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vom 07.12.2016, aktuelle Version,

Linzer Auge

Linzer Augen
Variante Ochsenauge

Linzer Augen sind kreisförmige feine Backwaren aus Linzer Teig mit einem Durchmesser von 8 bis 10 Zentimetern. Brauner Linzer Teig (in Österreich) ist mürbeteigähnlich und besteht aus Mehl, Zucker, Butter, Ei sowie Mandeln oder Nüssen. Der Teig wird mit Zimt und Nelken abgeschmeckt. Linzer Teig wird häufig als Mandel- oder Nussmürbeteig bezeichnet.[1]

Weißer Linzer Teig ist eine in Österreich verbreitete Art des Linzer Teiges aus Mehl, Zucker, Butter, Eigelb und geriebener Zitronenschale.[1] Mit geschälten Mandeln entsteht weißer Teig, mit ungeschälten brauner.

Auf den unteren kreisförmigen Boden wird eine dünne Schicht Ribiselmarmelade (Johannisbeerenkonfitüre) aufgetragen, darauf kommt eine weitere Lage Teig, dem kreisförmige Löcher, die „Augen“, ausgestochen wurden. Wahlweise besitzen Linzer Augen ein Loch in der Mitte oder drei, die in Dreieckskonstellation angeordnet sind. Nach dem Backen werden Boden und Decke zusammengefügt und mit Staubzucker bestreut.

Eine Abwandlung ist das Ochsenauge oder Ochsenäuglein: Einem Boden aus Mürbeteig wird kreisrund eine Linzer Masse oder Makronenmasse aufgespritzt, in dessen Mitte Konfitüre gefüllt wird, bevor sie gebacken wird. Dekor aus Hagelzucker oder Mandeln ist üblich.

Spitzbube

Eine vor allem in der Schweiz, aber auch in Süddeutschland, Österreich und Südtirol vorkommende regionale Bezeichnung ist Spitzbub. Oft bilden die Ausschnitte dabei ein Gesicht. Das älteste bekannte Rezept findet sich im Kochbuch „Das Meisterwerk der Küche“ aus dem Jahr 1929.[2] Im Unterschied zum Linzer Auge und zum Ochsenauge enthalten die Spitzbuben allerdings kein Eigelb.[3]

Einzelnachweise

  1. 1 2 IREKS-Arkady-Institut für Bäckereiwissenschaft (Hrsg.): IREKS-ABC der Bäckerei. 4. Auflage. Institut für Bäckereiwissenschaft, Kulmbach 1985
  2. Spitzbuben in der Datenbank von Kulinarisches Erbe der Schweiz
  3. Elisabeth Fülscher: Das Fülscher-Kochbuch. Zahlreiche Auflagen, s. vv.