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vom 13.01.2016, aktuelle Version,

Justizanstalt Linz

Die Justizanstalt Linz in der Pochestraße

Die Justizanstalt Linz ist ein landesgerichtliches Gefangenenhaus in der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz. Das Gefängnis ist organisatorisch dem Landesgericht Linz zugehörig.

Im Stammgebäude der Justizanstalt in der Pochestraße in Linz können 224 Gefangene, in der Außenstelle in Asten weitere 149 Inhaftierte untergebracht werden. Am 30. August 2007 waren diese 373 Gesamthaftplätze mit 365 Häftlingen belegt. Dies entspricht einer Auslastung der Anstalt von 97,86 %.[1] Konzipiert wurden die Haftplätze für die Anhaltung von männlichen und weiblichen Untersuchungshäftlingen aus dem Gerichtssprengel des Landesgerichts Linz sowie weiblichen Untersuchungshaftgefangenen des Landesgerichts Steyr (in der Außenstelle Steyr der Justizanstalt Garsten werden ausschließlich männliche Gefangene aufgenommen). Weiters können Haftstrafen bis zu einer Dauer von 18 Monaten, Ersatzfreiheitsstrafen für Verwaltungsdelikte und Finanzstrafhaften in der Justizanstalt Linz vollzogen werden. Errichtet wurde die Anstalt in den Jahren 1861 – 1864 als damals modernstes Gefangenenhaus der österreichisch-ungarischen Monarchie.

Außenstelle Asten

Im Jahr 1963 wurde das ehemalige Aussiedlerlager in der Marktgemeinde Asten zugekauft und der Justizanstalt als Außenstelle angeschlossen. Seit dem Frühjahr 2010 wird in der Außenstelle Asten mit dem Forensischen Zentrum Asten ein Zentrum für forensische Psychiatrie im Strafvollzug geführt. In diesem werden bereits behandelte, nicht zurechnungsfähige geistig abnorme Rechtsbrecher im Zuge der Langzeitrehabilitation untergebracht.[2]

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Einzelnachweise

  1. Anfragebeantwortung (PDF-Datei; 21 kB) der Bundesministerin für Justiz zum Thema Aktuelle Häftlingszahlen.
  2. Herbert Schorn: Leben als geistig abnormer Straftäter in Asten: Von Lethargie bis Lebensmut. Artikel in den Oberösterreichischen Nachrichten vom 27. Mai 2010.