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vom 26.12.2017, aktuelle Version,

Karres

Karres
Wappen Österreichkarte
Wappen von Karres
Karres (Österreich)
Karres
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Imst
Kfz-Kennzeichen: IM
Fläche: 7,5 km²
Koordinaten: 47° 13′ N, 10° 47′ O
Höhe: 830 m ü. A.
Einwohner: 596 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 79 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6462
Vorwahl: 05412
Gemeindekennziffer: 7 02 06
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Nr. 91
6462 Karres
Website: www.karres.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Wilhelm Schatz (ÖVP - Heimatliste Karres)
Gemeinderat: (2016)
(11 Mitglieder)
6
5
6  5 
Insgesamt 11 Sitze
  • ÖVP: 6
  • BLK: 5

Lage der Gemeinde Karres im Bezirk Imst
Arzl im PitztalHaimingImstImsterbergJerzensKarresKarröstenLängenfeldMiemingMils bei ImstMötzNassereithObsteigOetzRietzRoppenSt. Leonhard im PitztalSautensSilzSöldenStamsTarrenzUmhausenWennsTirol (Bundesland) Lage der Gemeinde Karres im Bezirk Imst (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Blick auf Karres
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Karres ist eine Gemeinde mit 596 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Imst (Gerichtsbezirk Imst) des Bundeslandes Tirol (Österreich).

Geografie

Karres liegt im Oberinntal am Fuß des Tschirgant am sonnigen Südhang, Nahe der Mündung der Pitze in den Inn. Das Haufendorf liegt an einer Anhöhe über dem Inn, der hier eine Schlucht bildet.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden von Karres sind:

Geschichte

Funde aus der antiken Römerzeit, die in Karres gemacht wurden und heute im Tiroler Landesmuseum von Innsbruck präsentiert werden

Archäologische Grabungen (es wurden Merkur-Statuen, Mauerreste und Grundmauern einer Villa gefunden) beweisen, dass Karres schon zu römischen Zeiten besiedelt war. Jedoch geht man davon aus, dass eine Besiedlung bereits in der späten Bronzezeit (1300 – 800 v. Chr.) stattfand.

Seitdem Karres von Bayern eingenommen wurde, wurde der Ort vom Gericht Imst verwaltet. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts kam die Gemeinde zum Petersberg.

Um 1099 wird „Cherres“ ersturkundlich anlässlich der Schenkung einer dortigen Hube an das Domkapitel Augsburg genannt.[1] 1288 wird wiederum „Cherres“ im Tiroler Gesamturbar von Graf Meinhard II. genannt. Bis dahin wurde der Ort vom Gericht St. Petersberg verwaltet. Etwa 12 Jahre scheint Karres als Gemeinde auf, welche einen eigenen Dorfmeister (vergleichbar mit dem Bürgermeister) hatte.

In den Zeiten des Mittelalters wurde am Tschirgant Bergbau betrieben, der jedoch im 19. Jahrhundert wieder eingestellt werden musste. Beweise dafür sind zwei Knappenhäuser.

1810 kam das Dorf wieder zum Gericht Imst, dies wurde im Jahre 1817 jedoch wieder invertiert.[2] 1849 wurde Karres dem neu geschaffenen Gerichtsbezirk Silz zugeschlagen, 1907 jedoch an den Gerichtsbezirk Imst ausgeschieden.

Bevölkerungsentwicklung

Wappen

Die silbern-schwarze Spitze im Wappen von Karres stellt den Tschirgant dar, an dessen Fuße sich die Gemeinde befindet. Schlägel und Eisen verweisen auf die Bergbauvergangenheit.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft

Die Wald- und Wiesenflächen des Gemeindegebiets werden hauptsächlich von Nebenerwerbsbauern bewirtschaftet, daneben hat sich ein sanfter Tourismus etabliert.

Ausflugsziele

  Commons: Karres  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Band 1: Bis zum Jahr 1140. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 978-3-7030-0469-8, S. 243, Nr. 274.
  2. Geschichte von Karres. Mag. Michael Fritz, abgerufen am 3. März 2012.