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vom 04.07.2014, aktuelle Version,

Markstein (Gemeinde Feldkirchen)

Markstein (Siedlung)
Ortschaft
Markstein (Gemeinde Feldkirchen) (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Feldkirchen (FE), Kärnten
Gerichtsbezirk Feldkirchen
Pol. Gemeinde Feldkirchen in Kärnten  (KG Sittich)
Koordinaten 46° 41′ 51″ N, 14° 6′ 47″ Of1
f3f0
Einwohner der Ortschaft 551 (2001)
Gebäudestand 70 (2001)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 00795
Zählsprengel/ -bezirk Sittich-Süd-Fasching (21002 011)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; KAGIS

f0f0

Markstein (slowenisch Mejnik) ist eine Ortschaft in der Katastralgemeinde Sittich der Stadtgemeinde Feldkirchen in Kärnten.

Geografische Lage

Ortsteil Markstein von Feldkirchen in Kärnten
Österreichisches Zollhaus von 1809 an der alten Grenze in Markstein
Alter Grenzstein von 1809 in Markstein

Folgt man der alten Bundesstraße (heute: Turracher Straße) von Feldkirchen nach Klagenfurt in südlicher Richtung, so trifft man etwa vier Kilometer vom Feldkirchner Stadtzentrum entfernt auf den Ort Markstein. Markstein hat 551 Einwohner (Stand Volkszählung 2001).

Geschichte

Der Ort besteht im Wesentlichen aus zwei zur Zeit der Napoleonischen Kriege (1804–1812) errichteten Zollhäusern, einem mächtigen Lindenbaum aus der Zeit Maria Theresias (vor 1780) und dem noch recht gut erhaltenen Grenzstein aus dem Jahr 1809, dem Markstein. Er bestimmt die an dieser Stelle in nord-südlicher Richtung verlaufende, alte Landesgrenze zwischen dem Kaisertum Österreich im Osten und den im Frieden von Schönbrunn 1809 abgetrennten „Illyrischen Provinzen“ im Westen. Nördlich davon wurde ein weiterer Schönmarkstein gefunden und weiter im Süden auf den Höhen des Hohen Gallins noch ein dritter Stein, sodass der seinerzeitige Grenzverlauf eindeutig markiert ist.

Der namensgebenden Markstein

Vermutlich handelt es sich um einen Sandstein aus dem heute noch genutzten Steinbruch bei Zwattendorf am südlichen Fuß des Göße- oder Veitsbergs. Der Besitzer des Anwesens, auf dem der Markstein steht, gibt weiters an, dass er den Stein vor Jahrzehnten gehoben und gereinigt habe und dabei eine schwach erkennbare Ziffer zum Vorschein kam; er könne jedoch nicht mehr mit Bestimmtheit sagen, ob es eine Sechs oder eine Drei war. Durch unsachgemäße Handhabung beim in Kärnten weit verbreiteten Böllerschießen wurde der Stein stark in Mitleidenschaft gezogen und die Spitze abgetrennt, jedoch lose wieder aufgesetzt. Damit kann der Grenzstein in seiner vollen Größe betrachtet werden.