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vom 11.02.2017, aktuelle Version,

Loferbach (Saalach)

Loferbach
Strubache, Strubbach, Haselbach, Grieselbach

Befahrung mit dem Wildwasserkanadier

Befahrung mit dem Wildwasserkanadier

Daten
Lage Bezirk Kitzbühel/Tirol, Pinzgau/Salzburg; Loferer Steinberge
Flusssystem Donau
Abfluss über Saalach Salzach Inn Donau Schwarzes Meer
Quelle als Gries[e]lbach, Grießelbach, Grieseltalbach am Hochsäul
47° 31′ 5″ N, 12° 38′ 42″ O
Quellhöhe 1387 m ü. A.[1]
Mündung als Loferbach in Lofer in die Saalach
47° 35′ 9″ N, 12° 41′ 58″ O
Mündungshöhe 620 m ü. A.[2]
Höhenunterschied 767 m
Länge 26,6 km[1]
Einzugsgebiet 107,4 km²[3]

Abfluss am Pegel Lofer (Loferbach)[3]
AEo: 107,4 km²
Lage: 20 m oberhalb der Mündung
NNQ (19.01.2002)
MNQ 1961–2011
MQ 1961–2011
Mq 1961–2011
MHQ 1961–2011
HHQ (03.06.2010)
160 l/s
1,33 m³/s
5,18 m³/s
48,2 l/(s km²)
42 m³/s
86 m³/s
Linke Nebenflüsse Katzelbach, Weißbach
Durchflossene Seen Pillersee
Gemeinden Sankt Ulrich am Pillersee, Waidring, Lofer
Oberlauf Grieseltal, Mittellauf Pillerseetal, Unterlauf Strubtal

Der Loferbach, auch Haselbach, Grieselbach, Strubache oder Strubbach genannt, ist ein rechter Nebenfluss der Saalach im Grenzgebiet Salzburg/Tirol.

Lauf, Benennung und Landschaft

Der Bach hat seinen Ursprung auf der Tiroler Seite der Loferer Steinberge. Er umrundet die Gebirgsgruppe fast vollständig und bildet deren West- und Nordgrenze. Dabei wechselt er seinen Namen mehrfach.

Er entspringt im Gemeindegebiet Sankt Ulrich am Pillersee als Grieselbach,[1][4][5] auch Grieslbach[4], Grießelbach[1] oder Grieseltalbach[1] () am Hochsäul (1757 m ü. A.), nordwestlich des Römersattels, der die Grenze zwischen Leoganger und Loferer Steinbergen bildet. Durch das Grieseltal fließt er gegen Westsüdwesten.

Bei Flecken, an der Talwasserscheide des Pillerseetals, wendet er sich dann abrupt gegen Norden,[6] die Steinberge im Osten, den Kirchbergstock im Westen (). Nach einigen Kilometern erreicht er bei Pillersee den Pillersee, einen etwa 2 km langen Bergsee auf 850 m ü. A. Ab St. Adolari passiert er die Öfenschlucht und ab Schöttl heißt der Bach dann im Allgemeinen Haselbach.[1][4]

Nach einigen Kilometern erreicht er dann das Dorf Waidring, und knickt ostwärts. Hier endet das Pillerseetal, und ab nun heißt die Talung des Haselbachs () Strubtal, daher wird er ab hier auch als Strubache[7][8] oder auch Strubbach[8] genannt. Sonst heißt er bis Strub,[4] 4 km nach Waidring, oder an die Tiroler Grenze,[1] 7 km nach Waidring, noch Haselbach, und dann Loferbach ().[4] Hier bei Waidring befindet sich eine weitere Talwasserscheide, vom Knick westwärts entwässert der Waldbach zur Großache, die Talverlängerung des Strubtals bis Erpfendorf heißt Innerwald und Außerwald. Den Nordrand des Strubtals gegen Osten bildet nun die Sonnwand, der Südabbruch von Steinplatte und Loferer Alpe.

An der Landesgrenze passiert der Bach auch den Pass Strub, die alte, befestigte Grenzwache des Fürsterzbistum Salzburg gegen Habsburgisch-Tirol, über den heute die Loferer Straße (B 178) führt. Nach weiteren 3 Kilometern erreicht der Loferbach den Ort Lofer, wo er bei deren km 45,5[2] von links in die Saalach mündet.

Wichtigere Nebenbäche sind der Weißbach links vom Kirchberg (1678 m) und Schafelberg (1597 m) im Kirchbergstock und am Oberlauf der Katzelbach links (mit Wiesensee) mit der Talwasserscheide über Mitterwarming nach Hochfilzen (Wiesenseetal).

  Commons: Loferbach  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 6 7 TIRIS H-Code/Gewässereinzugsgebiet 2-8-272-285-97, Gewässer-ID T4473R1
  2. 1 2 SAGIS TWK-ID:301230001, WIS-ID: A3144220
  3. 1 2 Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (Hrsg.): Hydrographisches Jahrbuch von Österreich 2011. Wien 2013, S. OG 138 (PDF; 14,5 MB)
  4. 1 2 3 4 5 Österreichische Karte 1:50.000: Grieslbach bis Pillersee, Grieselbach bis Schöttl, Haselbach bis Strub, dann Loferbach, alle vier auch in GEONAM Österreich verortet
  5. Grießbach/Griesbach ist die Talfortsetzung des Strubtals bis Erpfendorf
  6. Hier fließt der Moosbach zur Fieberbrunner Ache
  7. etwa in: Ostalpen, bergalbum.de, Verbale Beschreibung der Gebirgsgruppen; Grundlage: Alpenvereinseinteilung der Ostalpen im Alpenvereins-Jahrbuch Berg '84; 9 Loferer und Leoganger Steinberge bzw. 11 Chiemgauer Alpen
  8. 1 2 insbesondere in der Paddelliteratur