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vom 15.05.2018, aktuelle Version,

PREFA Aluminiumprodukte

PREFA Aluminiumprodukte GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung 1986
Sitz Marktl, Lilienfeld, NÖ
Leitung Cornelius Grupp,
Leopold Pasquali
Mitarbeiter 500
Branche Dach- und Fassadenprodukte, Dachentwässerung
Website www.prefa.at
www.prefa.de
Der PREFA Firmensitz in Marktl/Lilienfeld

PREFA Aluminiumprodukte GmbH entwickelt, produziert und vertreibt europaweit Dach- und Fassadensysteme aus Aluminium. Der Firmensitz befindet sich in Marktl, einer Ortschaft in der niederösterreichischen Stadtgemeinde Lilienfeld im Traisental.

Geschichte

Der Name ist ein Akronym der Erfindung von Alois Gödl. 1946 entwickelte der Salzburger Spengler- und Dachdeckerinnungsmeister ein Dacheindeckungssystem aus gepressten Aluminiumplatten, die durch Falze miteinander verbunden sind – kurz ‚Press-Falz-Platte‘.

1946 wurde die erste PREFA-Dachplatte nach dem Patent von Alois Gödl produziert. Die Produktion wurde 1955 vom Zink- und Aluminiumwalzwerk Fried.v.Neuman [1] in Marktl übernommen. Trotz guter Umsatzsteigerung musste das Werk Fried.v.Neuman zum Jahreswechsel 1980/81 den Ausgleich anmelden und war nahe dem Konkurs. Aus diesem Grund erfolgte am 5. Februar 1981 die Übernahme durch die deutsche Firmengruppe TUBEX unter der Leitung von Cornelius Grupp[2] (heutige Mutterfirma: Meyco-Emballage AG Mörschwil SG).[3] Fünf Jahre später wurde der Produktionsbereich aus der Fried.v.Neuman Ges.m.b.H ausgegliedert und die PREFA Aluminiumprodukte GmbH gegründet. Inzwischen wurde die Fried.v.Neuman Ges.m.b.H zur Neuman Aluminium Ges.m.b.H.[1] mit der noch enge Zusammenarbeit besteht [4].

1991 wurde ein Lager in Wasungen eröffnet. 1998 wurde auch ein Produktionswerk[2] (PREFA GmbH Alu- Dächer & -Fassaden)[5] in Wasungen errichtet und eine Partnerfirma in der Schweiz aufgebaut.

2001 wurde der Slogan Das Dach, stark wie ein Stier! und das Firmenlogo geschaffen, die den Marktnachteil der hohen Kosten von Aluminumdeckungen als Vorteil in puncto Lebensdauer betonen.

2004 wurde in Tschechien eine Tochtergesellschaft gegründet. Ein Jahr später erfolgte die Expansion nach Ungarn und Polen: die Vertriebsgesellschaften PREFA Ungarn (Prefa Hungária Kft. Budaörs)[6][7] und Polen (Prefa Polska Sp. z o.o., Warschau)[8] wurden ins Leben gerufen.

Produkte

Die Produktpalette von PREFA umfasst über 4.000 Artikel. Diese werden ausschließlich in Marktl/Lilienfeld (Niederösterreich) und Wasungen (Thüringen/Deutschland) hergestellt. Angeboten werden Aluminium-Komplettsysteme für die Bereiche Dacheindeckung, Fassadenverkleidung, Dachentwässerung, Hochwasserschutz und Solar-Montage. Diese Komplettsysteme ermöglichen ein optimales Zusammenspiel und passgenaues Ineinandergreifen der einzelnen Dach- und Fassadenelemente mit den jeweiligen Zubehörprodukten. Die Produkte von PREFA eignen sich sowohl für Neubauprojekte als auch für Sanierungen von Dächern und Fassaden und sind in vielen verschiedenen Farben erhältlich.

Aluminium lässt sich zu 100 % recyceln. Das Material bietet den großen Vorteil, dass nur 5 % der ursprünglichen Herstellungs-Energie beim Recyceln benötigt wird. Aus diesem Grund wird bei der Produktion der PREFA Produkte größtenteils Sekundäraluminium (recyceltes Aluminium) verwendet.

Architektur

Freizeit- und Schwimmzentrum Les Thermes, Luxemburg
Drehrestaurant Piz Gloria, Berner Alpen
Alpenvereinshaus Stüdlhütte, Großglockner

Zu den bekannteren Gebäuden der modernen Aluminium-Architektur, die mit serienmäßig erhältlichen Produkten oder Spezialanfertigungen der Firma Prefa erstellt sind, gehören:[9]

  • Erlöserkirche (Hamburg-Farmsen) (Kurt Schwarze, 1960)[10]
  • Piz Gloria (Gipfelrestaurant Schilthorn 2973 m; Konrad Wolf 1963–1968, heutige Deckung 1990)
  • Stüdlhütte (Großglockner 2801 m, Albin Glaser, 1993–1996)
  • Wohnhausanlage Wien 21 gen. „Rotes Schiff“ (Jean Nouvel, 1998)[11]
  • Austria Trend Hotel Messe Wien/Fair Hotel Vienna Wien 2 (Hermann Czech, 2002/03–05)[12]
  • Corte Verde/Wohnhausanlage Schanzstraße Wien 14 (Albert Wimmer 2002/03; best of wohnbau 2003)[13]
  • Sfinxen Huizen NL (Willem Jan Neutelings, Michiel Riedijk 2003)[14]
  • Gustav Peichl-Haus Himmelstraße Wien 19 (Gustav Peichl & Partner, 2003–2006;[15] Prototyp für ein Effizienzhaus-Fertighaus in Holzständerbauweise, das HANLO Fertighaus[16][17])
  • Living Roof I Margaretenstrasse 91, Wien 5 (Dachausbau, Engelbert Leitner/Squid, 2003–2005)[18]
  • Odessa Sport Palace (Juriy Serjogin, 2005)[19]
  • Les Thermes, Strassen-Bartringen LU (Freizeit- und Schwimmzentrum in Holzleichtbauweise, Jim Clemes/Witry & Witry/Hermann & Valentiny et Associés, 2006–2009)[20]

Weiterer Einsatz im Denkmal- und Landschaftsschutz: Hotel Sacher Wien (UNESCO-Welterbe Wiener Innenstadt, San. Frank & Partner 2006); Erzherzog-Johann-Hütte (Adlersruhe) am Großglockner (Nationalpark Hohe Tauern, Energiekonzept 2002–2006); Otto-Schutzhaus auf der Rax (Natura2000/FFH-Gebiet Nordöstliche Randalpen, Generalsan. 1996)

Einzelnachweise

  1. 1 2 www.neuman.at; → Kontakt.
  2. 1 2 Standortmagazin Marktl 5/2006, Seite 39
  3. Meyco-Emballage AG. worldbox.ch
  4. Neuman Aluminium und Prefa – 25-jährige Erfolgsgeschichte gefeiert. ORF NOE, 14. Mai 2006
  5. PREFA GmbH Alu- Dächer & -Fassaden, firmenpresse.de
  6. https://www.prefa.hu
  7. Prefa Hungária Kft. proidea.hu
  8. https://pl.prefa.com/
  9. https://www.prefa.at/bauherren-sanierer/service/referenzobjekte/
  10. Die Erlöserkirche im Gemeindebezirk Farmsen. kirche-in-farbe.de; Erlöserkirche (Farmsen). Hamburgwiki; Abb., prefarch.com
  11. Wohnanlage Jean Nouvel - Wien (A) - 1998. Architekturzentrum Wien, nextroom.at, 14. September 2003; Abb., erben.at
  12. Austria Trend Hotel Messe Wien – Bildergalerie. vienna.nethotels.com
  13. Grüne Höfe. awimmer.at
  14. Wohnhäuser DeSfinxen. In: archINFORM.
  15. Gustav Peichl-Haus. peichl-partner.at; Abb. Konstruktionsskizze, ebd.
  16. HANLO-Haus. hanlo-haus.de
  17. Hausentwurf in Holzständerbauweise. jk-traumhaus.de
  18. Wojciech Czaja: Alte Gaupe in neuer Tracht. In: Der Standard, 24. Februar 2007 (Living Roof I. Architekturzentrum Wien, nextroom.at, pdf); Abb., prefarch.com
  19. Andreas Schütte, Siteco Beleuchtungstechnik (Hrsg.): Three Cheers for Odessa. In: design+light 01/2005, S. 5 (pdf, Sports Palace, Odessa. siteco.com, engl.)
  20. Susanne Jacob-Freitag: Schwimmhalle – Ästhetisch durchdacht. In: mikado 9/2009 (pdf, texte-nach-mass.de)