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vom 29.06.2017, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Steyr-Gleink

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Steyr-Gleink enthält die 9 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Steyrer Katastralgemeinde Gleink.

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung
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ObjektID: 114534
Friedhofstraße
Standort
KG: Gleink
Das Friedhofsareal wurde wohl in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts / Anfang des 20. Jahrhunderts angelegt und in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts erweitert. In der ziegelgedeckten Friedhofsmauer befinden sich rundbogige Öffnungen mit Ziegelgitter. Zugang durch spitzbogiges Eingangsportal mit biedermeierlichem Gitter. Friedhofskapelle im Osten der Anlage situiert. Kleiner rechteckiger Bau mit spitzbogigem Eingang, geschwungenem Giebelaufsatz und kleinem östlichen Glockenturm mit Zeltdach. An den Seitenfassaden je eine spitzbogige Fensteröffnung. In der Mitte des Friedhofsgeländes Lichtsäule, Tabernakelbildstock mit gebauchter Säule und kleinem Aufsatz.
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ObjektID: 114565
Gleinker Hauptstraße
Standort
KG: Gleink
Am Platz südlich der Klosteranlage bzw. des Pfarrhofes situiert. Barocke Steinfigur des hl. Johannes Nepomuk auf mittelhohem Pfeiler aus dem 2.V.d.18.Jh. Die Heiligenstatue wird von zwei kleinen Putti mit separaten Sockeln flankiert. Die Figurengruppe von einer quadratischen Balustrade umfangen. An deren Ecken Pfeiler auf denen dorische Säulen ansetzen, die das reich profilierte Gebälk tragen. Mansardartiges metallenes Zeltdach mit abschließendem Kreuz.
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ObjektID: 114552
vor Gleinker Hauptstraße 3
Standort
KG: Gleink
Tabernakelbildstock aus der 2.H.d.19.Jh., situiert in kleinem Park nördlich des ehemaligen Meierhofes. Steinerner Pfeiler mit weit vorkragendem profiliertem Traufgesims, metallenem Glockendach mit abschließendem Doppelkreuz. Die vier Bilder neuzeitlich.
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ObjektID: 114555
vor Gleinker Hauptstraße 3
Standort
KG: Gleink
Nördlich der Meierhofes situierter Gedenkstein für den Exekutivbeamten Franz Hosner, der 1919 in Ausübung seines Dienstes von Plünderern erschossen wurde. Vierteiliger Gedenkstein, zweistufiger Sockelbereich auf dem ein Quader ansetzt. Auf diesem Gedenkinschrift für Franz Hosner, am abschließendem Obelisken Lorbeerkranz eingemeißelt.
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ObjektID: 114533
Gleinker Hauptstraße 12
Standort
KG: Gleink
Vierseithof, mit im Kern aus dem 3.V.d.17.Jh. stammenden zweigeschoßigem Hauptgebäude mit abschließendem Krüppelwalmdach und eingeschoßigen Wirtschaftstrakten. Hauptgebäude an der Längsfassade sieben-, an der Querfassade zweiachsig. Im Erdgeschoß kleinere Fenster mit schlichten Steckgittern. An der Längsfassade mittig abgefastes steinernes Rundbogenportal, bez. 166?. Fassadengestaltung an beiden Fassaden mittels Ritzungen: Betonung der Gebäudekanten durch Ortsteinquaderung, schlichte Faschenumrahmungen der Fenster, Nutung des Erdgeschoßes sowie Faschen zwischen den Geschoßen. Das Giebelgeschoß weist zwei kleine querrechteckige Belichtungsöffnungen auf. Die Wirtschaftstrakte schließen mit Walmdächern ab.

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Gesamtanlage ehem. Benediktinerstift mit Pfarrhof
ObjektID: 114529
Gleinker Hauptstraße 20
Standort
KG: Gleink
1125 Stiftungsurkunde, Aufhebung des Klosters 1784 unter Josef II. Unter den Äbten Cölestin I. und Rupert I. in den 2.H.d.17.Jh./A.d.18.Jh. Errichtung einer einheitlichen barocken Anlage. Zugang von Süden. Vor dem Pfarrhof sechs barocke Steinfiguren u.a. ein Zwerg, den Eingang flankierend. Der Pfarrhof, das ehemalige Hofrichtergebäude, ist ein dreiundzwanzigachsiger zweigeschoßiger Bau mit erhöhtem siebenachsigen Mittelteil. An den südlichen Gebäudeenden je ein achteckiger Turm mit niedrigem Zeltdach. Schlichte Fassadengestaltung, Betonung der Gebäudekanten bzw. -enden durch Faschen, Fenster stabfaschenumrahmt, im Erdgeschoß mit Wabengittern. Der erhöhte Mittelteil mit aufwändig ausgeführtem steinernem Portal, über dem Portal geschwungener Giebel mit Uhr. Der Pfarrhof durch Mauern mit dem Klostergebäude verbunden. Dreigeschoßige Anlage mit zwei Höfen. Wuchtiger fünfundzwanzigachsiger dreigeschoßiger Südtrakt, Betonung der Gebäudekanten durch vertikale Faschen, horizontale Faschen zwischen den Geschoßen. Fenster mit steinernen Gewänden, Sohlbankgesimsen und geraden Verdachungen. Mittig situiertes aufwändiges steinernes Portal mit gebrochenem Dreiecksgiebel und Wappen. Über dem Portal gemalte Sonnenuhr. Der Osttrakt, so wie die anderen Trakte grundsätzlich gleich dem Südtrakt ausgeführt, mit einundzwanzig Achsen ebenfalls dreigeschoßig. Der verkürzt ausgeführte Nordtrakt besitzt nur elf Fensterachsen. Der achtachsige Osttrakt bindet an die Klosterkirche an. Die Trakte umschließen einen großen Innenhof die im Norden sieben, im Westen sechzehn, im Süden zehn, einschließlich eines zweiachsigen vorspringenden Stiegenhauses, und im Osten dreizehn Achsen aufweisen. In der Ostfassade das Portal der dem hl.Andreas geweihte Klosterkirche sowie deren Westturm mit abschließendem Zwiebelhelm. Die Kirche als dreischiffige fünfjochige Basilika ausgeführt. Das östliche Joch zum Chor trapezförmig erweitert. Einjochiger längsrechteckiger Chor mit 3/8 Schluss. Die Kirche wirkt optisch zweigeschoßig. Fenster mit rundbogigem Abschluss, in zwei Ebenen, wobei die oberen Fenster deutlich verkürzt ausgeführt sind. Schlichte Strebepfeiler an den Chorecken. Südlich der Kirche stellt ein achtachsiger zweigeschoßiger Trakt die Verbindung zur dreigeschoßigen dreiachsigen Querfassade des Südtraktes her. Südlich der Kirche kleiner Innenhof. Das Klostergelände durch weitläufige Mauern umschlossen.
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ObjektID: 114531
Neustifter Hauptstraße 11
Standort
KG: Gleink
Ehemaliger Bauernhof, im Kern barock, aus dem 18. Jahrhundert stammend, Um-, und Ausbau in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts. U-förmiger Grundriss, die ehemaligen Wirtschaftstrakte im Westen nicht mehr erhalten. Der im Osten situierte zweigeschoßige Wohntrakt mit unregelmäßiger Achsaufteilung. Im Erdgeschoß zwölf, im Obergeschoß elf Achsen. Schlichte Fassadengestaltung, die Fassaden verputzt, lediglich die Gebäudekanten werden durch Faschen betont. Die kleinformatigen Fenster im Erdgeschoß mit Steingewänden und Wabengittern, im Obergeschoß mit schlichten Umrahmungen. In der sechsten Achse von links Portal mit korbbogig schließendem Steingewände, bezeichnet 1911 und metallenem Türblatt mit Rautenmotiv. Die beiden Seitentrakt etwas niedriger ausgeführt, die Giebelbereiche schließen mit Bretterwänden ab. Auf den Gebäudetrakten setzen einfache, jedoch weit vorragende Walmdächer an.
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ObjektID: 114567
östlich Rieplfeldstraße 1
Standort
KG: Gleink
Kleine barocke Kapelle, aus der 2.Hälfte des 18. Jahrhunderts stammend. Rechteckige Grundfläche mit rundem öffnungslosen Apsidenabschluss und Dreiecksgiebelfront. Die rieselverputzten Fassaden durch glatte Lisenen gegliedert. An den Längsfassaden je zwei faschengerahmte längsovale Fensteröffnungen. Eingang an der westlichen Längsfassade, schlichte rechteckige Türe mit kleinem blechernem Vordach. Darüber kleine querovale Belichtungsöffnung. An der Giebelfassade große barock geschwungene Fensteröffnung, im linken oberen Fassadenbereich Sonnenuhr. Im Giebelfeld spitzbogiges Fenster, flankiert von Wandbildern hl.Florian und Maria mit Kind. In der Giebelspitze Auge Gottes. Die Kapelle schließt mit einem einfachen Walmdach ab. Im Süden Dachreiter mit Schallöffnungen, profiliertem Traufgesims und geschwungenem metallenem Zeltdach mit vergoldeten Kreuz.
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ObjektID: 114536
Safrangarten 2
Standort
KG: Gleink
1912 errichtete zweigeschoßige Volksschule über T-förmigem Grundriss. Einfache historistische Fassadengestaltung, die schlichten Putzflächen werden durch Lisenen gegliedert, profiliertes horizontales Gesims zwischen den Geschoßen. Fassadenabschluss durch profiliertes Traufgesims. Hauptzugang im Norden der Ostfassade durch aufwändig in historistischen Formen gestaltetes rundbogiges Portal mit mittigem Keilstein, Architrav sowie eigenem kleinen Walmdach. Im Norden springt gartenseitig das Stiegenhaus mit angebauten Sanitärbereichen vor. Die Südfassade achtachsig, über den westlichen vier Achsen erhebt sich im Dachbereich eine giebelartig wirkende zweiachsige große Gaupe mit Krüppelwalmdach. Das Gebäude selbst schließt mit einem Walmdach ab.

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse
  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Steyr  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Oberösterreich – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 8. Juni 2017.
  2. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.