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vom 01.12.2014, aktuelle Version,

Oberweißau

Oberweißau (Rotte)
Ortschaft
Oberweißau (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Braunau am Inn (BR), Oberösterreich
Gerichtsbezirk Mattighofen
Pol. Gemeinde Munderfing  (KG Achenlohe)
Koordinaten 48° 1′ 56″ N, 13° 10′ 41″ O
Höhe 496 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 45 (2001)
Gebäudestand 19 (2001)
Postleitzahl 5222 Munderfing
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 07643
Zählsprengel/ -bezirk Munderfing-Umgebung (40426 001)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; DORIS

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Oberweißau ist ein Dorf im Innviertel in Oberösterreich wie auch Ortschaft der Gemeinden Munderfing und Lochen am See im Bezirk Braunau am Inn, und Katastralgemeinde Oberweissau der letzteren.

Geographie

Oberweißau (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Oberweissau
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Braunau am Inn (BR), Oberösterreich
Gerichtsbezirk Mattighofen
Pol. Gemeinde Lochen am See
Koordinaten 48° 1′ 40″ N, 13° 9′ 46″ O
Höhe 496 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 44 (2001)
Gebäudestand 16 (2001)
Fläche d. KG 8,53 km²
Postleitzahl 5221 Lochen
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 07545
Katastralgemeinde-Nummer 40122
Zählsprengel/ -bezirk Lochen (40419 000)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; DORIS

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Oberweißau befindet sich 8½ Kilometer südlich von Mattighofen, 8 Kilometer nordwestlich von Straßwalchen im Mattigtal, zwischen den Orten Munderfing nördlich und Lochen südlich, 4 Kilometer von ersterem, 2½ von zweiterem, unweit des Kobernaußerwalds. Es liegt auf um die 500 m ü. A. Höhe rechts am Mühlberger Bach, der vom Tannberg kommend der Mattig zufließt, und hier mit dem parallelen Schwemmbach östlich die südliche Weitung des Mattigtales bildet.

Der Ort hat etwa 30 Gebäude mit knapp 100 Einwohnern. Er befindet sich genau auf der Gemeindegrenze. Der nördliche Teil bildet – als Rotte klassiert – eine Ortschaft von Munderfing, der südliche – ein Dorf – eine von Lochen am See;[1] beide Teile sind etwa gleich groß.

Der Ort liegt an der L1043 Lochener Straße Munderfing – Lochen.

Die wesentlich umfassendere Katastralgemeinde Oberweissau von Lochen am See mit knapp 853 Hektar umfasst auf über 6 Kilometer Ausdehnung das gesamte nördliche Gemeindegebiet, von den Fluren am Schwemmbach bei der Ortschaft Oberhaft östlich des Ortes über die Ortschaften Roßwinkel, Babenham, Unterlochen und Bergham westlich bis Kerschham an der Mattig, ein Gebiet, das schon zum Südinnviertler Seengebiet gerechnet wird.[2]

Nachbarorte, -ortschaften und -katastralgemeinden:
Jeging   (KG, Gem.)




Unterweißau (O, Gem. Munderfing)
Achenlohe   (O u. KG, Gem. Munderfing)

Siegertshaft   (KG, Gem. Kirchberg b.M.)


Roßwinkel   (O, Gem. Lochen a.S.)
Valentinhaft   (O, Gem. Munderfing)
Heiligenstadt   (KG, Gem. Lengau)
Oberhaft   (O, Gem. Lochen a.S.)
Unterlochen   (O, Gem. Lochen a.S.)

Palting   (KG)

Mundenham (KG) (beide Gem. Palting)

Scherschham (O, Gem. Lochen a.S.)

Wichenham (KG, Gem. Lochen a.S.)

Lochen   (KG, Gem. Lochen a.S.)

Geschichte

Wirt z’Weissau
Wirtsskapelle Oberweißau

Der Ort ist 1120 als wizauwa (‚weiße Aue‘) urkundlich, und wurde früher schlicht Weißau oder auf der Weißau genannt.[3] Hier befand sich ein Edelsitz, das Schloss Weißau.[4] Es ist 1503 urkundlich (Meißrembl zu Weißau).[4][3] Das Schloß brannte 1810 ab, und wurde nicht mehr aufgebaut, sondern abgetragen.[4] Es stand hinter dem heutigen Wirtshaus z’Weissau (Zapfgerechtigkeit 1560, Bau von 1742, ein Tor 1557 datiert). Bis zum Nachbarort Roßwinkl standen Hofmarkshäuschen, die schon um 1830 weitgehend verschwunden waren.[3]

Nachweise

  1. Der Begriff des Dorfes in der Topographischen Siedlungskennzeichnung der Statistik Austria stellt einen „geschlossenen Ort mit 10 oder mehr Gebäuden“ dar, die Rotte „Gebäude in lockerer Anordnung ohne Rücksicht auf die Zahl“; vergl. Ortsverzeichnis 2001, gemeinsamer Textteil aller Bände, 5. Kürzungsschlüssel für die Topographische Kennzeichnung und „Sonstige Kürzungen“, S. 20;
    der Ortsname ist aber amtlich in Munderfing verortet.
  2. Die Grenze der Oberösterreichischen Raumeinheit als naturräumliche Zone wird bei Babenham gesehen.
  3. 1 2 3 Benedikt Pillwein (Hrsg.): Geschichte, Geographie und Statistik des Erzherzogthums Oesterreich ob der Enns und des Herzogthums Salzburg. Mit einem Register, welches zugleich das topographische und genealogische Lexikon ist und der Kreiskarte versehen. Geographisch-historisch-statistisches Detail nach Distrikts-Kommissariaten. 1. Auflage. Vierter Theil: Der Innkreis. Joh. Christ. Quandt, Linz 1832, Oberweissau, S. 235 f (Google eBook). 2. Auflage 1843 (Google Book)
  4. 1 2 3 Bogner: Der Edelsitz Oberweißau. In: Br. Heimatkunde Heft 8, S. 70; auch genannt in Grüll: Innviertel, S.181; Grabherr: Burgen, S. 51. Angabe nach Weissau, Digitaler Oberösterreichischer Kulturatlas (DOKA).