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vom 06.05.2017, aktuelle Version,

Martha Stocker

Martha Stocker (* 19. April 1954 in Kematen, Sand in Taufers) ist eine Südtiroler Politikerin der SVP.

Leben

Nach einer Ausbildung an der LehrerInnenbildungsanstalt (LBA) war Stocker einige Zeit als Grundschullehrerin tätig. Stocker absolvierte anschließend ein Studium der Germanistik und Geschichte an der Universität Innsbruck, wo sie mit der Dissertation Beiträge zur Geschichte der Stadt Trient während der Zeit des Ersten Weltkrieges promovierte.[1] Ab 1978 begann sie sich für verschiedene Bildungs- und Kultureinrichtungen zu engagieren, darunter die Südtiroler HochschülerInnenschaft und die Volkshochschule Pustertal. Von 1983 bis 1998 war Stocker Mittel- und Oberschullehrerin in Bozen und Koordinatorin der Abendhandelsoberschule Bozen. Innerhalb der Südtiroler Volkspartei war und ist sie in zahlreichen Gremien tätig: Von 1986 bis 2000 war sie Vorsitzende des SVP-Ausschusses für Schule, Kultur und Sport, seit 2006 ist sie Vorsitzende der Statutenkommission. Ebenfalls tätig war sie in der Landesjugendorganisation und im Vorstand des Bezirks Pustertal. Stocker war von 2000 bis 2011 Vorsitzende der SVP-Frauenbewegung.[2]

Im Jahr 1998 wurde Stocker erstmals in den Südtiroler Landtag und damit gleichzeitig den Regionalrat Trentino-Südtirol gewählt, seit 2004 fungierte sie in der Regionalregierung als Assessorin für Sozialfürsorge und Familienpaket, für die Ordnung der Pflegebetriebe und die regionale Zusatzrente, sowie als Vize-Präsidentin der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen. Bei den Landtagswahlen 2008 wurde Stocker mit 16.671 Vorzugsstimmen erneut gewählt.[3] Gleiches gelang ihr bei den Landtagswahlen 2013 mit 21.177 Vorzugsstimmen.[4] Am 22. November 2013 übernahm sie vorübergehend – bis zu ihrer Wahl in die Landesregierung – das Amt der Landtagspräsidentin.[5] Seither gehört sie dem Kabinett Kompatscher an, in dem sie die Zuständigkeiten für Gesundheit, Sport, Sozialwesen und Arbeit erhielt.[6]

Auszeichnungen

Literatur

  • Südtiroler Landesregierung (Hrsg.): Südtirol-Handbuch 2002. Broschüre, Bozen 2002, S. 105 (online)

Einzelnachweise

  1. Dissertation von Martha Stocker (Universität Innsbruck, 1983)
  2. Meldung auf der Website der SVP, abgerufen am 27. Februar 2011
  3. Vorzugsstimmenergebnisse der Landtagswahl 2008 auf der Website des Landes Südtirol, abgerufen am 1. Februar 2011
  4. Die 35 neuen Landtagsabgeordneten im Überblick. Südtirol Online (stol.it), 28. Oktober 2013, abgerufen am 31. Oktober 2013.
  5. Martha Stocker Landtagspräsidentin auf Zeit. Südtirol Online (stol.it), 22. November 2013, abgerufen am 22. November 2013.
  6. Die Landesräte und ihre Kompetenzen. Südtirol Online (stol.it), 16. Januar 2014, abgerufen am 16. Januar 2014.
  7. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)