unbekannter Gast
vom 06.11.2017, aktuelle Version,

Ochsenkopf (Rätikon)

Ochsenkopf
Ochsenkopf

Ochsenkopf

Höhe 2286 m ü. A.
Lage Vorarlberg, Österreich und Gemeinde Schaan, Fürstentum Liechtenstein
Gebirge Rätikon der Alpen
Dominanz 3,63 km Augstenberg
Schartenhöhe 330 mfd2
Koordinaten, (CH) 47° 6′ 52″ N,  37′ 29″ O (765891 / 220472)
Ochsenkopf (Rätikon) (Vorarlberg)
Ochsenkopf (Rätikon)
Gestein Hauptdolomit
Erstbesteigung keine Angaben überliefert
Normalweg von Sareis (Sessellift von Malbun) über den Südgrat

Der Ochsenkopf ist ein 2286 m ü. A.[1] hoher Gipfel im Rätikon, einer Gebirgsgruppe der westlichen Zentralalpen. Über seinen Gipfel verläuft die Staatsgrenze zwischen dem österreichischen Bundesland Vorarlberg und dem Fürstentum Liechtenstein.

Lage und Umgebung

Der Ochsenkopf ist Teil des nahezu genau von Norden nach Süden vom Bettlerjöchle (2026 m) bis zum Sareiser Joch (2000 m) verlaufenden Ochsengrates. Während die drei hohen Gipfel dieses Grates, Ruchberg (2160 m), Ochsenkopf (2286 m) und Gamsgrat (2246 m) zum Teil stark zerklüftete Schrofenköpfe und Westflanken zeigen, ist das südlichste Gratstück nördlich vom Sareiser Joch, der gut 1 km lange Kuhgrat (2002 m), wesentlich niedriger und ein zahmer, zum Teil breiter Gras- und Zundergrat. Auf ihm liegt die Bergstation der Sesselbahn von Malbun aufs Sareiser Joch. Der ganze Kamm bildet die Wasserscheide zwischen dem Gamperdonatal im Osten und dem Saminatal bzw. Valorsch und Malbuntal im Westen. Vom Bettlerjöchle bis auf den Gamsgrat trägt der Kamm auch die Staatsgrenze zwischen Österreich und Liechtenstein.[2]

Name und Geschichte

Der Ochsenkopf hat seinen Namen von der Ochsenalpe auf der Gamperdonaseite. Das Bettlerjöchle hat seinen Namen von den Schmalz- oder Butterbettlern, die früher von Alpe zu Alpe zogen. Der Name Sareis kommt vom rätoromanischen serra = Engpass, urkundlich schon 1515 Serraßgrat und Serrißgradt. Eine Ersteigungsgeschichte gibt es nicht, doch dürfte der Ochsenkopf schon sehr früh von Jägern und Hirten bestiegen worden sein.[2]

Stützpunkte und Anstiege

Stützpunkte sind vor allem Malbun, Nenzingerhimmel und Gampalpe. Von Malbun (Sesselbahn) auf den Kuhgrat und linksum nach Norden gratentlang, dann rechts ausweichend über brüchige Schrofen auf den Gamsgrat-Südgipfel (2201 m). Vom Südgipfel des Gamsgrates weiter unschwierig über den Gamsgrat-Hauptgipfel (2246 m) und Punkt 2242, dann mäßig schwierig auf und neben dem Südgrat (ausweichen in die W-Flanke) auf den Ochsenkopf (2286 m; 2,5 – 3 Stunden von Malbun; mit Sesselbahn 45 – 60 Minuten weniger). Gelbe Markierungen weisen den Weg. Abstieg über die W-Flanke und über Sass-Fürkle zurück nach Malbun, 1,5 Stunden oder über die Aufstiegsroute zurück nach Sareis. Der leichteste, das heißt unschwierige Aufstieg auf den Ochsenkopf erfolgt von der Ochsenalpe über die OSO-Flanke oder südseitig entlang dem Ostgrat. Auch von Westen, von den Alpen Matta bzw. Göra gibt es einen unschwierigen Aufstieg.[2]

Aussicht

Vom Ochsenkopf aus unter anderem zu sehen: Zimba, Schesaplana, Panülerkopf, Salaruelkopf, Schafberg, Piz Segnas, Piz Sardona, Tödi, Clariden, Glärnisch, Churfirsten, Wildhauser Schafberg, Säntis, Altmann, Galinakopf.

Literatur und Karte

Landeskarte der Schweiz 1:25.000, Blatt 1136, Drei Schwestern. 1:50.000, Blatt 238, Montafon

Walther und Günther Flaig: Alpenvereinsführer Rätikon, Bergverlag Rudolf Rother München, 1974, ISBN 3 7633 1210 2, S. 246–247

Einzelnachweise

  1. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen Österreich: Austrian Map online (Österreichische Karte 1:50.000).
  2. 1 2 3 Walther und Günther Flaig: Alpenvereinsführer Rätikon. Bergverlag Rudolf Rother, München 1974, ISBN 3-7633-1210-2.