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vom 27.12.2019, aktuelle Version,

Neue Reutlinger Hütte

Neue Reutlinger Hütte
DAV-Schutzhütte Kategorie I
Die Neue Reutlinger Hütte im Verwall mit den Pflunspitzen im Hintergrund.

Die Neue Reutlinger Hütte im Verwall mit den Pflunspitzen im Hintergrund.

Lage Wildebene; Vorarlberg, Österreich
Gebirgsgruppe Verwall
Geographische Lage: 47° 4′ 31″ N, 10° 6′ 56″ O
Höhenlage 2395 m ü. A.
Neue Reutlinger Hütte (Vorarlberg)
Neue Reutlinger Hütte
Besitzer Sektion Reutlingen des DAV
Erbaut 1970
Bautyp Schutzhütte; Massivholz
Erschließung Hubschrauber
Übliche Öffnungszeiten ganzjährig, mit AV-Schlüssel
Beherbergung 0 Betten, 12 Lager
Weblink Webseite der Hütte
Hüttenverzeichnis ÖAV DAV
p1

Die Neue Reutlinger Hütte (auch Walter-Schöllkopf-Hütte) ist eine Alpenvereinshütte der Sektion Reutlingen des Deutschen Alpenvereins im Verwall und steht in Vorarlberg, Österreich.

Lage

Die Selbstversorger-Hütte steht südlich und oberhalb von Klösterle (Klostertal) am oberen, südlichen Ende der Wildebene, in windexponierter Lage auf dem Sattel zwischen Östlicher Eisentaler Spitze und Pflunspitzen. Dieser Sattel bildet den Übergang zwischen dem Nenzigasttal und dem Gaflunatal. In Hüttennähe befinden sich einige kleinere Seen.

Geschichte

Die 1905 gegründete Sektion Reutlingen erwog zunächst am Kreuzjoch oberhalb von Schruns, wo jedoch die Sektion Worms bereits intensiv an der Errichtung ihrer Wormser Hütte arbeitete, zu bauen. Ein Mitglied der Sektion Reutlingen brachte daraufhin 1907 den Platz auf der Wildebene ins Gespräch. Am 3. August 1909 weihte sie dort die Reutlinger Hütte ein. 1953 brannte sie bis auf ihre Grundmauern nieder. Ersatzweise nutzte die Sektion ihre für den Winterbetrieb errichtete Kaltenberghütte nun auch im Sommer, was jedoch als auf Dauer unbefriedigende Lösung galt. So entstand auf Initiative des 1. Vorsitzenden der Sektion, Walter Schöllkopf, die Neue Reutlinger Hütte als Selbstversorgerhütte. Ihr Rohbau wurde, nachdem 11 t Material mit dem Hubschrauber hinaufgebracht waren, in nur zwei Tagen in Blockhaus-Bauweise auf dem Fundament des abgebrannten Gebäudes errichtet. Am 26./27. September 1970 konnte sie eingeweiht werden.

Im Frühjahr 1977 schob eine Staublawine die Hütte 2 m vom Fundament. Sie war jedoch so solide gebaut, dass sie als Ganzes weitgehend intakt blieb, und im darauffolgenden Sommer mit Seilwinden an ihren ursprünglichen Platz gezogen werden konnte.

1987 ersetzte man das separate Klohäuschen durch einen Anbau. Geheizt und gekocht wurde bis 1995 mit Flüssiggas, seither mit einem Holzherd.[1] 2002 errichtete die Sektion einen Anbau zur Lagerung des Brennholzes an der Ostseite, 2018 entstand an der Nordostecke ein weiterer Anbau mit einer Bio-Toilette.[2]

Zugänge

  • Von Klösterle oder Langen über Nenzigastalm, 4½ h
  • Von Klösterle über Satteinser Alm, 4½–5 h
  • Von Stuben über Stubener Weg, 5 h
  • Von Silbertal im Montafon über Gaflunatal, 5 h (ab der Unteren Gaflunaalpe, 1360 m, bis zu welcher im Sommer ein Transport im Wanderbus angeboten wird, 3 h)
  • von der Konstanzer Hütte durch das Pfluntal und über das Gafluna-Winterjöchli 3 h

Nachbarhütten und Übergänge

  • Zur Kaltenberghütte, „Stubener Weg“ – Bludenzer Alpe, 4 h
  • Zur Konstanzer Hütte, Gafluna Winterjöchli – Pfluntal, 2 h
  • Neue Reutlinger Hütte (rechts unten) vom Aufstieg zur Östlichen Eisentaler Spitze, Pflunspitzen links oben
    Zur Wormser Hütte, über Gaflunatal – Silbertal – Grasjoch – Kreuzjoch

Gipfel

  • Reutlinger Turm (2606 m), über Südgrat (UIAA-Skala III), 3 h
  • Östliche Eisentalerspitze (2753 m), nicht markiert, Steinfiguren, 1½ h
  • Pflunspitzen (2912 m), 3 h, leichtester Anstieg UIAA-Skala I – II
  • Kaltenberg (2896 m), 3½ h

Karten

  • Alpenvereinskarte AV 3/2, 1:25.000, Lechtaler Alpen – Arlberggebiet
  • Alpenvereinskarte AV 28/2, 1:25.000, Verwallgruppe – Mitte

Einzelnachweise

  1. 100 Jahre Berge gemeinsam erleben - DAV-Sektion Reutlingen 1905–2005. Herausgeber: DAV-Sektion Reutlingen (im Eigenverlag herausgegebenes Buch im Stile einer Festschrift ohne ISBN, gelesen in der Neuen Reutlinger Hütte)
  2. Einträge von Sektionsmitgliedern, die den Anbau errichteten, im Winterraumbuch.