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vom 16.06.2020, aktuelle Version,

Nik P.

Nik P. (2018)
Nik P. bei der SWR4 Schlagernacht in Speyer 2016

Nik P. (* 6. April 1962 in Friesach, Kärnten; bürgerlich Nikolaus Presnik) ist ein österreichischer Schlagersänger und -komponist. In seiner Heimat zählt er seit Ende der 1990er Jahre zu den erfolgreichsten Interpreten seines Genres. Über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt wurde er durch die Komposition Ein Stern (… der deinen Namen trägt). Acht Jahre nachdem er den Titel für den Grand Prix des Schlagers geschrieben hatte, konnte er sich Anfang 2007 in verschiedenen Versionen, darunter von DJ Ötzi und Nic, in den Hitparaden platzieren. Die Fassung, die er zusammen mit DJ Ötzi einspielte, wurde zur erfolgreichsten Single in Deutschland seit zehn Jahren und überholte als derjenige Titel, der am längsten in den Top 10 der deutschen Single-Charts war, Freddy Quinns Die Gitarre und das Meer. 2008 gewann er den deutschen Musikpreis Echo in der Kategorie Hit des Jahres.

Werdegang

Presnik wurde 1962 als drittes von fünf Kindern einer Kärntnerin und eines russischen Kosaken geboren.[1] Nach dem frühen Tod seiner Mutter Maria Presnik wuchs er bei Familie Wilplinger in Straßburg auf der Krassnitz in Kärnten auf. Er schloss die Hauptschule ab und absolvierte im Anschluss eine Ausbildung zum Kellner. Die Einberufung zum Bundesheer unterbrach zunächst seinen beruflichen Werdegang. Nach dem Ausstieg aus dem Heer arbeitete Nikolaus Presnik als Zimmermann. Später war er als CNC-Techniker bei IBS – Paper Performance Group, einer Zulieferfirma für die Zellstoffindustrie mit Sitz in Teufenbach, beschäftigt.

Bereits als Jugendlicher brachte er sich das Gitarrespielen als Autodidakt bei. Im Alter von 19 Jahren gründete er zusammen mit seinem Cousin Gottfried Notsch eine Band, mit der er im lokalen Kreis auftrat. Als sein Chef, Klaus Bartelmuss, Presniks Talent erkannte, richtete er in einem ehemaligen Stallgebäude im steirischen Teufenbach ein Tonstudio mit dem Namen Stall Records ein. Unter dem Titel Gebrochenes Herz entstand zusammen mit Presniks Begleitband Reflex 1997 sein Debütalbum. Gleich mit der ersten Single Dream Lover erreichte er Platz 1 der heimischen Schlagerparade. 1998 produzierte er das Album Mit dir, auf diesem ist der spätere Erfolgstitel Ein Stern, der deinen Namen trägt zu hören. In den ersten drei Jahren seiner Karriere folgten fünf weitere Platzierungen an der Spitze. Der ORF zeichnete Presnik 2001 als meistgespielten Interpreten mit dem Goldenen Stern aus. 2005 trennte sich Presnik von Reflex und einigen seiner langjährigen Begleitermusiker. 2006 bekam er Platin für sein Album Lebenslust und Leidenschaft.

2007 veröffentlichte Nikolaus Presnik zusammen mit DJ Ötzi seinen 1998 geschriebenen Song Ein Stern, der deinen Namen trägt, der elf Wochen auf Platz 1 der Deutschen Musikcharts, sowie 13 Wochen auf Platz 1 der Ö3 Austria Top 40 verbrachte. Für über 450.000 verkaufte Exemplare wurde der Song in Deutschland mit 3-fach-Gold ausgezeichnet.[2] In Österreich wurde der Song über 60.000 Mal verkauft, wodurch er von der International Federation of the Phonographic Industry mit 2-fach-Platin ausgezeichnet wurde.[3] 2008 erhielt Presnik für Ein Stern, der deinen Namen trägt den deutschen Musikpreis ECHO in der Kategorie „Erfolgreichster Titel international“.

Nik P. ist geschieden und hat vier Kinder. Am 22. März 2020 wurde bekannt, dass Nik P. sich mit dem Coronavirus infiziert hat.[4]

2017 wurde er bei den Amadeus Awards zusammen mit DJ Ötzi in der Kategorie Schlager ausgezeichnet.[5]

Die Band von Nik P.

2005 gründete Nik P. seine neue Band, wobei Yosev Düregger und Andi Wilding bereits bei Reflex an seiner Seite spielten. Die Band besteht hauptsächlich aus Absolventen der Musikuniversität Graz.

  • Andi Wilding: Gitarre
  • Josef (Yosev) Düregger: Piano / musikalische Leitung
  • Willi Ganster: Gitarre
  • Harald Vorraber: Schlagzeug
  • Christian Seiner: Bass
  • Mario Stambolija-Strauss: Keyboards

Diskografie

Studioalben

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungenTemplate:Charttabelle/Wartung/ohne Quellen
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  AT  CH
1997 Gebrochenes Herz
Erstveröffentlichung: 8. April 1997
1998 Mit dir
Erstveröffentlichung: 24. April 1998
1999 Du bist die Sonne AT27
(8 Wo.)AT
Erstveröffentlichung: 22. Juni 1999
mit Reflex
2000 Du und ich AT47
(2 Wo.)AT
Erstveröffentlichung: 16. Juni 2000
mit Reflex
2001 Wie der Wind AT30
(6 Wo.)AT
Erstveröffentlichung: 14. September 2001
mit Reflex
2003 Superstar AT17
(6 Wo.)AT
Erstveröffentlichung: 1. September 2003
2005 Briefe an den Mond AT8
(9 Wo.)AT
Erstveröffentlichung: 28. März 2005
2006 Lebenslust & Leidenschaft DE89
(1 Wo.)DE
AT4
Platin
Platin

(40 Wo.)AT
Erstveröffentlichung: 8. September 2006
Verkäufe: + 20.000
2008 Freudentränen AT4
Gold
Gold

(15 Wo.)AT
CH86
(2 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 16. Mai 2008
Verkäufe: + 10.000
2009 Weißt du noch … DE81
(2 Wo.)DE
AT3
Platin
Platin

(25 Wo.)AT
CH75
(3 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 3. Juli 2009
Verkäufe: + 20.000
2011 Der Junge mit der Luftgitarre DE25
(4 Wo.)DE
AT1
Gold
Gold

(26 Wo.)AT
CH29
(11 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 6. Mai 2011
Verkäufe: + 10.000
2012 Bis ans Meer DE41
(2 Wo.)DE
AT1
Gold
Gold

(17 Wo.)AT
CH77
(1 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 16. November 2012
Verkäufe: + 10.000
2014 Löwenherz DE33
(4 Wo.)DE
AT3
Platin
Platin

(44 Wo.)AT
CH26
(7 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 6. Juni 2014
Verkäufe: + 15.000
2017 Ohne wenn und aber DE19
(2 Wo.)DE
AT1
Gold
Gold

(20 Wo.)AT
CH15
(5 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 15. September 2017
Verkäufe: + 7.500

Quellen

  1. Nik P. – Die etwas andere Künstler Biografie (2/7), Radio-Vhr.de, eingesehen am 1. Mai 2015
  2. BVMI Gold-/Platin-Datenbank. Bundesverband Musikindustrie, abgerufen am 24. Oktober 2014.
  3. IFPI Austria Gold&Platin datenbank. IFPI Austria, abgerufen am 24. Oktober 2014 (Suche bei Titel nach „Ein Stern“ oder bei Interpret nach „DJ Ötzi“).
  4. Nik P. warnt vor Covid-19, deutschlandfunkkultur.de, erschienen und abgerufen am 22. März 2020.
  5. Nik P. erhält den Amadeus-Award. In: Schlager.de. Abgerufen am 16. Juni 2020.
Commons: Nik P.  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien