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vom 19.04.2016, aktuelle Version,

Makartviertel

Das Makartviertel mit der Grillparzerstraße. Am Horizont sind die Industrieanlagen in St. Peter zu sehen (1992).

Das Makartviertel war ein statistischer Bezirk der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz im Stadtviertel Lustenau. Das Gebiet gehört seit 2014 zu den Bezirken Bulgariplatz und Spallerhof.

Geschichte

Bis 1873 gehörte das Gebiet des Makartviertels zur Gemeinde Lustenau. Nach der Eingemeindung wurden Ende des 19. Jahrhunderts als Fortsetzung des Neustadtviertels auch hier die typischen Gründerzeithäuser in rasterförmiger Bauweise errichtet; heute vor allem entlang der Wiener Straße erhalten. Der südöstliche Bereich des Viertels entwickelte sich zu einem Arbeiterviertel, was durch die Ansiedlung von Industrie gefördert wurde. Hauptarbeitgeber war bis in die Nachkriegszeit die Poschacher-Brauerei, die einen Aufstieg von einer kleinen Lokalbrauerei zur Großbrauerei erlebte. Ab den 1960er Jahren wurden zahlreiche Wohngebäude errichtet, etwa das Lenau-Hochhaus. Die trotz der zentrumsnahen Lage schwache Infrastruktur und der starke Durchzugsverkehr machten das Viertel unattraktiv. Eine der Gegenmaßnahmen seit den 1990er Jahren war der Bau des modernen Wohn- und Büroviertels „Lenaupark“.

Im Rahmen der Neuordnung der Bezirke von 1. Jänner 2014 (Beschluss des Stadtsenats von September 2013) ging das Makartviertel größtenteils im neu geschaffenen Bezirk Bulgariplatz auf. Der südlich der Mühlkreisautobahn gelegene Teil ging an den Bezirk Spallerhof.[1]

Geographie und Bevölkerung

Das Makartviertel lag im Südosten des Zentrums von Linz. Es grenzte im Norden an das Neustadtviertel, im Osten an das Franckviertel, im Süden an das Wankmüllerhofviertel, den Spallerhof und St. Peter und im Westen an das Andreas-Hofer-Platz-Viertel. Die Bevölkerungszahl betrug 2012 6.870, das waren 3,6 % der Gesamtbevölkerung, es gab 583 Gebäude (2,5 %) und 3.918 Wohnungen (3,6 %). Der Flächenanteil am Stadtgebiet von Linz betrug 1,73 km² (1,8 %).[2]

Gebäude

  • City Tower 1 + 2
  • Lenaupark
  • Herz-Jesu-Kirche
  • St. Barbara-Friedhof
  • Jüdischer Friedhof
  • Berufsförderungsinstitut
  • Hamerlingschule
  • Frachtenbahnhof

Einzelnachweise

  1. linz.at: Statistische Bezirke, aufgerufen am 31. Oktober 2015
  2. Statistischer Bezirk 14: OrthoFoto. Archiviert vom Original am 30. November 2012, abgerufen am 2. November 2015.