Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Ihre Botschaft geht nur an das Administrator Team. Danke fürs Mitmachen, das zur Verbesserung des Systems oder der Inhalte beitragen kann. Ihre Nachricht (optional mit Ihrer E-Mail):
unbekannter Gast
vom 14.02.2020, aktuelle Version,

Kaviar (2019)

Filmdaten
Originaltitel Kaviar
Produktionsland Österreich
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2019
Länge 93 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
JMK 12[2]
Stab
Regie Elena Tikhonova
Drehbuch Robert Buchschwenter,
Elena Tikhonova
Produktion Ursula Wolschlager,
Oliver Auspitz,
Kurt J. Mrkwicka,
Andreas Kamm,
Franz Novotny,
Alexander Glehr
Musik Karwan Marouf
Kamera Dominik Spritzendorfer
Schnitt Cordula Werner,
Karin Hammer,
Alarich Lenz,
Daniel Prochaska
Besetzung

Kaviar ist eine österreichische Filmkomödie von Elena Tikhonova aus dem Jahr 2019 mit Margarita Breitkreiz, Darya Nosik, Sabrina Reiter, Mikhail Evlanov und Georg Friedrich. Die Premiere fand am 17. Jänner 2019 im Rahmen des Filmfestival Max Ophüls Preis in Saarbrücken statt, wo der Film den Publikumspreis Spielfilm gewann.[3][4] Der österreichische Kinostart erfolgte am 13. Juni 2019.[5] In Deutschland kam der Film am 4. Juli 2019 in die Kinos.[6]

Handlung

Die aus Russland stammende Nadja lebt in Wien, wo sie als Dolmetscherin für den Oligarchen Igor tätig ist. Der weiß nicht, was er mit seinem ganzen Reichtum anstellen soll, und kommt auf die Idee, eine luxuriöse Villa auf die Schwedenbrücke zu bauen. Nadja hält das für ein größenwahnsinniges Vorhaben und versucht daher, ihm das Projekt auszureden.

Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Vera beginnt Nadja selbst einen Gewinn bringenden Plan zu schmieden, der allerdings Igor nicht gefallen wird. Auch Klaus, Veras Ehemann, sieht seine Chance auf das große Geld, und fällt Nadja in den Rücken. Unterstützung erhält Nadja außerdem von Teresa, der Nachhilfelehrerin ihrer Kinder. Es beginnt ein komischer Kampf der Geschlechter.[7][5]

Produktion

Die Dreharbeiten fanden im Oktober und November 2016 in Wien und Niederösterreich statt.[5] Drehort war unter anderem der Karl-Wrba-Hof in Favoriten.[8]

Unterstützt wurde der Film vom Österreichischen Filminstitut, vom Filmfonds Wien, von Creative Europe MEDIA, vom Land Niederösterreich und von Filmstandort Austria, beteiligt war der Österreichische Rundfunk.[5]

Produziert wurde der Film von der Witcraft Filmproduktion GmbH, Novotny & Novotny sowie der MR Film.[9] Für Ton und Sounddesign zeichneten Sergey Martynyuk und Karim Weth verantwortlich, für das Kostümbild Theresa Ebner-Lazek und für das Szenenbild Hannes Salat und Julia Oberndorfinger.[5][7]

Bei dem Film handelt es sich um das Langspielfilmdebüt der in Obninsk geborenen und seit 2000 in Wien lebenden Regisseurin und Drehbuchautorin Elena Tikhonova.[3]

Rezeption

Christian Klosz befand auf Film plus Kritik, dass der Film stellenweise ganz nette Unterhaltung bieten würde, insgesamt wäre er aber zu brav und zu „glattgebügelt“ und an den entscheidenden Stellen zu mutlos, um nach der Sichtung länger im Gedächtnis zu bleiben.[10]

In Anspielung auf die im Mai 2019 bekannt gewordene Ibiza-Affäre schrieb Franco Schedl auf film.at von einem äußerst aktuellen österreichisch-russischen Szenario. Im Vergleich zu Ocean’s 8 sei diese Culture-Clash-Komödie in Form eines Heist-Movies mit russisch-österreichischem Team der starken Frauen eindeutig vorzuziehen. Die rasant erzählte Geschichte punkte mit schnellen Schnitten, witzigen Animationsszenen im Stil der Monty Pythons und einem Score, der die Handlung perfekt untermalt. Auch die Story würde glaubwürdig klingen, weil Elena Tikhonova genau weiß, wovon sie erzählt.[8]

Alexandra Seibel befand in der Tageszeitung Kurier, dass sich diese österreichische Klamotte über einen Strache-Effekt freuen dürfe, deren Komödienstoff plötzlich hart an der Realität anstreift. Allerdings fehle es ihr an „scharfem Wortwitz, dramaturgischer Raffinesse und visuellem Tempo“, um sich zur treffsicheren Satire aufzurüsten. Slapstick bliebe in biederem Klamauk stecken.[11]

Alexandra Seitz bezeichnet Kaviar in epd Film als "ein unheimliches Beispiel dafür, dass die Wirklichkeit immer noch viel grotesker ausfallen kann als ein Film, dessen Drehbuch von Anfang bis Ende Abstruses auf Aberwitziges türmt." Der derbe Humor reiche mitunter zwar ins anstrengend Alberne, vergnüglich aber sei der unbekümmerte Einfallsreichtum allemal, mit dem Tikhonova absurde Zuspitzungen entwerfe und nach allen Seiten gleichermaßen austeile. "Für Glanzlichter der Hochkomik sorgt zudem ein entfesselt aufspielender Georg Friedrich in der Rolle des windigen Klaus; wenn je einer »russisch« – was im Wienerischen so viel bedeutet wie: schlampig, provisorisch und gepfuscht – verkörperte, dann er."[12]

Auszeichnungen und Nominierungen

Filmfestival Max Ophüls Preis 2019[13]

  • Publikumspreis Spielfilm

Filmfestival Kitzbühel 2019

  • Auszeichnung in der Kategorie Beste Regie (Elena Tikhonova)

Österreichischer Filmpreis 2020

  • Nominierung in der Kategorie Bester männlicher Darsteller (Georg Friedrich)[14]
  • Nominierung in der Kategorie Beste Maske (Sam Dopona)
  • Nominierung in der Kategorie Beste Musik (Karwan Marouf)

Einzelnachweise

  1. Freigabebescheinigung für Kaviar. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 187785/K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Alterskennzeichnung für Kaviar. Jugendmedien­kommission.
  3. 1 2 Filmfestival Max-Ophüls-Preis: Kaviar. Abgerufen am 12. Jänner 2019.
  4. Max-Ophüls-Filmfestival beim Jubiläum mit zahlreichen Österreichern. Artikel vom 14. Dezember 2018, abgerufen am 12. Jänner 2019.
  5. 1 2 3 4 5 Österreichisches Filminstitut. Abgerufen am 13. Dezember 2018.
  6. "Kaviar": Trailer zur Gauner-Komödie mit typisch österreichischem Charme. Artikel vom 12. Mai 2019, abgerufen am 14. Mai 2019.
  7. 1 2 Kaviar bei crew united. Abgerufen am 12. Januar 2019.
  8. 1 2 film.at: "Kaviar": Das Ibiza-Video als Wien-Film?. Artikel vom 12. Juni 2019, abgerufen am 12. Juni 2019.
  9. Novotny & Novotny: Kaviar. Abgerufen am 12. Jänner 2019.
  10. Kaviar: Kritik – Film plus Kritik – Online-Magazin für Film und Kino. Artikel vom 14. Mai 2019, abgerufen am 14. Mai 2019.
  11. Kurier: Filmkritik zu "Kaviar": Sexfalle mit Schlafmittel. Artikel vom 13. Juni 2019, abgerufen am 14. Juni 2019.
  12. Alexandra Seitz: Kritik zu Kaviar. In: epd Film. 21. Juni 2019, abgerufen am 4. Juli 2019.
  13. Filmfestival Max-Ophüls-Preis: Die Preisträger·innen 2019. Abgerufen am 19. Jänner 2019.
  14. Nominierungen Österreichischer Filmpreis 2020. In: Akademie des Österreichischen Films. Abgerufen am 4. Dezember 2019.