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vom 20.05.2020, aktuelle Version,

Malteser Commende

Malteser Commende

Die Malteser Commende ist eine ehemalige Kommende in der Gemeinde Stroheim im Bezirk Eferding von Oberösterreich. Die Gebäudeanlage steht unter Denkmalschutz.

Geschichte

Die Kommende war eine Stiftung der Grafen von Schaunberg. Sie wurde 1260 dem Ritterorden der Johanniter, Johannitern von der Mailberg, später Souveräner Malteserorden genannt, übergeben. Die gotischen Wappen- und Inschriftsteine oberhalb des Eingangsportals zeugen von dieser Stiftung. Der an der Pfarrkirche angegliederte Bau hatte bis ins 15. Jahrhundert als Johanniterkommende gedient und war eine der frühesten Niederlassungen der Komturei Mailberg in Niederösterreich. Danach fiel Stroheim aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten in den Rang einer Pfarrei zurück. Unter Joseph Reichsgraf von Colloredo, bevollmächtigter Minister und Groß-Prior des Malteser Ordens, wurde 1790 das dem Malteser Orden gehörige Stift Stroheim samt Zubehör um 6000 Gulden an Georg Adam Reichsgrafen von Starhemberg verkauft[1][2]. Bis zur Aufhebung der Grundherrschaften im Jahre 1848 galt das Stroheimer Malteserstift als adeliger Freisitz.

Malteser Commende heute

Das unter Denkmalschutz stehende Haus in Stroheim Nr. 1 wird jetzt noch „Malteser-Stöckl“ genannt. Heute ist dort der Ausflugsgasthof „Stroheimerhof“ untergebracht. Es ist ein zweigeschoßiger Baukörper mit traufständigem Standerker. Vom ursprünglichen Bau sind noch zwei Mönchszellen erhalten. Von besonderer künstlerischer Bedeutung ist die im Obergeschoss befindliche Tramdecke aus dem 16. Jahrhundert. Diese äußerst aufwändig gearbeitete Holzdecke, die in der Literatur eine entsprechende Würdigung erfährt, besitzt einen nahezu unveränderten Oberflächenzustand mit Resten der Bemalung aus der Entstehungszeit.

Literatur

  • Norbert Grabherr: Burgen und Schlösser in Oberösterreich. Ein Leitfaden für Burgenwanderer und Heimatfreunde. 3. Auflage. Oberösterreichischer Landesverlag, Linz 1976, ISBN 3-85214-157-5.
Commons: Malteserstöckl  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Nachlass Dr. Heinz Burg. In: OöLA (Hrsg.): Starh. Urk. 6634. Linz 2009.
  2. Nachlass Dr. Heinz Burg. Abgerufen am 19. Mai 2020.