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vom 15.01.2018, aktuelle Version,

KS Cracovia

KS Cracovia
Basisdaten
Name Miejski Klub Sportowy Cracovia
Sportowa Spółka Akcyjna
Sitz Krakau; Polen
Gründung 13. Juni 1906
Farben weiß-rot
Präsident Polen Janusz Filipiak
Website cracovia.pl
Erste Mannschaft
Trainer Polen Michał Probierz
Spielort Cracovia-Stadion
Plätze 15.114
Liga Ekstraklasa
2016/17 14. Platz
Heim
Auswärts

KS Cracovia (offiziell Klub Sportowy Cracovia) [kraˈkɔvʲa] ist ein polnischer Sportverein aus Krakau. Der am 13. Juni 1906 gegründete Verein war einer der ersten polnischen Fußballvereine neben den Klubs aus Lemberg und Rzeszów und gilt als der älteste auf heutigem polnischen Staatsgebiet gegründete noch existierende Fußballverein vor dem Stadtkonkurrenten Wisła Krakau.

Fußballabteilung

Die Heimspielstätte ist das Cracovia-Stadion. Dieses wurde Ende 2009 abgerissen, um an gleicher Stelle ein neues Stadion zu bauen. Seit Abschluss der Arbeiten fasst es 15.114 Zuschauer. Zudem wurde eine angeschlossene Sporthalle mit 2.300 Plätzen errichtet. Das erste Spiel im neuen Stadion wurde bereits im September 2010 ausgetragen, die endgültige Fertigstellung des Stadions erfolgte ein Jahr später.

Geschichte

Die Cracovia-Mannschaft von 1921

Im Jahr 1921 wurde Cracovia der erste polnische Fußballmeister und brachte es bis heute auf insgesamt fünf Meistertitel. Im Jahr 2004 stieg Cracovia erstmals seit 20 Jahren wieder in Polens Ekstraklasa auf und erreichte mit Platz 5 das beste Ergebnis in der seit 1962 bestehenden Liga.

2004 kehrte Cracovia in Polens erste Fußballliga zurück. Als Tabellendritter der Zweiten Liga für die Relegation qualifiziert, setzte Krakau sich in dieser mit zwei glatten 4:0-Siegen über Górnik Polkowice durch und nahm somit erstmals seit 1984 wieder an Polens oberster Spielklasse teil. In den vier vorangegangenen Spielzeiten (1966, 1969, 1982, 1983) nie über den drittletzten Platz in Polens Eliteklasse hinausgekommen, übertraf Cracovia in der Saison 2004/05 alle Erwartungen. Am ersten Spieltag überrannte Cracovia den MKS Lubin nach zwischenzeitlicher 5:0-Führung mit 5:2, erreichte beim Lokalrivalen und späteren Meister Wisła Krakau vor 11.000 Zuschauern ein 0:0 und etablierte sich frühzeitig in der oberen Tabellenhälfte. Bis zum 23. Spieltag, als man sich bis auf drei Punkte auf den Tabellendritten Legia Warschau herankämpfte, schien sogar eine Qualifikation für den UEFA-Pokal möglich. Am Ende erreichte Cracovia einen fünften Platz.

Saison 2008/09 - Klassenerhalt am "grünen Tisch"

In der Saison 2008/2009 erreichte Cracovia nur den 15. Platz in der Extraklasa, was den sportlichen Abstieg bedeutet hätte. Da jedoch LKS Lodz die Lizenz entzogen und auf den letzten Platz gesetzt wurde und gleichzeitig dem Zweitligameister und Lokalrivalen Widzew Lodz die Lizenz und der damit verbundene Aufstieg in die Ekstraklasa verwehrt wurde, rutschte Cracovia in der Abschlusstabelle noch auf Platz 14, was die Teilnahme an den Relegationsspielen bedeutet hätte. Durch die Lizenzverweigerung für Widzew Lodz entfielen diese und Cracovia spielte auch 2009/10 in der Ekstraklasa.

Saison 2009/10 - Der Verein etabliert sich in der Ekstraklasa

Die Saison 2009/2010 begann so chaotisch, wie die vorige geendet hatte: Nach nur zwei Spieltagen der Saison 2009/10 wurde Artur Płatek als Trainer entlassen und von Orest Lenczyk ersetzt. Dennoch hielt der Verein letztendlich souverän die Klasse und hatte letztendlich sieben Punkte Vorsprung zu den Abstiegsrängen. Für die Fans war außerdem sehr wichtig, dass man am 33.Spieltag im Derby gegen den größten Rivalen Wisła Krakau ein 1:1-Remis durch ein Tor in der Nachspielzeit schaffte, sodass Wisła im Meisterschaftskampf von Lech Posen auf Platz zwei verdrängt wurde, den das Team auch am letzten Spieltag nicht mehr verließ.[1]

Saison 2010/11 - Klassenerhalt im Endspurt

Auch die Spielzeit 2010/11 war vom Kampf um den Klassenerhalt geprägt. Während des größten Teils der Saison befand sich Cracovia auf einem der beiden Abstiegsplätze, von dem man sich am vorletzten Spieltag mit einem 3:0-Sieg über Jagiellonia Białystok lösen konnte. Trotz einer 0:1-Niederlage in Bełchatow am letzten Spieltag blieb man am Ende einen Punkt vor Arka Gdynia auf Rang 14 und sicherte sich somit den Verbleib in der Ekstraklasa.

Saisons 2011/12 und 2012/13 - Abstieg und Wiederaufstieg

In der Saison 2011/12 steckte Cracovia wie schon in der Vorsaison von Beginn an im Tabellenkeller fest und konnte sich im weiteren Verlauf nie von diesem absetzen. Zwei Spieltage vor Saisonende stand der Verein dann als erster Absteiger fest und beendete die Spielzeit auf dem letzten Platz. Als Tabellenzweiter der zweitklassigen 1. Liga in der Saison 2012/13 gelang dem Verein jedoch der sofortige Wiederaufstieg in die Ekstraklasa.

Erfolge

  • Gewinner der Österreichischen Meisterschaft für Polen: 1913
  • Polnischer Meister: 1921, 1930, 1932, 1937, 1948

Kader 2017/18

(Stand: 26. September 2017)

Nr. Position Name
2 Slowenien AB Matic Fink
3 Slowakei AB Michal Sipľak
4 Polen AB Piotr Malarczyk
5 Bosnien und Herzegowina MF Miroslav Čovilo
6 Polen AB Sylwester Lusiusz
7 Polen AB Jakub Wójcicki
8 Slowakei MF Milan Dimun
9 Slowakei ST Tomáš Vestenický
10 Estland ST Sergei Zenjov
11 Polen ST Mateusz Wdowiak
13 Polen MF Radosław Kanach
14 Polen MF Damian Dąbrowski
17 Polen MF Sebastian Steblecki
19 Spanien MF Javi Hernández
20 Polen MF Mateusz Szczepaniak
Nr. Position Name
21 Polen MF Adam Deja
23 Slowakei MF Jaroslav Mihalík
25 Polen MF Szymon Drewniak
26 Brasilien AB Deleu
29 Polen TW Grzegorz Sandomierski
30 Polen TW Adam Wilk
33 Polen AB Kamil Pestka
34 Ukraine AB Oleksij Ditjatew
39 Polen AB Michał Helik
40 Slowakei TW Michal Peškovič
46 Deutschland AB Lennard Sowah
87 Brasilien AB Diego Ferraresso
99 Polen ST Krzysztof Piątek
- Polen ST Sebastian Strózik

Europapokalbilanz

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
1983 UEFA Intertoto Cup Gruppenphase Ungarn  Videoton FC 1:9 0:6 (A) 1:3 (H)
1983 UEFA Intertoto Cup Gruppenphase Tschechien  FK Hvězda Cheb 0:4 0:2 (A) 0:2 (H)
1983 UEFA Intertoto Cup Gruppenphase Osterreich  SK Sturm Graz 3:1 2:0 (A) 1:1 (H)
2008 UEFA Intertoto Cup 1. Runde Weissrussland  FK Schachzjor Salihorsk 1:5 1:2 (H) 0:3 (A)
2016/17 UEFA Europa League 1. Qualifikationsrunde Mazedonien  KF Shkëndija 1:4 0:2 (A) 1:2 (H)

Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 10 Spiele, 1 Sieg, 1 Unentschieden, 8 Niederlagen, 6:23 Tore (Tordifferenz −17)

Bekannte Spieler

Trivia

Der bekannteste Anhänger des Vereins war Papst Johannes Paul II.[2]

Einzelnachweise

  1. http://www.kicker.de/news/fussball/intligen/intwettbewerbe/ekstraklasa/2009-10/30/0/spieltag.html
  2. Gott kickt immer mit. In: Spiegel Online. 24. Februar 2005, abgerufen am 5. Dezember 2014.