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vom 16.08.2017, aktuelle Version,

Kurt Mehlhorn

Kurt Mehlhorn, Direktor des Max-Planck-Instituts für Informatik an der Universität des Saarlandes (Foto: Manuela Meyer)

Kurt Mehlhorn (* 29. August 1949 in Ingolstadt) ist ein deutscher Informatiker.

Leben

Kurt Mehlhorn studierte von 1968 bis 1971 Mathematik und Informatik an der Technischen Universität München und promovierte 1974 an der Cornell University in Ithaca (New York) bei Robert Constable mit dem Thema „Polynomial and Abstract Subrecursive Classes“[1]. Er ging anschließend an die Universität des Saarlandes in Saarbrücken und wurde 1975 zum Professor ernannt. Er ist seit 1990 Direktor am Max-Planck-Instituts für Informatik in Saarbrücken und seit August 2016 im wissenschaftlichen Rat des Europäischen Forschungsrates. Von 2002 bis 2008 war er Vizepräsident[2] der Max-Planck-Gesellschaft. Er gründete 1995 zusammen mit Stefan Näher und Christian Uhrig die Algorithmic Solutions Software GmbH, die sich unter anderem mit der Weiterentwicklung und dem Vertrieb der Softwarebibliothek LEDA (Library of Efficient Data Types and Algorithms) beschäftigt.

Er heiratete 1972 Ena Friedrichson und hat drei Kinder.

Werk

Mehlhorn beschäftigt sich vor allem mit Datenstrukturen, Graphentheorie, Algorithmen, Komplexitätstheorie und der Erstellung von Programmbibliotheken.

Er wurde für seine Leistungen zusammen mit Günter Hotz und Wolfgang Paul 1987 mit dem Leibnizpreis ausgezeichnet.

Veröffentlichungen

Festschrift

  • Susanne Albers (Hrsg.): Efficient algorithms : essays dedicated to Kurt Mehlhorn on the occasion of his 60th birthday, Berlin ; Heidelberg ; New York, NY : Springer 2009, ISBN 978-3-642-03455-8.

Auszeichnungen und Mitgliedschaften (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. Mathematics Genealogy Project
  2. http://www.mpg.de/bilderBerichteDokumente/dokumentation/pressemitteilungen/2008/pressemitteilung200806251/index.html/Pressemitteilung
  3. siehe umfangreichen Lebenslauf bei der Academia unter http://www.ae-info.org/ae/User/Mehlhorn_Kurt/CV
  4. Mitgliedseintrag von Prof. Dr. Kurt Mehlhorn (mit Bild) bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 18. Juli 2016.