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vom 20.04.2017, aktuelle Version,

Landes-Hypothekenbank Steiermark

  Landes-Hypothekenbank Steiermark AG
Staat Osterreich Österreich
Sitz Graz
Rechtsform Aktiengesellschaft
Bankleitzahl 56000[1]
BIC HYSTAT2GXXX[1]
Gründung 17. Juli 1930
Website www.hypobank.at
Geschäftsdaten 2016[2]
Bilanzsumme 3,910 Mio. Euro
Kundenkredite 2,614
Mitarbeiter 207
Geschäftsstellen 14 (Filialen u. Beratungsbüros)
Leitung
Vorstand Martin Gölles
Bernhard Türk
Aufsichtsrat Martin Schaller (seit 25.09.2014)

Die Landes-Hypothekenbank Steiermark AG ist eine österreichische Regionalbank mit Sitz in Graz. Sie betreibt derzeit Filialen in Feldbach, Fürstenfeld, Graz, Judenburg, Leibnitz, Schladming, ein Beratungsbüro in Bruck/Mur und eine Bank-Außenstelle im LKH Deutschlandsberg. Am Standort Paulustorgasse4, in Graz wird das "PREMIUM.PrivateBanking" angeboten. Sie befindet sich zu 74,99996 % im Eigentum der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG und zu 25,00004 % im Eigentum des Landes Steiermark.

Geschichte

Die Gründung einer Landes-Hypothekenbank in der Steiermark wurde erstmals 1854 gefordert, ab 1863 wurde immer wieder im Steiermärkischen Landtag darüber debattiert. Stattdessen wurden aber andere Banken gegründet, die Pfandbriefe ausstellen durften und damit langfristige und sichere Bodenkredite erst möglich machten. In anderen Bundesländern gab es hingegen schon länger Hypothekenbanken: in Niederösterreich seit 1888, in Oberösterreich seit 1890, 1895/96 folgte Kärnten, 1897 Vorarlberg, 1898 Tirol, 1909 Salzburg, 1928 das Burgenland und 1929 wurde eine Hypothekenbank in Wien eröffnet.

Am 17. Juli 1930 wurde auch in der Steiermark bei der steirischen Landtagssitzung das Landes-Hypothekenanstalt-Gesetz mit den Statuten beschlossen und somit eine eigene „Landes-Hypothekenanstalt“ gegründet. Ebenfalls in der Landtagssitzung vom 17. Juli 1930 wurde erstmals das Kuratorium gewählt. Es trat am 4. Oktober 1930 zur konstituierenden Sitzung zusammen und wählte auch das Präsidium. Die Bank erhielt vom Land zur Aufnahme der Geschäftstätigkeit ein rückzahlbares Startkapital in der Höhe von 50.000 Schilling. Ihr erstes Geschäftslokal (Eröffnung am 2. März 1931) hatte die Landes-Hypothekenanstalt für Steiermark im 1. Stock des Grazer Landhauses. Erster Direktor des neuen Institutes wurde Hofrat Ludwig Koban (Bankdirektor 1931 bis 1956, Regierungsdirektor 1935 bis 1938, Landesamtsdirektor 1945–1950), der in erster Linie Leiter der Finanzabteilung des Landes war und nebenher die „Landes-Hypothekenanstalt für Steiermark“ leitete.

Mitte Mai 1932 konnte die HYPO eine Hälfte des Gassenlokales in der Herrengasse, rechts vom Eingangstor des Landhauses, in welchem bisher der Landesfremdenverkehrsfonds untergebracht war, als Kassenschalter einrichten und damit den Kassenkunden einen direkten Zugang von der Grazer Herrengasse kommend, bieten. Das erste Geschäftsjahr erstreckte sich rechnungsmäßig bis zum 31. Dezember 1932 und umfasste somit den Zeitraum vom 1. März 1931 bis Jahresende 1932, also 22 Monate. Die Bilanzsumme betrug 5.989.028,47 Schilling. Die Gewinn- und Verlustrechnung erbrachte sogar einen bescheidenen Überschuss, obwohl bereits in der ersten Gebarungsperiode die gesamten Gründungskosten von 44.903,48 Schilling abgedeckt werden konnten.

In den Jahren bis 1937 stieg die Bilanzsumme des Institutes von 5,9 Millionen Schilling auf 17,4 Millionen Schilling. Mit dem Einmarsch der deutschen Truppen 1938 wurde das Kuratorium aufgelöst und ein kommissarischer Verwalter eingesetzt.

1939 übersiedelte die Bank in die Radetzkystraße 15, da die neue Gauleitung ihre Räume im Landhaus brauchte. Das neue Geschäftslokal wurde aus der in Liquidation befindlichen Deutschen Vereinsdruckerei erworben. Bis heute befindet sich hier der Firmensitz.

1945 gab es auch in der Landes-Hypothekenanstalt einen Neuanfang. Statt eines kommissarischen Verwalters wurde wieder ein Kuratorium eingeführt. Erster Oberkurator wurde Josef Wallner. In den Zeiten des Wiederaufbaues erfuhr auch die Bank eine Ausweitung ihrer Geschäftstätigkeit. Von 1945 bis 1954 stieg der Darlehensstand von 29,7 Millionen Schilling auf 99 Millionen Schilling. Analog zum allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung Österreichs nach Kriegsende und speziell nach dem Staatsvertrag 1955 verlief auch die Entwicklung der „Landes-Hypothekenanstalt“ sehr erfolgreich. In der Folge begann die „Bank“ gewissermaßen aus den Nähten zu platzen, sodass eine räumliche Ausweitung erforderlich war.

1971 wurde die erste Filiale beim Landeskrankenhaus errichtet. 1973 wurde das Haus Radetzkystraße 17 von der „Kammer der gewerblichen Wirtschaft“ gekauft. 1975 ändert die Bank ihren Firmenwortlaut auf „Landes-Hypothekenbank Steiermark“. Neue Filialen wurden errichtet, 1977 die erste außerhalb von Graz in Schladming. 1981 wandelte sich die Landes-Hypothekenbank zur Universalbank, anstelle von Kuratorium und Direktoren traten Aufsichtsrat und Vorstand.

1995 wurde die Landes-Hypothekenbank Steiermark in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. 100 %-Eigentümer blieb das Land Steiermark. 1998 verkaufte das Land 49 % seiner Anteile an die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG. 2002 reduzierte das Land Steiermark auf 25 % plus eine Aktie.

2014: Als vertriebsorientierter Teil einer starken Finanzgruppe (RLB Steiermark) unter Beteiligung des Landes Steiermark richtet sich der Fokus der Landes-Hypothekenbank Steiermark AG vor allem auf anspruchsvolle Privatkunden, Ärzte und Freie Berufe, Wohnbaugesellschaften, Immobilienprojektfinanzierungen sowie Kunden aus dem öffentlichen Bereich.

Dieser auch im Jahr 2016 erfolgreich fortgesetzte Weg spiegelt sich in einem starken operativen Ergebnis wider.

Auszeichnungen 2016

"1. Platz Geldanlage Filialbanken" Test in Service & Beratung Graz (ÖGSV Gesellschaft für Verbraucherstudien GmbH), "Sehr gute Kundenorientierung" (RECOMMENDER FMVÖ Finanzmarketingverband), "Gewinner 2016" (Dfa, österr. dachfonds award), "TOP 10" Private Banking (Prüfinstanz.de)

Auszeichnungen 2017

"TOP Arbeitgeber 2017" Beste steirische Bank, Branche Banken & Finanzdienstleistungen (trend, kununu, statista), "Service-Award 2017" Beratung vor Ort (ÖGSV Gesellschaft für Verbraucherstudien GmbH)

Einzelnachweise

  1. 1 2 Abfrage für BLZ 56000. In: SEPA-Zahlungsverkehrs-Verzeichnis der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB). (Neuladen des Browsers erforderlich.)
  2. Angaben laut Jahresfinanzbericht 2016