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vom 06.02.2016, aktuelle Version,

Landeswahlkreis Kärnten

Wahlkreis 2: Kärnten
Staat Österreich
Bundesland Kärnten
Wahlkreisnummer 2
Anzahl der Mandate 13
Wahlberechtigte 444.586 (2013)[1]
Wahlbeteiligung 72,5 %[1]
Wahldatum 29. September 2013
Abgeordnete

Der Landeswahlkreis Kärnten ist ein Landeswahlkreis in Österreich, der bei Wahlen zum Nationalrat für die Vergabe der Mandate im zweiten Ermittlungsverfahren gebildet wird. Der Wahlkreis umfasst das Bundesland Kärnten. Bei der letzten Nationalratswahl 2008 waren im Landeswahlkreis Kärnten 444.586 Personen wahlberechtigt, wobei bei der Wahl das Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ) mit 32,4 % als stärkste Partei hervorging. Von den acht zu vergebenden Grundmandaten entfielen vier Mandate auf die SPÖ, die Österreichische Volkspartei (ÖVP) ein Mandat. Des Weiteren konnten die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ)zwei Mandate und die Die Grünen – Die Grüne Alternative (GRÜNE) ein Mandat erzielen.[1]

Geschichte

Nach dem Ende des Staates Österreich-Ungarn wurde mit der Wahlordnung 1918 für die Wahl der konstituierenden Nationalversammlung der Wahlkreis Kärnten (Wahlkreis 24) geschaffen, der zunächst neben dem Bundesland Kärnten auch die Gemeinde Weißenfels (Krain) umfasste.[2] Der Wahlkreis blieb in der Folge auch nach der Nationalrats-Wahlordnung 1923 erhalten,[3] die 1934 von der austrofaschistischen Regierung außer Kraft gesetzt wurde. Die ursprüngliche Einteilung der Wahlkreise wurde jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg mit dem Verfassungsgesetz vom 19. Oktober 1945 wieder eingeführt.[4] Von den folgenden Änderungen der Nationalrats-Wahlordnungen war der Wahlkreis Kärnten nicht betroffen, mit der Nationalrats-Wahlordnung 1971, durch die die Anzahl der Wahlkreise auf neun reduziert wurde, änderte sich lediglich die Nummer des Wahlkreises Kärnten (nun Wahlkreis 2).[5] Erst mit Inkrafttreten der Nationalrats-Wahlordnung 1992 wurde das österreichische Bundesgebiet in 43 Regionalwahlkreise unterteilt und somit ein drittes Ermittlungsverfahren eingeführt, wobei der Landeswahlkreis Kärnten in die Regionalwahlkreise Klagenfurt (2A), Villach (2B), Kärnten West (2C) und Kärnten Ost (2D) unterteilt wurde.[6] Der Landeswahlkreis Kärnten erhielt in der Folge 1993 13 Mandate zugewiesen,[7] wobei die Neuberechnung der Mandatsverteilung zwischen den Bundesländern im Jahr 2002 (nach den Ergebnissen der Volkszählung 2001) keine Veränderung im Landeswahlkreis Burgenland bewirkte.[8]

Wahlergebnisse

Nationalratswahl im WK Kärnten 2013
 %
40
30
20
10
0
32,4  %
(+4,3 %p)
10,8  %
(-27,7 %p)
15,2  %
(+0,6 %p)
17,9  %
(+10,3 %p)
11,8  %
(+4,9 %p)
6,9  %
(n. k.)
3,7  %
(n. k.)
1,3  %
(-3,0 %p)
2009



2013



Nationalratswahlen im Landeswahlkreis Kärnten[1][9]
Wahltermin GM[10] SPÖ ÖVP FPÖ GRÜNE BZÖ FRANK LIF und NEOS – Das Neue Österreich und Liberales Forum Sonstige
9. Oktober 1994 Stimmenanteile (%) 39,5 16,4 33,5 5,9 - - 3,8 0,8
13 Grundmandate 5 2 4 0 - - 0 0
17. Dezember 1995 Stimmenanteile (%) 40,8 18,5 32,7 3,5 - - 3,6 1,0
13 Grundmandate 5 2 4 0 - - 0 0
3. Oktober 1999 Stimmenanteile (%) 35,7 16,3 38,6 5,5 - - 2,6 1,3
13 Grundmandate 4 2 5 0 - - 0 0
24. November 2002 Stimmenanteile (%) 38,3 30,5 23,6 6,2 - - 0,9 0,5
13 Grundmandate 4 3 3 0 - - 0 0
1. Oktober 2006 Stimmenanteile (%) 35,4 21,2 7,3 7,5 24,9 - - 3,7
13 Grundmandate 4 2 0 0 3 - - 0
28. September 2008 Stimmenanteile (%) 28,1 14,6 7,6 6,9 38,5 - 1,5 2,8
13 Grundmandate 3 1 0 0 5 - 0 0
29. September 2013 Stimmenanteile (%) 32,4 15,2 17,9 11,8 10,8 6.9 3,7 1,3
13 Grundmandate 4 1 2 1 0 0 0

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 Ergebnis der Nationalratswahl 2013 auf den Seiten des Bundesministeriums für Inneres
  2. Wahlordnung 1918
  3. Nationalrats-Wahlordnung 1923
  4. StGBl. Nr. 198/1945
  5. BGBl. Nr. 391/1970: Nationalrats-Wahlordnung 1971
  6. BGBl. Nr. 471/1992
  7. BGBl. Nr. 322/1993: Zahl der auf jeden Wahlkreis entfallenden Mandate für die Wahl des Nationalrates
  8. BGBl. II Nr. 337a/2002: Zahl der auf jeden Wahlkreis entfallenden Mandate für die Wahl des Nationalrates
  9. Wahlergebnisse ab 1995
  10. Anzahl der zu vergebenden Grundmandate