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vom 04.03.2012, aktuelle Version,

Palais Czernin (Wien)

Das Palais Czernin oder Palais Czernin-Althan war ein Palais im 4. Wiener Gemeindebezirk Wieden.

Geschichte

Palais Czernin-Althan um 1720

Das Palais befand sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum heutigen Theresianum. Bauherr war der Reichsgraf Thomas Zacharias Czernin von Chudenitz. Der Bau des Sommerpalais begann 1697, wobei der Architekt unbekannt ist. Aus alten Abbildungen schließt man, dass es Johann Lucas von Hildebrandt gewesen sein könnte. Das Gebäude war ursprünglich ein Gartenplais mit oktogonalem Mittelteil mit einer großen Terrasse, die über zwei Freitreppen erreichbar war. Die beiden Seitentrakte waren niedriger und hatten nur einfache Giebeldächer. Es wurde sehr großzügig sowohl im Inneren als auch im Garten ausgestattet. Der Reichsgraf verstarb aber bereits drei Jahre später im Jahr 1700.

Das Palais war kurz in anderen Händen, bevor es Graf Michael Johann von Althann erwarb. Dieser erweiterte es nochmals. Nach seinem Tod 1722 erbte das Anwesen seine Witwe Maria Anna von Althan, eine geborene Pignatelli. In ihrer Zeit wurden hier zahlreiche Feste, mit Gästen vom Hochadel bis zum Kaiserhaus gefeiert, die erst nach dem Tod Kaiser Karl VI. abflauten.

Ende des 18. Jahrhunderts richtete der Möbelfabrikant Josef Danhauser in dem Palais eine Produktionsstätte ein und große Teile des Gartens wurden als Baugründe verkauft. Doch auch diese Funktion verlor das Bauwerk 1838, nachdem der Erbe Danhausers die Firma schließen musste. Es wurde fortan als Wiedner Spital verwendet. Nach den notwendigen Umbauten erinnerte nur mehr wenig an das ursprüngliche Palais.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Palais abgerissen und es entstand die Wohnhausanlage Bertha-von-Suttner-Hof.

Siehe auch

  Commons: Palais Czernin-Althan  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien