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vom 21.06.2020, aktuelle Version,

Loretto Gemeinschaft

Logo der Loretto Gemeinschaft

Die Loretto Gemeinschaft ist eine katholische Bewegung in Österreich in der Rechtsform eines privaten Vereins gemäß cc. 321 ff. CIC.[1]

Allgemeines

Im Jahr 1987 gründete der Salzburger Georg Mayr-Melnhof einen ersten Gebetskreis in Wien. Im Laufe der Jahre entstanden in ganz Österreich weitere Gebetskreise. Auch in der Schweiz, Italien, Deutschland und Ungarn gibt es bereits Loretto Gebetskreise. Die sogenannten „Geistlichen Zentren“ liegen in Wien, Salzburg, Linz und Graz. Dort gibt es Anbetungswochen, große Gebetskreise und regelmäßige Veranstaltungen. Ihren offiziellen Sitz hat die Loretto Gemeinschaft in Wien.

Seit der Frühjahrsvollversammlung 2017 der Österreichischen Bischofskonferenz sind die Statuten der Gemeinschaft „als Statuten einer privaten kirchlichen Vereinigung“ (gemäß Can. 321 ff. CIC) auf unbestimmte Zeit anerkannt.[2]

Der Name Loretto ist die deutsche Schreibweise des italienischen Wallfahrtsortes Loreto, wo der Überlieferung nach das Haus Mariens steht.

Die Gemeinschaft hat zwei hauptsächliche Ziele: Zum einen dient sie der persönlichen Gottsuche des Einzelnen und der gegenseitigen Stärkung und Heiligung in einer Gemeinschaft. Zum anderen initiiert und trägt sie verschiedene „Apostolate“ und versucht dadurch, eben jene „Räume“ zu schaffen, in denen Gott für Menschen erfahrbar wird.[3]

Spiritualität

Loretto-Taube aus Schlagwörtern

Die Gemeinschaft beschreibt sich selbst und ihre Spiritualität als:

  • charismatisch
  • eucharistisch
  • marianisch
  • ökumenisch

„Im Herzen der katholischen Kirche beheimatet versteht sich die Loretto Gemeinschaft als "Bewegung" ("Movimento"), die für eine Erneuerung der Kirche betet, wirkt und lebt; [...]. Als katholische Gemeinschaft schöpft sie aus dem Wort Gottes und den Sakramenten und bekennt sich zur Tradition und zum Lehramt.“[3]

Der Engel des Herrn (Angelus), ein Jahrhunderte altes Gebet über die Menschwerdung Jesu Christi, ist prägend für die Spiritualität der „Lorettos“. Sie wollen „marianisch“ leben, d. h., wie Maria den Heiligen Geist empfangen und sich als „Magd des Herrn“ verstehen, in deren Leben Gott „Fleisch“ werden kann.

Schwerpunkte

  • Feier der Heiligen Messe
  • Gebetskreise – Lobpreis, geistlicher Impuls und eucharistische Anbetung
  • 24 / 7 Prayer – Gebetswochen mit immerwährender eucharistischer Anbetung
  • Abende der Barmherzigkeit – geistlicher Impuls, eucharistische Anbetung und Beichtgelegenheit
  • Alpha-Kurse – Glaubens-Einführungsseminare für Glaubens-Ferne, Neugetaufte und Interessierte
  • Duc in altum – Theologisches Studienprogramm für Laien
  • Familien-Gruppen – Gebetskreise für junge Familien
  • Familien-Sonntage – mit Kinder-Gottesdiensten und gemeinsamem Mittagessen
  • Fest der Jugend in Salzburg
  • Gebetskreiskonferenz – jährlich in Oberösterreich
  • Herbsttage – jährlich in Wien
  • X-Fest – Abende mit Konzert, Gebet und Party

HOME Mission Base

In Salzburg hat die Loretto Gemeinschaft direkt an der Salzach ein Haus mit dem Namen "HOME Mission Base". Mit diesem Haus will man allen Menschen ein Zuhause bieten. Vor allem werden bedürftige Menschen eingeladen: Im Restaurant La Cantina wird so viel bezahlt, wie gegeben werden kann. Manager und Obdachloser sitzen dort gemeinsam am Tisch. Außerdem gibt es ein House of Prayer, in dem fast durchgehend gebetet und gesungen wird, ein byzantinisches Gebetszentrum und sehr viele Veranstaltungen: z. B. Heilungsgebet, Gebet für Syrien, Exerzitien, Workshops...

Leitung

Die Gemeinschaft wird von einem Gemeinschaftsrat, bestehend aus mehreren Personen, und von einem Gemeinschaftsleiter geleitet. Die Wahl beider findet alle fünf Jahre statt.

Gemeinschaftsleiter
  • seit 2004 Maximilian Oettingen[4]
Commons: Loretto Gemeinschaft  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. http://loretto.at/impressum/
  2. Statuten der Loretto Gemeinschaft (2013), S. 3.
  3. 1 2 Über uns – Loretto Gemeinschaft (Memento des Originals vom 1. Juni 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.loretto.at
  4. Maximilian Oettingen Erzdiözese Wien, 3. Juni 2013