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vom 28.01.2018, aktuelle Version,

Pädagogische Hochschule Steiermark

Pädagogische Hochschule Steiermark
Gründung 1. Oktober 2007
Trägerschaft staatlich
Ort Graz, Österreich
Leitung Rektorin Elgrid Messner, Vizerektorin Regina Weitlaner, Vizerektorin Beatrix Karl
Studierende Ausbildung 2700 (2017), Weiterbildung 1200 (2017), Fortbildung 13.000 (2017)
Mitarbeiter 540
davon Professoren 400
Website www.phst.at@1@2Vorlage:Toter Link/www.phst.at( Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: Pädagogische Hochschule Steiermark)
Schulgebäude unter Denkmalschutz

Die Pädagogische Hochschule Steiermark (PHSt) ist eine österreichische Bildungs- und Forschungsinstitution des tertiären Bereichs zur Professionalisierung von Pädagogen und zur Qualitätsentwicklung des Bildungswesens. Sie bildet Lehrer der Primarstufe und der Sekundarstufe Allgemeinbildung sowie der Berufsbildung aus. Im Sinne des Professionalisierungskontinuums umfasst ihr Bildungsangebot auch die Fort- und Weiterbildung für Lehrer. Weiters betreibt sie berufsfeldbezogene Bildungs- und Praxisforschung und berät Bildungseinrichtungen bei Qualitätsentwicklung. Sie wurde am 1. Oktober 2007 gegründet und ging aus der Pädagogischen Akademie des Bundes in der Steiermark, der Berufspädagogischen Akademie Graz und dem Pädagogischen Institut Steiermark hervor.

Geschichte

1870 wurde in Graz die k.k. Lehrer- und Lehrerinnen-Bildungsanstalt gegründet, die vor dem Neubau der Anstalt in Graz-Geidorf, Hasnerplatz, in der Inneren Stadt, Burggasse 13, ihren Sitz hatte. Bedingt durch den schlechten Bauzustand sowie die Raumenge der Lehranstalt, wurde der Grazer Baumeister Josef Heigl beauftragt, am 15. Februar 1907 mit dem Bau der k.k. Lehrer- und Lehrerinnen-Bildungsanstalt auf dem Hasnerplatz zu beginnen.[1] Am 9. September 1909 fand die bauliche Kommissionierung statt,[2] am 15. September 1909 der Bezug des Hauses.[3] Feierlich eröffnet wurde die Anstalt am 4. Oktober 1909 vom Statthalter von Steiermark, Manfred von Clary und Aldringen (1852–1928), unter anderem im Beisein von Landeshauptmann Edmund von Attems-Heiligenkreuz (1847–1929) sowie dem Bürgermeister der Stadt Graz, Franz Graf (1837–1921).[4]

Kernaufgaben

Die Kernaufgaben der Pädagogischen Hochschule Steiermark sind::

  • Lehre: Wissenschaftsfundierte und professionsorientierte Aus-, Fort- und Weiterbildung von Pädagogen
  • Forschung: Berufsfeldbezogene angewandte Bildungs- und Praxisforschung
  • Entwicklung: Beratung für Qualitätsentwicklung an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen

Studienangebot

Die Pädagogische Hochschule Steiermark bietet Lehramtsstudien mit vierjährigen Bachelor- und ein- bis zweijährigen Masterlehrgängen, (Hochschul)Lehrgänge der Weiterbildung und Lehrveranstaltungen der Fortbildung an.

  • Lehramt für Primarstufe
  • Lehramt für Sekundarstufe Allgemeinbildung (26 allgemeinbildende Unterrichtsfächer und 2 Spezialisierungen)
  • Lehramt für Sekundarstufe Berufsbildung - Fachbereich Duale Ausbildung sowie Technisch-gewerbliche Pädagogik
  • Lehramt für Sekundarstufe Berufsbildung - Fachbereich Ernährung
  • Lehramt für Sekundarstufe Berufsbildung - Fachbereich Information und Kommunikation

Die Lehramtsstudien umfassen fachwissenschaftliche, fachdidaktische, bildungswissenschaftliche und pädagogisch-praktische Elemente. In der Ausbildung der Sekundarstufenlehrer kooperiert die PH Steiermark mit den Pädagogischen Hochschulen und Universitäten des Entwicklungsverbunds Süd-Ost in den Bundesländern Steiermark, Kärnten und Burgenland. Das Bildungsangebot der Fort- und Weiterbildung für Lehrer ist evidenzbasiert und orientiert sich an der Unterstützung von Personal-, Unterrichts- und Schulentwicklung. Mit Unterstützungs- und Beratungsleistungen für Schulen und andere Bildungseinrichtungen trainiert die PHSt Führungspersonen und begleitet Qualitätsentwicklungsprozesse im Bildungswesen.

Forschung

Die Forschungsschwerpunkte der PH Steiermark sind Lehren und Lernen, Fachdidaktik und Professionalität und Schule. In der Praxisforschung wird unterrichtliches und schulisches Handeln untersucht und entwickelt. Das gesamte Bildungsangebot sowie die Forschung der PH Steiermark zielt auf die Bildung von Pädagogen als reflektierende Praktiker mit hoher fachlicher, didaktischer und pädagogischer Expertise sowie auf die Qualitätsentwicklung von Bildungsorganisationen. Dabei wird der Theorie-Praxis-Bezug als eine der besonderen Stärken der PHSt betrachtet und regionale, nationale und internationale Kooperationen unterstützen die Erreichung hoher anerkannter Standards.

Profilbildende Themenschwerpunkte

Die Pädagogische Hochschule Steiermark setzt in ihren Bildungsangeboten folgende Schwerpunkte:

  • Individualisierung und Begabungsförderung
  • Interkulturalität und Mehrsprachigkeit
  • Wissenschaftspropädeutik und forschend-entdeckendes Lernen
  • Ästhetik, Kunst und Kommunikation
  • Medienpädagogik und digitale Kompetenz
  • Bildungsforschung zu Lehren und Lernen, Fachdidaktik, Professionalität und Schule
  • Unterrichts- und Schulentwicklung
  • Elementarpädagogik und Frühe Bildung
  • Berufspädagogik

Standorte

  • Pädagogische Hochschule Steiermark, Hasnerplatz 12, 8010 Graz
  • Pädagogische Hochschule Steiermark, Theodor-Körner-Straße 38, 8010 Graz
  • Pädagogische Hochschule Steiermark, Ortweinplatz 1, 8010 Graz

Organisation

Das Organigramm der PH Steiermark setzt sich aus dem Rektorat mit Rektor und zwei Vizerektoren sowie acht Instituten, drei Zentren, zwei Bundeszentren, neun Regionalen Fachdidaktikzentren und sieben Verwaltungsabteilungen zusammen. Direkt an sie angeschlossen sind zwei integrierte Praxisschulen, eine Volksschule und eine Neue Mittelschule.

Institute

  • Institut für Professionalisierung in der Elementar- und Primarpädagogik
  • Institut für allgemeinbildende Fächer der Sekundarstufe
  • Institut für Professionalisierung in der Berufspädagogik
  • Institut für Bildungswissenschaften und Bildungsforschung
  • Institut für Praxislehre und Praxisforschung
  • Institut für Diversität und Internationales
  • Institut für Educational Governance und Qualitätsentwicklung
  • Institut für Digitale Kompetenz und Medienpädagogik

Zentren

  • Zentrum für Evaluation und Qualitätsmanagement
  • Zentrum für Personal- und Hochschulentwicklung
  • Zentrum für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Bundeszentren

  • Bundeszentrum für Interkulturalität, Migration und Mehrsprachigkeit (BIMM)
  • Bundeszentrum für Professionalisierung in de Bildungsforschung (BZBF)

Abteilungen

  • Rektoratsdirektion
  • Personalabteilung
  • Wirtschaftsabteilung
  • Quästur
  • IT- Service
  • Studienabteilung
  • Studienbibliothek

Einzelnachweise

  1. Der Bau der Lehrer- und Lehrerinnen-Bildungsanstalt. In: Grazer Tagblatt. Organ der Deutschen Volkspartei für die Alpenländer, Morgen-Ausgabe, Nr. 41/1907 (XVII. Jahrgang), 10. Februar 1907, S. 14, Spalte 1. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/gtb.
  2. Die neue Lehrer- und Lehrerinnen-Bildungsanstalt. In: Grazer Volksblatt, Morgen-Ausgabe, Nr. 411/1909 (XLII. Jahrgang), 10. September 1909, S. 5, Spalte 2. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/gre.
  3. Eröffnung der neuen k. k. Lehrer- und Lehrerinnen-Bildungsanstalt. In: Wiener Zeitung, Beilage Wiener Abendpost, Nr. 227/1909, 4. Oktober 1909, S. 4, Spalte 3. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/wrz.
  4. Die neue Lehrer- und Lehrerinnenbildungsanstalt. In: Grazer Volksblatt, Morgen-Ausgabe, Nr. 453/1909 (XLII. Jahrgang), 5. Oktober 1909, S. 5, Spalte 2. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/gre.