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vom 03.11.2017, aktuelle Version,

Museum für mittelalterliche Rechtsgeschichte

Eingang zum Museum
Ausstellungsexponat: Form des Waterboardings im Mittelalter

Das Museum für mittelalterliche Rechtsgeschichte (auch Foltermuseum) ist ein Museum im 6. Wiener Gemeindebezirk Mariahilf. Es behandelt die Geschichte des europäischen Rechtswesens mit dem Schwerpunkt auf Foltermethoden des Mittelalters bis zur frühen Neuzeit.

Ausstellung

Der Eingang des in unmittelbarer Nähe vom Haus des Meeres gelegenen Museums führt in einen Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Dort befinden sich etwa 100 originaltreue Exponate, welche sich auf einer Ausstellungsfläche von rund 800 m² ausdehnen. Dazu gehören u.a. die Eiserne Jungfrau, eine Streckbank, der Pranger oder die Guillotine. Die einzelnen Geräte werden überwiegend mit lebensgroßen Puppen dargestellt. Zudem gibt es einen Raum, in dem die Simulation eines Bombardements durchgeführt wird.

Außerdem besteht eine Sektion, welche in Zusammenarbeit mit Amnesty International entstanden ist und sich mit heutiger Form von Folter und Verstößen gegen die Menschenrechte auseinandersetzt.

Literatur

  • Alexander Glück, Marcello LaSperanza und Peter Ryborz: Unter Wien: Auf den Spuren des Dritten Mannes durch Kanäle, Grüfte und Kasematten. Ch. Links Verlag (2001). S. 29–31
  • Museums of the World: Afghanistan-Turkmenistan. Band 1. K. G. Saur Verlag (2003). S. 52