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vom 23.02.2016, aktuelle Version,

Landeskrankenhaus Hall

Das Landeskrankenhaus Hall in Hall in Tirol befindet sich in der Milser Straße 10. Das Krankenhaus verfügt auch über einen Landeplatz für die Flugrettung mit der Kennung LOII.

Geschichte

Mit 1. Jänner 2011 wurden das Allgemeine öffentliche Bezirkskrankenhaus Hall (BKH) und das Psychiatrische Krankenhaus (PKH) zum Landeskrankenhaus Hall vereinigt. Das Allgemeine öffentliche Krankenhaus 15 Kilometer von Innsbruck entfernt war ein Standardkrankenhaus mit 276 stationären Betten, wo pro Jahr ca. 23.000 Patienten behandelt wurden. Es geht auf das Spital zum Heiligen Geist, 1342 am Unteren Stadtplatz begründet, zurück, und befand sich ab 1845 am Damenstift. 1911 erwarb die Stadt das Knollanwesen, und erbaute das Krankenhaus neu. Das Psychiatrische Krankenhaus war in der Thurnfeldgasse 1830 als die k. k. Irrenanstalt Hall in Tirol eingerichtet worden, und ist heute eine Abteilung.[1]

Das Krankenhaus der Tiroler Landeskrankenanstalten (TILAK) ist als akademisches Lehrkrankenhaus eingestuft, wobei in Hall im Jahre 2004 die Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik situiert wurde, wo auch die TILAK Mehrheitseigentümer ist. Dafür wurde seit 2004 das Eduard-Wallnöfer-Zentrum angrenzend an BKH und PKH errichtet. Seit 2010 läuft ein Bauprojekt zur Modernisierung der Behandlungsräume unter dem Verwaltungsdirektor Reinhard Wolf nach den Plänen des Architekten Johann G. Waldhart. Ambulant werden bei 147.000 Besuchen rund 93.000 Patienten versorgt, es hat über 500 Betten und um die 1150 Mitarbeiter.

Gräberfeld

Im Zuge der Vorbereitungen für Bauarbeiten wurde auf einer Wiese ein Gräberfeld mit Überresten von ca. 220 Personen entdeckt, welche vermutlich zwischen 1942 und 1945 beerdigt wurden. Im Zuge der Fusion der zwei Krankenanstalten zum Landeskrankenhaus Hall mit Jahresbeginn 2011 wurde die Angelegenheit der Öffentlichkeit bekannt gemacht. Die Bauarbeiten sind derzeit gestoppt, Gerichtsmediziner untersuchen derzeit die Überreste. Der Innsbrucker Historiker Horst Schreiber berichtet, dass die Umstände auch historisch noch zu bearbeiten sind. [2] Die Krankenanstalt war in der NS-Zeit eine Zwischenanstalt des Euthanasieprogramms für das Gebiet Tirol und Vorarlberg vor der Verbringung der Betroffenen nach Linz und deren Vernichtung in der NS-Tötungsanstalt Hartheim.[3]

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Einzelnachweise

  1. Geschichte, tilak.at → Krankenhäuser → Das Landeskrankenhaus Hall;
    Psychiatrische Landschaften, tilak.at → Krankenhäuser → Das Landeskrankenhaus Hall → Geschichte;
    Psychiatrische Landschaften. Die Psychiatrie und ihre Patientinnen und Patienten im historischen Raum Tirol-Südtirol von 1830 bis zur Gegenwart / L'assistenza psichiatrica istituzionale e territoriale nell'area del Tirolo storico (secoli XIX-XXI). Interreg IV-Projekt Italien-Österreich (2008–2011), psychiatrische-landschaften.net.
  2. ORF Tirol Hall in Tirol: Vermutlich Gräber von NS-Opfern entdeckt, ORF Tirol 3. Jänner 2011
  3. Der Standard Hall in Tirol: Gräberfeld mit NS-Euthanasie-Opfern entdeckt, red/APA 3. Jänner 2011