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vom 18.10.2016, aktuelle Version,

Mathias Lange

Mathias Lange
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 13. April 1985
Geburtsort Klagenfurt, Österreich
Größe 178 cm
Gewicht 80 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Torhüter
Nummer #24
Fanghand Links
Spielerkarriere
2001–2002 EC KAC
2002–2004 Billings Bulls
2004–2005 New York Apple Core
2005–2009 Rensselaer Polytechnic Institute
2009–2010 DEG Metro Stars
2010–2011 Ravensburg Towerstars
2011–2012 Schwenninger Wild Wings
2012–2013 Bietigheim Steelers
seit 2013 Iserlohn Roosters

Mathias Lange (* 13. April 1985 in Klagenfurt) ist ein österreichisch-deutscher Eishockeytorwart, der seit 2013 bei den Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga unter Vertrag steht.

Karriere

Mathias Lange begann seine Karriere als Eishockeyspieler in der Jugend des EC KAC, für dessen Profimannschaft er in der Saison 2001/02 sein Debüt in der Österreichischen Eishockey-Liga gab, als er in drei Spielen auf der Bank saß und ein Mal zwischen den Pfosten stand. Anschließend wechselte der Torhüter zu den Billings Bulls, für die er die folgenden beiden Jahre in der Juniorenliga America West Hockey League aktiv war. Daraufhin spielte der Linksfänger eine Saison lang für New York Apple Core aus der Eastern Junior Hockey League. Von 2005 bis 2009 lief der Österreicher für das Team des Rensselaer Polytechnic Institute in der National Collegiate Athletic Association auf, ehe er für die Saison 2009/10 einen Vertrag bei den DEG Metro Stars aus der Deutschen Eishockey Liga erhielt.

Bedingt durch die langwierige Verletzung von Stammtorhüter Christian Rohde erhielt Lange im Januar 2011 einen Probevertrag über vier Spiele bei den Ravensburg Towerstars aus der 2. Eishockey-Bundesliga. Aufgrund seiner überzeugenden Leistungen wurde sein Vertrag bereits nach drei Spielen bis zum Saisonende verlängert. Zur Saison 2011/12 erhielt er in Ravensburg aufgrund von Etatkürzungen keinen neuen Vertrag und war bis Mitte November ohne Verein. Am 14. November 2011 unterschrieb er bei den SERC Wild Wings einen Probevertrag bis Ende Dezember. Am 14. Dezember wurde bekannt, dass Lange bis Saisonende bei den Wild Wings bleibt.

International

Für Österreich nahm Lange an den U18-Junioren-B-Weltmeisterschaften 2001, 2002 und 2003, sowie der U20-Junioren-B-Weltmeisterschaft 2003 teil. Des Weiteren stand er im Aufgebot Österreichs bei der U20-Junioren-Weltmeisterschaft 2004, bei der er mit seiner Mannschaft als Aufsteiger direkt wieder abstieg.

Bei der Weltmeisterschaft 2013 gehörte er erstmals im Seniorenbereich zur Nationalmannschaft, kam aber hinter René Swette und Bernhard Starkbaum nicht zum Einsatz. Seinen ersten Einsatz absolvierte er am 7. November 2013 gegen Frankreich im Rahmen der Euro Ice Hockey Challenge.[1] Nachdem er für den vorläufigen Kader für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi nur auf Abruf nominiert wurde, gehörte Lange letztendlich doch zum Olympia-Kader Österreichs, was er selbst als Höhepunkt seiner Laufbahn beschrieb.[2] Während er im ersten Spiel als dritter Torhüter auf der Tribüne saß, war Lange im zweiten Spiel Ersatztorwart hinter Bernhard Starkbaum. Beim Stand von 0:6 gegen den späteren Olympiasieger Kanada wurde Lange für das letzte Drittel eingewechelt und konnte alle 15 Schüsse halten. Im letzten Spiel der Gruppenphase spielte er von Beginn an und führte sein Team zum 3:1-Sieg gegen Norwegen. Aufgrund seiner guten Leistungen spielte Lange auch das nächste Spiel, die Viertfinalqualifikation gegen Slowenien. Dort verlor Österreich 0:4 und schied aus dem Turnier aus.

Persönliches

Mathias Lange ist verheiratet und hat einen Sohn.[3] Im Sommer lebt er in den Vereinigten Staaten in New Jersey.[4] Lange studierte am Rensselaer Polytechnic Institute Business Management und schloss sein Studium mit einem Bachelor ab. Sein deutscher Großvater wurde in Hamburg geboren, worauf sich sein deutscher Pass begründet.[5] Sein älterer Bruder Harry ist ebenfalls professioneller Eishockeyspieler und steht aktuell beim EC Bad Nauheim aus der DEL2 unter Vertrag.

Erfolge und Auszeichnungen

Karrierestatistik

Reguläre Saison Play-offs
Saison Team Liga GP A PIM W L OT MIN SO GA GAA SVS SV% GP A PIM W L MIN SO GA GAA SVS SV%
2001/02 EC KAC ÖEL 1 0 0 60 0 3 3.00 27 90.00
2002/03 Billings Bulls AWHL 18
2003/04 Billings Bulls AWHL 11 1 0 2.67 90.40
2004/05 New York Apple Core EJHL 44 2 19 19 16 6 2451 1 110 2.69 1107 90.96
2005/06 Rensselaer Polytechnic Institute ECAC 35 1 2 13 15 6 2041 2 92 2.70 842 90.15
2006/07 Rensselaer Polytechnic Institute ECAC 25 0 0 5 11 6 1303 0 77 3.54 543 87.58
2007/08 Rensselaer Polytechnic Institute ECAC 23 0 0 6 14 3 1409 0 58 2.47 634 91.62
2008/09 Rensselaer Polytechnic Institute ECAC 25 0 0 5 17 2 1443 0 78 3.24 669 89.56
2009/10 DEG Metro Stars DEL 5 0 0 2 1 0 198 0 14 4.22 105 88.24
2010/11 Ravensburg Towerstars 2. BL 14 0 0 10 4 0 855 0 27 1.89 12 0 0 11 1 728 0 27 2.23
2011/12 Schwenninger Wild Wings 2. BL 10 1 0 9 1 0 605 2 15 1.49 3 0 0 1 2 178 0 7 2.36
2012/13 Bietigheim Steelers 2. BL 3 0 0 1 2 0 185 0 11 3.57 9 0 0 5 4 466 0 14 1.80
2013/14 Iserlohn Roosters DEL 27 0 0 12 13 0 1533 2 70 2.74 816 92.10 5 1 0 3 2 299 1 9 1.81 205 95.79
2014/15 Iserlohn Roosters DEL 48 2 0 25 21 0 2783 1 120 2.59 1477 92.49 5 0 0 2 3 281 0 16 3.41 144 90.00
2015/16 Iserlohn Roosters DEL 30 1 2 17 11 0 1682 1 71 2.53 852 92.31 5 0 0 2 3 276 1 12 2.60 149 92.55
ECAC gesamt 108 1 2 29 57 17 6196 2 305 2.95 2688 89.81
2. BL gesamt 27 1 0 20 7 0 1645 2 53 1.93 24 0 0 17 7 1372 0 48 2.10
DEL gesamt 110 3 2 56 46 0 6196 4 275 2.66 3250 92.20 15 1 0 7 8 856 2 37 2.59 498 93.08

International

Jahr Team Veranstaltung Resultat GP A PIM W L T MIN SO GA GAA SVS SV%
2001 Österreich U18-B-WM 2. Platz ohne Einsatz
2002 Österreich U18-B-WM 3. Platz 4 0 0 2 2 0 214 0 9 2.53 104 92.04
2003 Österreich U18-B-WM 5. Platz 4 0 0 240 0 14 3.50 106 88.33
2003 Österreich U20-B-WM 1. Platz 3 0 0 150 0 5 2.00 65 92.86
2004 Österreich U20-WM 9. Platz 4 0 0 0 2 1 189 0 22 6.98 137 86.16
2013 Österreich WM 15. Platz ohne Einsatz
2014 Österreich Olympia 10. Platz 3 0 0 1 1 0 140 0 4 1.72 80 95.24

(Legende zur Torhüterstatistik: GP oder Sp = Spiele insgesamt; W oder S = Siege; L oder N = Niederlagen; T oder U oder OT = Unentschieden oder Overtime- bzw. Shootout-Niederlage; Min. = Minuten; SOG oder SaT = Schüsse aufs Tor; GA oder GT = Gegentore; SO = Shutouts; GAA oder GTS = Gegentorschnitt; Sv% oder SVS% = Fangquote; EN = Empty Net Goal; 1 Play-downs/Relegation)

Einzelnachweise

  1. eishockey.at: Knappe Niederlage gegen Frankreich
  2. lokalkompass.de: Mathias Lange: "Olympia ist Laufbahn-Höhepunkt"
  3. iserlohn-roosters.de: Profil Mathias Lange
  4. eishockey.at: Iserlohn verteidigt Mathias Lange
  5. morgenweb.de: Mathias Lange will sich mit der Weltelite messen