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vom 02.04.2017, aktuelle Version,

Niederösterreichische Landesakademie

Niederösterreichische Landesakademie
Rechtsform Körperschaft öffentlichen Rechts
Gründung 1988
Auflösung 2017
Auflösungsgrund Aufhebung des Gesetzes über NÖ Landesakademie
Sitz letzter Sitz: St. Pölten, Niederösterreich

Die Niederösterreichische Landesakademie war die Zukunftsakademie des Landes Niederösterreich. Sie wurde per 1. Jänner 2017 aufgelöst.

Geschichte

Im Jahr 1987 wurde die gesetzliche Grundlage für die Errichtung der Wissenschaftlichen Landesakademie für Niederösterreich im niederösterreichischen Landtag beschlossen.[1] Die Gründung erfolgte 1988 durch den Landeshauptmann Siegfried Ludwig. Als Standort wurde das Areal der ehemaligen Produktionswerkstätte der Austria Tabakwerke in der Dr.-Karl-Dorrek-Straße in Krems an der Donau ausgewählt. Seit ihrer Gründung beschäftigte sich die Landesakademie mit dem Thema Zukunft.[2] Ihre ursprüngliche Bestimmung war es, eine Universität neuen Stils in Niederösterreich vorzubereiten, was mit der Eröffnung der Donau-Universität Krems im Jahr 1995 gelungen ist.[3] Seit dem Umzug von Krems nach St. Pölten im Jahr 1997[4] befand sich ihre Heimstätte bis zur Stilllegung im Kulturbezirk des Regierungsviertels im Haus 17A.[5] Sie koordinierte die Aktivitäten und Projekte im Jahr der Freiwilligen 2011.[6]

Im Zuge einer Budgetklausur des Landtagsklubs der ÖVP Niederösterreich Anfang Juni 2016 wurde die Auflösung der Landesakademie beschlossen. Der Landtag von Niederösterreich hat am 16. Juni 2016 die Auflösung der NÖ Landesakademie (Aufhebung des Gesetzes über eine NÖ Landesakademie 1995 LGBl. 5100) verabschiedet.[7] Die Aufhebung trat mit 1. Jänner 2017 in Kraft. Auf Initiative von Friedrich Faulhammer wurde stattdessen eine Privatstiftung in Form einer Denkwerkstätte für die Herausforderungen der Zukunft gebildet. Diese 100 Prozent-Tochter des Landes Niederösterreich (Forum Morgen Privatstiftung) hat ihren Sitz in Krems an der Donau.[8][9]

Tätigkeiten

Die NÖ Landesakademie war eine Wissensdienstleisterin für fach- und gesellschaftspolitisch wichtige Themen, insbesondere in Fragen des Bildungswesens und der Landesentwicklung.[10]

Daraus ergaben sich folgende Arbeitsfelder:[10]

  • Leitbild- und Zukunftsarbeit
  • Management innovativer Bildungs- bzw. Landesentwicklungsprojekte
  • Dokumentation und Wissensmanagement
  • Fort- und Weiterbildung im Sinne lebensbegleitenden Lernens

Einzelnachweise

  1. Gesetz über eine NÖ Landesakademie 1995
  2. NÖ Landesakademie (Gründungsjahr 1988)
  3. Vorbereitung einer Universität in Niederösterreich – der Donau-Universität Krems
  4. Übersiedlung in die Landeshauptstadt St. Pölten
  5. Dienststellen im Landhaus, Haus 17a
  6. Gesetz über eine NÖ Landesakademie 1995 §2
  7. Privatstiftung löst Landesakademie ab noe.orf.at, 5.6.2016. Abgerufen am: 2.1.2017.
  8. Grüne Skepsis zum Aus der NÖ Landesakademie ots-Presseaussendung, 7.6.2016. Abgerufen am: 2.1.2017.
  9. Stiftungsurkunde "Forum Morgen Privatstiftung" Amt der NÖ Landesregierung, 31.5.2016. Abgerufen am: 2.1.2017
  10. 1 2 Auftrag und Tätigkeit der NÖ Landesakademie

Literatur

  • Michael Urban: NÖ Landesakademie 1998-2008. St.Pölten 2008, ISBN 978-3-901967-34-4
  • Alberich Klinger, Karl Sablik, Werner Fröhlich: Von der Tabakfabrik zur Donau-Universität Krems. St. Pölten 2000, ISBN 3-901967-05-2

Siehe auch