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vom 18.04.2016, aktuelle Version,

Peppino Wieternik

Peppino Wieternik (* 19. Februar 1919 in Wien; † 22. Dezember 1979; auch Josef Wieternik) war ein österreichischer Maler.

Leben

Peppino Wieternik wurde in Wien-Döbling als Sohn einer Mutter aus Kärnten und eines Vater italienischer Herkunft geboren. Er besuchte 1935 die Klasse der Malerei beim Paulus und Gerda Matejka-Felden an der Volkshochschule Ottakring am Ludo-Hartmann-Platz. 1936 fand er den Maler Alexander Rothaug als Freund und Lehrer und wurde als Lehrling für Gebrauchsgraphik bei Paul Kirnig an der Wiener Kunstgewerbeschule aufgenommen. 1938 begegnete er dem Maler Hans Robert Pippal. Nach dem Anschluss Österreichs arbeitete er zeitweilig im Straßenbau. 1939 erfolgte ein Reichsarbeitsdienst in Kirchberg in Tirol. Zum Wintersemester wurde er an der Akademie der Bildenden Künste Wien bei Wilhelm Dachauer aufgenommen. 1940 leistete er verpflichtet Erntedienste. Im selben Jahr entstanden Zeichnungen und Ölskizzen nach der Natur im Schönbrunner Tiergarten unter der Aufsicht des Tiermalers Karl Fahringer. Die Einberufung zur deutschen Wehrmacht erfolgte 1941 und, weil bedingt tauglich, war er Telephonist in Brünn und dann Hainburg, wobei ein Weiterstudieren an der Akademie erlaubt wurde. Er wurde 1943 als Kartenzeichner beim Generalstab des Deutschen Bevollmächtigten General für Kroatien in Agram in Zagreb einberufen. Nach amerikanischer und dann französischer Gefangenschaft wurde er im September 1945 in Wörgl entlassen und setzte sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste Wien bei Robin C. Andersen fort.

Peppino Wieternik heiratete 1943 Elsbeth Licht in Wien und 1945 wurde die Tochter Nora in Oberaudorf in Deutschland geboren. Nach seiner Scheidung war er ab 1953 in zweiter Ehe mit Gertrud Trantina verheiratet, und 1958 erblickte die gemeinsame Tochter Angela das Licht der Welt. Peppino Wieternik wurde 1979 am Grinzinger Friedhof (Gruppe 30, Reihe 2, Nummer 6) in Wien bestattet.

Auszeichnungen

  • 1941 1. Preis beim Plakatwettbewerb zu Krieg und Kunst, Wehrkreiskommando XVII Wien
  • 1975 Berufstitel Professor

Publikationen

  • Weg + Wende. Malerei + Graphik. Kapri, Wien 1974.
  • Zeichnungen. 1936-1976. Kapri, Wien 1977.
  • Gemaltes Gespräch. Aufzeichnungen + Bildwerke. Gesamtgestaltung des Künstlers, Verlag H. Kapri & Co., Wien 1979. Mit Biographie und Aufsatzsammlung: Grete Helfgott: Ein „Gespräch“ wird geboren. Die künstlerische Schöpfungstätigkeit von Peppino Wieterniks, Joe Wendig: Der Künstler Peppino Wieternik, Peppino Wieternik: Aufzeichnungen + Tagebuchnotizen, Irames O. Rauscher: Gedanken zum Künstler Peppino Wieternik.

Literatur

  • Peter Baum (Redaktion und Gestaltung): Informel in Österreich. Aspekte einer künstlerischen Bewegung 1957 bis 1963. Peter Bischof ... Peppino Wieternik. Buch zur Ausstellung im Juni/Juli 1986 Informel in Österreich 1957 bis 1963, Archiv Andrew Molles, Künstlerzentrum Schloss Parz, Grieskirchen 1986.