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vom 28.05.2018, aktuelle Version,

Mavi Phoenix

Mavi Phoenix (2017)

Mavi Phoenix (* 1. September 1995 in Linz als Marlene Nader)[1] ist eine österreichische Popmusikerin und Rapperin. Bei den Amadeus Awards 2017 war sie für zwei Preise nominiert.

Leben

Marlene Nader kam 1995 im oberösterreichischen Linz zur Welt. Ihr Großvater mütterlicherseits war in den Siebzigerjahren als syrischer Flüchtling nach Wien gekommen.[2] Nader besuchte einen englischsprachigen Kindergarten sowie eine englischsprachige Volksschule.[3] Nachdem die begeisterte MTV-Seherin im Alter von elf Jahren mithilfe der Software GarageBand begonnen hatte, Musik zu komponieren, gewann sie im Juni 2013 den bundeslandweiten Musikwettbewerb Lautstark!. Ihren Künstlernamen, der symbolisch für einen Neuanfang stehen soll, wählte sie in Anlehnung an den jung verstorbenen Schauspieler River Phoenix.[4] 2015 zog sie nach der Matura im Hinblick auf eine Musikkarriere nach Wien, wo sie ein Studium der Politikwissenschaften begann.[5]

Musikalisches Schaffen

Mavi Phoenix (2017)

Musikalisch bewegt sich Mavi Phoenix zwischen Lo-Fi-Pop, Trap und modernem R&B mit einem Einschlag von Electro.[6] Der Kurier urteilte, sie singe in akzentfreiem Englisch zu zeitgenössischen Beats mit eingängigen Melodiefolgen. Besonderes Charakteristikum ist ihr Auto-Tune-affiner Sound, der sich vor allem in ihrer mittels VST-Plugin nachbehandelten Stimme äußert.[7][8] Zu ihren musikalischen Vorbildern gehören neben Rappern wie Left Boy, Kanye West, Drake oder Tyler, The Creator die Popsängerinnen Miley Cyrus und Lady Gaga. Ihr eigenes Schaffen wurde bereits mit jenem von Alternative-Weltstar M. I. A. verglichen.[3][4][8]

Mavis erste EP mit dem Titel My Fault entstand unter der Mitwirkung von Left-Boy-Produzent Simon Herzog.[4] Sie veröffentlichte die sechs Songs im August 2014 auf ihrer Website als Gratis-Download. In der Folge wurde der Radiosender FM4 auf die Schülerin aufmerksam und verschaffte ihrer ersten Single Green Queen beachtliches Airplay. Noch vor dem Schulabschluss verpflichteten Bilderbuch die Newcomerin als Support für ihre Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Ein vorläufiger Durchbruch gelang ihr 2016 mit der Single Quiet, die wochenlang Platz eins sowie Platz zwei der Jahreswertung der FM4-Charts belegte. Das Lied stellt ein Statement gegen die Lautstärke unserer Zeit dar („Make the world go quiet“) und erhielt ein in Berlin, unter anderem im Treptower Park produziertes Video. Das US-Magazin The Fader bezeichnete die junge Künstlerin als „bezaubernde Lo-Fi-Heldin“. Ihre zweite EP Young Prophet erschien im Frühjahr 2017 beim eigenen Label LLT Records und wurde vom DJ Alex the Flipper co-produziert.[5][8]

Diskografie

Singles und EPs
  • 2014: My Fault (EP, Spinnup)
  • 2014: Green Queen
  • 2015: Little by Little (mit M.P.)
  • 2016: Quiet
  • 2017: Young Prophet (EP, LLT Records)
  • 2017: Love Longtime
  • 2017: Fly
  • 2017: Aventura
  • 2017: Janet Jackson
  • 2018: Yellow
  • 2018: Bite

Erfolge

  • Amadeus Award
    • 2017: Nominierung in der Kategorie Künstlerin des Jahres
    • 2017: Nominierung für den FM4-Award
  Commons: Mavi Phoenix  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Frauen im Rap: In der Nische, aber gar nicht quiet. Die Presse, 30. Januar 2017, abgerufen am 17. Mai 2017.
  2. Die Abenteuer der Phoenix. Die Presse, 31. März 2017, abgerufen am 17. Mai 2017.
  3. 1 2 „Dass er es mit HipHop versucht, ist so lächerlich“ – Mavi Phoenix Interview. TheMessage.at, 28. Mai 2015, abgerufen am 18. Mai 2017.
  4. 1 2 3 Rise Like A Mavi. The Gap, 14. Mai 2015, abgerufen am 17. Mai 2017.
  5. 1 2 Plötzlich Popstar. Wiener Zeitung, 19. April 2017, abgerufen am 17. Mai 2017.
  6. Mavi Phoenix – Laut.de-Biographie. laut.de, abgerufen am 17. Mai 2017.
  7. Mavi Phoenix: Eine junge Prophetin des Pop. Kurier, 6. März 2017, abgerufen am 17. Mai 2017.
  8. 1 2 3 Alles ist Mavi Phoenix. The Gap, 30. März 2017, abgerufen am 17. Mai 2017.