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vom 14.08.2017, aktuelle Version,

Monika Kircher

Monika Kircher (2015)

Monika Kircher, auch Monika Kircher-Kohl, (* 8. Juli 1957 in Spittal an der Drau[1]) ist eine österreichische Managerin und Politikerin.

Leben

Monika Kircher studierte von 1975 bis 1980 an der Wirtschaftsuniversität Wien Handelswissenschaften.[2][3] Anschließend ging sie für ihre Doktorarbeit für eineinhalb Jahre nach Mexiko, wo sie im Kulturinstitut der österreichischen Botschaft tätig war, verwarf die Dissertation jedoch.[4] Von 1981 bis 1988 war sie Geschäftsführerin der Kärntner Regionalstelle des Österreichischen Informationsdienstes für Entwicklungspolitik (ÖIE), von 1988 bis 1991 war sie als freiberufliche Beraterin und Lehrbeauftragte an der Universität Klagenfurt tätig.

1991 bis 2001 war sie als Vizebürgermeisterin der Stadt Villach für Finanzen und Wirtschaft, Personal, Kultur, Schule, Jugend und Frauen zuständig.

Ab April 2001 war sie als Mitglied des Vorstandes der Infineon Technologies Austria AG für Finanzen, Forschung und Personal verantwortlich.[1] 2006 übernahm sie die Leitung des Infineon-Standortes Villach, ab Juni 2007 war sie Vorstandsvorsitzende des Unternehmens. Ende März 2014 schied Kircher aus dem Vorstand aus, ihr folgte Sabine Herlitschka als Vorstandvorsitzende nach.[5]

2011 unterstützte sie die Initiative für ein Bildungsvolksbegehren von Hannes Androsch.[6] In den Medien war sie 2014 als mögliche SPÖ-Wissenschaftsministerin genannt worden.[5] 2016 wurde sie als mögliche SPÖ-Bildungsministerin genannt.[6]

Den Zweitnamen Kohl strich Kircher nach ihrer zweiten Heirat im Mai 2012.[7]

Kircher ist Mitglied in den Aufsichtsräten der RWE AG, der Austrian Airlines AG und der Andritz AG, der KELAG-Kärntner Elektrizitäts-AG und der Siemens AG Österreich sowie Aufsichtsratsvorsitzende der Kärntner Energieholding Beteiligungs GmbH.[8]

Auszeichnungen

  Commons: Monika Kircher  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Mag. Dr. h.c. Monika Kircher. Abgerufen am 12. Mai 2016.
  2. 1 2 3 Monika Kircher - eine Managerin mit Herz, Hirn und Charisma. APA-Meldung vom 16. Mai 2014, abgerufen am 12. Mai 2016.
  3. Verbundkatalog: Zur Problematik der Arbeitsmotivation in der Sowjetunion. Diplomarbeit Monika Kircher, 1979.
  4. Kleine Zeitung: Monika Kircher: Eine Managerin mit Herz und Hirn. Artikel vom 7. Dezember 2013, abgerufen am 12. Mai 2016.
  5. 1 2 derStandard.at - Infineon-Austria-Chefin Monika Kircher scheidet Ende März aus. APA-Meldung vom 2. Dezember 2013, abgerufen am 12. Mai 2016.
  6. 1 2 diepresse.com - Kern setzt auf Wehsely, Leichtfried und eine Kärntnerin. Artikel vom 12. Mai 2016, abgerufen am 12. Mai 2016.
  7. ÖIAG-Job: Monika Kircher soll abgewunken haben. Artikel vom 12. Juli 2012, abgerufen am 12. Mai 2016.
  8. RWE AG: Einberufung zur Hauptversammlung 2017, abgerufen am 3. Juni 2017
  9. diepresse.com - Austria'07 - Österreicher des Jahres. Abgerufen am 12. Mai 2016.
  10. Monika Kircher Kohl ist WU-Managerin des Jahres 2008. Artikel vom 7. Oktober 2008, abgerufen am 12. Mai 2016.
  11. Universität Salzburg: Ehrendoktorinnen/Ehrendoktoren. Abgerufen am 13. Mai 2016.
  12. 1 2 Lebenslauf Dr. h.c. Monika Kircher. Abgerufen am 12. Mai 2016.