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vom 03.03.2025, aktuelle Version,

Marie-Theres Arnbom

Marie-Theres Arnbom (2019)

Marie-Theres Arnbom (* 1968 in Wien) ist eine österreichische Historikerin, Autorin, Kuratorin, Kulturmanagerin; sie war von Jänner 2022 bis Dezember 2023 Direktorin des Theatermuseums.[1]

Leben

Marie-Theres Arnbom stammt aus einer großbürgerlichen Familie, ihr Vater war der Regisseur Arne Arnbom. Sie studierte Geschichte und Theaterwissenschaft an der Universität Wien. Ihre Diplomarbeit schrieb sie 1990 zum Thema Bürgerlichkeit nach dem Ende des bürgerlichen Zeitalters? Eine Wiener Familienkonfiguration zwischen 1900 und 1930.[2] Im Jahr 1994 wurde sie mit der Dissertation „Bürgerliche, allzu bürgerliche Begriffe ...“. Lebenserfahrungen in der Emigration am Beispiel von Dr. Stefan Herz-Kestranek promoviert.[3]

Arnbom ist Gründerin des Kindermusikfestivals St. Gilgen[4] und – gemeinsam mit Christoph Wagner-Trenkwitz – Gründerin des Forschungsinstituts für Operette und Unterhaltungstheater.[5] Sie arbeitet unter anderem die Geschichte jüdischer Intellektueller auf und versucht, deren Gedankenwelt wiederzubeleben.

Marie-Theres Arnbom übernahm am 1. Jänner 2022 nach Thomas Trabitsch die Direktion des Wiener Theatermuseums.[6] Sie verließ das Theatermuseum zum 31. Dezember 2023 wieder.

Basierend auf ihrer 2018 im Amalthea-Verlag erschienenen Recherche Ihre Dienste werden nicht mehr benötigt mit dem Untertitel Aus der Volksoper vertrieben – Künstlerschicksale 1938, in der die letzte Produktion vor dem „Anschluss“ Österreichs im März 1938 Gruß und Kuß aus der Wachau als roter Faden diente, entstand das im Dezember 2023 an der Volksoper Wien uraufgeführte Stück Lass uns die Welt vergessen – Volksoper 1938 mit Text von Theu Boermans und Musik von Keren Kagarlitsky.[7][8]

Arnbom ist mit dem Chemiker, Unternehmer und Genealogen Georg Gaugusch verheiratet.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. Marie Theres Arnbom neue Direktorin des Theatermuseums. Abgerufen am 4. Januar 2022.
    Direktorin des Theatermuseums lässt Vertrag auslaufen. Die Presse Online, 13. September 2023, abgerufen am 27. Januar 2024.
  2. Bürgerlichkeit nach dem Ende des bürgerlichen Zeitalters? Eine Wiener Familienkonfiguration zwischen 1900 und 1930. Verbundkatalog, Diplomarbeit 1990, abgerufen am 16. Juni 2015.
  3. „Bürgerliche, allzu bürgerliche Begriffe ...“. Lebenserfahrungen in der Emigration am Beispiel von Dr. Stefan Herz-Kestranek. Verbundkatalog, Dissertation 1994, abgerufen am 16. Juni 2015.
  4. Kindermusikfestival St. Gilgen, Intendanz Marie-Theres Arnbom, abgerufen am 3. März 2025.
  5. Forschungsinstitut für Operette und Unterhaltungstheater, abgerufen am 3. März 2025.
  6. Olga Kronsteiner: Marie-Theres Arnbom wird Chefin des Wiener Theatermuseums. In: DerStandard.at. 20. September 2021, abgerufen am 22. September 2021.
  7. Ljubiša Tošić: Volksoper arbeitet in "Lass uns die Welt vergessen" eigene NS-Geschichte auf. In: DerStandard.at. 20. Dezember 2023, abgerufen am 23. Dezember 2023.
  8. Ljubiša Tošić: Volksoper beleuchtet die Schicksale ihrer jüdischen Musiker zur Nazizeit. In: DerStandard.at. 28. November 2018, abgerufen am 23. Dezember 2023.

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Die österreichische Autorin Marie-Theres Arnbom auf der Wiener Buchmesse 2019 . Eigenes Werk C.Stadler/Bwag
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