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vom 16.05.2017, aktuelle Version,

Klaus Händl

Klaus Händl (l.) mit Schauspieler Lukas Turtur aus Kater (2017)

Klaus Händl, als Künstler Händl Klaus (* 17. September 1969 in Rum[1][2]), ist ein österreichischer Schriftsteller, Filmregisseur und Dramatiker.

Leben

Händl Klaus wurde als Klaus Händl in Rum geboren. Nach der Matura am Akademischen Gymnasium Innsbruck und einer Schauspielausbildung bei Julia Gschnitzer und Eva Zilcher in Wien war er 1991 und 1992 am Schauspielhaus Wien unter der Leitung Hans Gratzers engagiert.[1] Bis 2005 wirkte er gelegentlich in Spielfilmen u.a. von Christian Berger, Urs Egger, Michael Haneke, Jessica Hausner, Dagmar Knöpfel, Franz Novotny, Wolfram Paulus, Thomas Roth, Marc Rothemund, Ulrike Schweiger, Douglas Wolfsperger mit.

1994 trat er mit dem Prosaband (Legenden), erschienen im Literaturverlag Droschl in Graz, literarisch in Erscheinung, wofür er den Robert Walser Preis sowie den Rauriser Literaturpreis erhielt. Im Folgejahr nahm er am Ingeborg-Bachmann-Preis 1995 teil. Im Jahre 1996 wurde sein Hörspiel Kleine Vogelkunde (ORF) als Hörspiel des Jahres ausgezeichnet. Für seinen Debütfilm als Autor und Regisseur März über die Auswirkungen des gemeinsamen Freitods dreier junger Männer in Tirol gewann er ebenfalls Auszeichnungen.

Händl Klaus unterrichtet an der Universität für Angewandte Kunst Wien in der Klasse für Bühnen- und Filmgestaltung. Er lebt heute in Wien, Berlin und Port am Bielersee (Schweiz).

Werke

  • 1994 (Legenden). 35 Prosastücke. Droschl Verlag Graz
  • 1995 Satz Bäurin. Klagenfurter Texte. Piper Verlag
  • 1996 Kleine Vogelkunde. Hörspiel. Regie: Martin Sailer ORF
  • 2000 recitativo. Literatur und Kritik
  • 2001 Ich ersehne die Alpen; So entstehen die Seen. Stück. Uraufführung beim Festival Steirischer Herbst, Rowohlt Theaterverlag
  • 2002 Häftling von Mab. Opernlibretto; Musik: Eduard Demetz, Tiroler Landestheater
  • 2003 (WILDE)Mann mit traurigen Augen. Uraufführung beim Festival Steirischer Herbst und Schauspiel Hannover 2003, Abdruck in Theater heute
  • 2006 Dunkel lockende Welt. Stück. Uraufführung an den Münchner Kammerspielen, Regie Sebastian Nübling, Rowohlt Theaterverlag, Schweizer Erstaufführung am Theater Biel-Solothurn und Österreichische Erstaufführung am Burgtheater Wien
  • 2006 Vom Mond. Libretto. Uraufführung am Tiroler Landestheater durch das sirene Operntheater, Musik: Klaus Lang, Regie: Kristine Tornquist.
  • 2006 Dunkel lockende Welt. Hörspiel. Regie: Erik Altorfer, Musik: Martin Schütz, DRS2
  • 2008 März (Kinospielfilm, Drehbuch und Regie)
  • 2008 Die Glocken von Innsbruck läuten den Sonntag ein von Ruedi Häusermann mit Texten von Händl Klaus, Kasino Burgtheater Wien
  • Stücke, Literaturverlag Droschl Graz, ISBN 9783854207030
  • 2010 Furcht und Zittern. Singspiel. Musik Lars Wittershagen. Uraufführung Münchner Kammerspiele und Ruhrtriennale, Regie: Sebastian Nübling. Rowohlt Theaterverlag
  • 2010 Marderin im Dirndl. Hörspiel. Regie: Erik Altorfer, Musik: Martin Schütz, DRS2
  • 2011 Bluthaus (Libretto zur gleichnamigen Oper von Georg Friedrich Haas). Uraufführung am 29. April 2011 bei den Schwetzinger Festspielen
  • 2012 Meine Bienen. Eine Schneise. Musikstück. Uraufführung bei den Salzburger Festspielen 2012, Regie: Nicolas Liautard, Musik: Musicbanda Franui
  • 2013 Eine Schneise. Hörspiel. Regie: Erik Altorfer, Musik: Martin Schütz. Mit Jens Harzer, André Jung, Sophie Rois, Kristof Van Boven WDR (Der gesunde Menschenversand, Luzern 2016, ISBN 978-3-03853-027-5)
  • 2013 Thomas (Libretto zur gleichnamigen Oper von Georg Friedrich Haas). Uraufführung bei den Schwetzinger SWR Festspielen 2013
  • 2015 Wilde (Libretto zur gleichnamigen Oper von Hèctor Parra). Uraufführung bei den Schwetzinger SWR Festspielen
  • 2016 Kater (Kinospielfilm, Drehbuch und Regie)
  • 2016 Koma (Libretto zur gleichnamigen Oper von Georg Friedrich Haas). Uraufführung bei den Schwetzinger SWR Festspielen 2016

Filmrollen

Auszeichnungen

  Commons: Klaus Händl  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Klaus Händl. In: Literatur Lexikon Tirol. Forschungsinstitut Brenner-Archiv, Universität Innsbruck, abgerufen am 23. Februar 2016.
  2. Biografie beim Literaturverlag Droschl. Abgerufen am 23. Februar 2016.
  3. FAZ vom 6. Januar 2011, Seite 30: Gabe, Gift
  4. outstanding artist award 2016. Abgerufen am 6. April 2017.
  5. Thomas Pluch Drehbuchpreise. Abgerufen am 31. März 2017.