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vom 14.04.2018, aktuelle Version,

Maximilian Falk

Miksa Falk
Denkmal von Miksa Falk in Budapest

Maximilian (Miksa) Falk (* 7. Oktober 1828 in Pest, Königreich Ungarn / (Kaisertum Österreich); † 10. September 1908 in Budapest, Österreich-Ungarn) war ein ungarischer Publizist und Politiker.

Leben

Falk, der einer ungarisch-jüdischen Kaufmannsfamilie entstammte, studierte an der Universität Budapest und der Universität Wien Philosophie und Jus. Bis 1867 hielt er sich vorwiegend in Wien auf. Mit seinen journalistischen Tätigkeiten begann er im Jahr 1844. Er arbeitete unter anderem beim Spiegel (der nicht mit der heutigen Zeitschrift identisch ist)[1] sowie bei den Zeitungen Der Ungar[2] und Életképek. Er nahm an der Revolution von 1848/49 teil. In den Zeitungen Pesti Napló und Wanderer kämpfte er gegen den Absolutismus.

Durch seine Arbeiten erlangte er das Vertrauen von István Széchenyi und Ferenc Deák.

Beruflich war er von 1868 bis 1906 Chefredakteur des Pester Lloyd und machte die deutschsprachige Zeitung zu einer der führenden in Ungarn.[3] Politisch war er ab dem Jahr 1869 Mitglied des ungarischen Abgeordnetenhauses und des Reichsrates als Mitglied der Liberalen Partei.

Falk lernte die ungarische Königin Elisabeth kennen und hielt für sie Vorträge über die ungarische Literatur.[4] Die Begegnungen mit der Königin hielt er in schriftlichen Erinnerungen fest, die im Jahre 1898 in Buchform unter den Titel Erzsébet királynéról -visszaemlékezések (dt. "Über die Königin Elisabeth - Erinnerungen") in Budapest erschienen sind.[5] Er verstand es zwischen dem österreichisch-ungarischen Hof und den ungarischen Politikern zu vermitteln. Falk war auch Präsident des ungarischen Journalistenvereins.

Im Jahr 1883 gründete er das Kasino von Lipótváros, das heutige Hotel Donau Palast in Budapest. Er war auch dessen erster Direktor.[6] Er war zudem Berater des ungarischen Ministerpräsidenten Sándor Wekerle während der Währungsreform nach 1883 in Ungarn.[7]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Die Geschichte des Pester Lloyd zwischen 1854–1875. I. Abschnitt 197 abgerufen am 27. Jänner 2010
  2. Die deutschsprachige Presse Ungarns in Jahren 1848/49 (PDF; 199 kB) in Ihr Männer auf, jetzt ruft die Zeit von Mária Roszá, abgerufen am 27. Jänner 2010
  3. The Centropa Interview auf CENTROPA.ORG vom September 2007 abgerufen am 27. Jänner 2010 (engl.)
  4. Gábor Ujváry: Auf den Spuren ungarischer Geschichte in Wien in Collegium Hungaricum abgerufen am 27. Jänner 2010
  5. Eine ungarische Neuauflage des Buches erschien 2016 in der Reihe "Szepmives" in Budapester Athenaeum Kiadó (Verlag). ISBN 978-612-566-210-2
  6. Budapest Hotels abgerufen am 27. Jänner 2010
  7. Sándor Wekerle, 1848-1921: die politische Biographie eines ungarischen .. von Géza Andreas von Geyr abgerufen am 27. Jänner 2010