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vom 07.01.2018, aktuelle Version,

Murg (Hochrhein)

Wappen Deutschlandkarte

Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Waldshut
Höhe: 300 m ü. NHN
Fläche: 20,9 km2
Einwohner: 6917 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 331 Einwohner je km2
Postleitzahl: 79730
Vorwahl: 07763
Kfz-Kennzeichen: WT
Gemeindeschlüssel: 08 3 37 076
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 52
79730 Murg
Webpräsenz: www.murg.de
Bürgermeister: Adrian Schmidle
Lage der Gemeinde Murg im Landkreis Waldshut
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Über dieses Bild

Murg ist eine Gemeinde im Landkreis Waldshut in Baden-Württemberg in unmittelbarer Nachbarschaft zur Schweizer Grenze.

Zentrum von Murg

Geographie

Geographische Lage

Murg liegt direkt am Hochrhein zwischen 290 und 803 Meter Höhe.

Name

Murg hat seinen Namen vom gleichnamigen Fluss, der aus einem Hochmoor bei Herrischried entspringt. Murg leitet sich ab vom keltischen Murgo („schwarzes Wasser“).

Nachbargemeinden

Die Gemeinde grenzt im Norden an Görwihl, im Osten an die Stadt Laufenburg, im Süden an die Schweizer Gemeinden Kaisten und Sisseln im Kanton Aargau und im Westen an Bad Säckingen und Rickenbach.

Gemeindegliederung

ev. Christuskirche Murg

Zur Gemeinde Murg gehören die früher selbstständigen Gemeinden Hänner, Niederhof und Oberhof. Zur ehemaligen Gemeinde Hänner gehören das Dorf Hänner und das Haus Gaisbühl (Neumatten). Zur Gemeinde Murg in den Grenzen vom 31. Dezember 1972 gehören das Dorf Murg, die Siedlung Weiermatt, die Weiler Hinterer Hammer (Murghammer) und Rothaus und die Höfe Rheinsberg und Rüttene. Zur ehemaligen Gemeinde Niederhof gehören die Dörfer Niederhof, Diegeringen und Zechenwihl. Zur ehemaligen Gemeinde Oberhof gehören das Dorf Oberhof, der Zinken Im Sod und die Häuser Spittelhau.

In der Gemeinde Murg im Gebietsstand vom 31. Dezember 1972 liegt die Wüstung Hilgeringen und im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Oberhof liegt die Wüstung Timos.[2]

Wappen der früheren Gemeinden

Geschichte

Frühe Geschichte

Antoniuskapelle Murg
Brunnenanlage

In Murg bestand bereits in keltischer und römischer Zeit eine Siedlung. Die weitergehende Besiedelung des Hochrheingebiets geht auf die Alamannen im 4. bis 7. Jahrhundert zurück, die die bereits bestehende Siedlung zu einem Bauerndorf ausbauten. Erstmals erwähnt wurde Murg im Jahr 1260 als Murgon, ältere Urkunden wurden wohl beim Brand des Stiftsarchivs des Damenstifts Säckingen im Jahr 1272 vernichtet. Murg war einer der acht Hauptorte der Grafschaft Hauenstein und gehörte bis zum Frieden von Luneville zu Vorderösterreich.

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1973 wurden die Gemeinden Niederhof, Oberhof und Hänner eingemeindet.[3]

Einwohnerzahlen

Die Gemeinde hat insgesamt 6745 Einwohner (Stand April 2011[4]). In Murg leben 3260, in Niederhof 1631, in Oberhof 740 und in Hänner 1114 Menschen. In allen Ortsteilen zusammen wohnen 3447 Frauen und 3298 Männer. Der Ausländeranteil beträgt 13,0 % (876 Einwohner).

Politik

Verwaltungsgemeinschaft

Die Gemeinde gehört mit Herrischried und Rickenbach der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft mit der Stadt Bad Säckingen an.

Gemeinderat

Die Kommunalwahlen in Baden-Württemberg 2014 führten zu folgendem Ergebnis:[5]

Partei / Liste Prozent Sitze
CDU 36,2 8
FW 35,1 7
SPD 19,5 4
Grüne 9,2 2
Kirche St. Magnus  : Hochaltarblatt von Jakob Karl Stauder

Bürgermeister

Der Forstingenieur Adrian Schmidle wurde im Juni 2007 mit 55,6 Prozent der Stimmen zum neuen Bürgermeister gewählt. Schmidle wurde im Juli 2015 mit 96,7 % der Stimmen wiedergewählt.

Partnerschaft

Murg unterhält eine Partnerschaft mit der Stadt Mehun-sur-Yèvre im Département Cher (Frankreich).

Verkehr

Der Haltepunkt Murg (Baden) liegt an der Hochrheinbahn von Basel Bad Bf nach Konstanz.

Musikvereine

Das Harmonika Orchester Murg e.V., welches am 1. April 1941 inmitten des Zweiten Weltkriegs gegründet wurde, ist seitdem ein fester Bestandteil des Murger Musiklebens. Zu den alljährlichen Aktivitäten gehören das Frühjahrskonzert, die Teilnahme an der Strabufa Murg sowie ein Herbstkonzert und Weihnachtsfeier.

Der Musikverein Oberhof e. V. wurde am 4. Februar 1912 gegründet und feierte im Juli 2012 sein 100-jaehriges Jubiläum.[6]

Sportvereine

Murg

Sportanlage Murg

Im Jahre 1919 wurde der Fussballclub Murg gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg sollte der FCM wieder gegründet werden, doch die Militärregierung aus Frankreich erlaubte dies nicht. Als Resultat daraus entstand dann nach dem Zweiten Weltkrieg der Nachfolgeverein 'BLAU-WEISS Murg e.V'. Heute steht der Verein für Fußball, Tischtennis und Freizeitsport.

Niederhof

Der Radsportverein (RSV) Niederhof wurde 1923 gegründet. Heute bietet er ein breitgefächertes Angebot von Aktivitäten an, wie zum Beispiel Mountainbike, Aerobic, Jazz für Jugendliche oder auch Badminton.

Der Sportverein Niederhof wurde am 30. November 1963 gegründet. Neben der Fußballabteilung gibt es eine Damengymnastik-Abteilung, gegründet im Jahr 1968. Die Fußballabteilung hat zwei Herren-Aktivmannschaften sowie eine Damen-Aktivmannschaft.

Oberhof

Der Verein Gesund + Fit in Oberhof (GFO) wurde am 2. November 2001 gegründet und hat derzeit (2016) rd. 400 Mitglieder.

Er hat folgende Abteilungen: Oldie Fitness, Mutter-Kind Turnen, Kinderturnen, Mädchenturnen, Bubenturnen, Damengymnastik, Damenfreizeit, Jedermänner und Tischtennis.

Hänner

Der Sportverein (SV) Hänner wurde im Jahre 1959 gegründet.

Persönlichkeiten

Niederhof ist der Heimatort von Sabine Spitz, der Olympiasiegerin auf dem Mountainbike bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking.

Literatur

  • Gemeinde Murg am Hochrhein (Hrsg.), Leopold Döbele: Geschichte von Murg am Hochhrein. Ebner Ulm. 1959.

Einzelnachweise

  1. Alle politisch selbständigen Gemeinden mit ausgewählten Merkmalen am 30.09.2016 (3. Quartal 2016) (XLS-Datei, 4,86 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 961–967
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 502.
  4. Homepage der Gemeinde Murg
  5. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
  6. Homepage des Musikvereins, abgerufen am 16. September 2012
  Commons: Murg (Hochrhein)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien