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vom 08.07.2014, aktuelle Version,

Ludwig Reindl

Ludwig Reindl (* 16. Mai 1893; † 12. Februar 1994 in Wien) war ein österreichischer Erfinder.

Reindl wurde während des Zweiten Weltkriegs am 1. Jänner 1942 mit Mitgliedernummer 9.032.052 in die NSDAP aufgenommen. Zudem war Reindl Mitglied von NSV, Deutsche Arbeitsfront und Reichsluftschutzbund. Aufgrund seiner Tätigkeit als Betriebs- und Geschäftsführer des „Tox‐Tinten‐und Klebstoff‐Werkes“, an dem die Wehrmacht zu 67 % beteiligt war, wurde Reindl als „unabkömmlich“ eingestuft. Nach 1945 wurde Reindl als „Minderbelasteter“ kategorisiert.[1]

Ludwig Reindl entwickelte als Laborleiter der Firma Kores in den 1950er Jahren das Klebeband TIXO. Er blieb als Erfinder weitgehend unbekannt, schaffte es aber in die Liste der hundertjährigen Österreicher.

Reindl wurde am Wiener Zentralfriedhof bestattet. Im 22. Wiener Gemeindebezirk ist seit 2003 die Ludwig-Reindl-Gasse nach ihm benannt.

Quellen

  1. Straßennamen Wiens seit 1860 als „Politische Erinnerungsorte“ (PDF; 4,4 MB), S. 274, Forschungsprojektendbericht, Wien, Juli 2013