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vom 13.06.2017, aktuelle Version,

Meinrad Guggenbichler

Porträt Guggenbichlers am Wolfgang-Altar in Mondsee
Hochaltar der Abteikirche Michaelbeuern

Meinrad Guggenbichler, auch Johann Meinrad Guggenbichler (* 17. April 1649 in Einsiedeln, Schweiz; † 10. Mai 1723 in Mondsee, Oberösterreich) war ein Bildhauer des Barock.

Leben

Meinrad Guggenbichler wurde in Einsiedeln unter dem Namen "Guggenbüel" geboren. Sein Vater Georg war Steinbildhauer und Baumeister. Nach dem Tod des Vaters ging er mit seinem älteren Bruder Johann Michael nach Dillingen und absolvierte dort seine Lehrzeit.

Aus dem Jahre 1670 sind seine ersten Arbeiten im Kloster Sankt Florian bei Linz datiert. Bereits 1675 wirkte er bei der Errichtung des Hochaltars in der Pfarrkirche Straßwalchen mit, die dem Kloster Mondsee inkorporiert war. Ab 1678 arbeitete er bis zu seinem Lebensende als Stiftsbildhauer für das Kloster Mondsee.

Zum Werk des ab 1678 in Mondsee als Haupt einer bedeutenden Werkstätte ansässigen Künstlers gehören die Altäre in Straßwalchen, Mondsee, Irrsdorf, Lochen am See, St. Wolfgang, Oberwang, Michaelbeuern, Stadtpfarrkirche Rattenberg (Tirol) und Oberhofen am Irrsee sowie Statuen für Munderfing, Schleedorf und Maria Kirchental.

Werke

  • ab 1679: Seitenaltäre und Kanzel und Figuren für die Basilika Mondsee
  • um 1700: Figuren hl. Wolfgang und hl. Bonifatius im Chor der Pfarrkirche St. Laurentius in Tittmoning
  • 1699–1701 Hochaltarfiguren Martyrium der hl. Stephanus und die Seitenfiguren Georg und Florian und weitere Figuren aus der Werkstatt in der Pfarrkirche Schleedorf, die Figurengruppe Verkündigung an Maria im Pfarrhof aus der Werkstatt Meinrad Guggenbichler befindet sich im Dommuseum Salzburg

Literatur

  Commons: Meinrad Guggenbichler  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien