Oktober 1897 in Wien; † 30. August 1986 in Salzburg) war ein österreichischer Mathematiker.

Leben

Krames absolvierte 1915 das Gymnasium Wien-Währing und begann im Herbst desselben Jahres das Lehramtsstudium in den Fächern Mathematik und Darstellende Geometrie. Im Jahre 1917 legte er das erste Staatsexamen ab und begann mit dem Besuch mathematischer, philosophischer und pädagogischer Vorlesungen an der Universität Wien.

1920 promovierte er an der TU Wien bei Emil Müller mit dem Thema Die Regelfläche dritter Ordnung, deren Striktionslinie eine Ellipse ist. Im Frühjahr 1924 habilitierte er sich für projektive Geometrie ebenda. Nach dem Tod von Müller vertrat er ihn zunächst, nachdem als Nachfolger von Müller allerdings Erwin Kruppa berufen wurde, nahm er 1929 einen Ruf an die Deutsche Technische Hochschule Brünn an.

Im Jahr 1932 wurde Krames ordentlicher Professor für Darstellende Geometrie an der Technischen Universität Graz, wo er 1938/39 auch Vizerektor war. Von 1938 übernahm er die 2. Lehrkanzel für Darstellende Geometrie der TU Wien und wurde 1945 aufgrund der Entnazifizierungsgesetze entlassen. Nach Tätigkeit am Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen übernahm er 1957 die 1. Lehrkanzel für Darstellende Geometrie an der TU Wien, wo er im akademischen Jahr 1961/62 auch Rektor war.[1] 1969 zog er sich zurück.

Josef Krames lieferte wichtige Beiträge zur Geometrie in 110 Arbeiten.

Auszeichnungen

Literatur

  • Wunderlich, W.: Josef Krames. Nachruf (mit Schriftverzeichnis). Almanach der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. 137 (1987), S. 286-295.

Einzelnachweise

  1. TU Wien: RektorInnen und Dekane. Abgerufen am 26. März 2015.